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Jahreswechsel Shitstorms um Apple - Seite 11 - Mac-TV.de
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  #101  
Alt 05.01.2019, 16:00
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.916
Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
Deine Aussage zur KI ist einfach falsch. Warum hat Tesla mit dem Autopiloten den großen Vorteil trotz relativ einfacher Hardware? Unmengen an Daten durch tausende Teslas jeden Tag.
Wenn Tesla mit "tausenden Autos" einen Vorsprung erreicht, dann bestätigt das meine These, dass man mit relativ wenigen Daten bereits gute Ergebnisse erzielt.

"Tausende Autos" beschreibt eine sehr geringe Menge. Wir dürfen wohl annehmen, dass Apple oder die bekannten Hersteller kein Problem damit hätten, ein paar tausend Autos zu verkaufen und deren Daten auszuwerten.

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Tesla ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Rennen um Künstliche Intelligenz aussieht. Wer sich dafür interessiert, mag gerne weiterlesen, ansonsten verpasst man aber auch nichts.

Also. Bei Tesla geht es derzeit um eine Balance aus Sensorik und Software. Verbaut man aufwändige Sensoren (Kameras, Radar, Laser, usw.), oder verbaut man eher einfache Sensoren (Kameras) und gleicht es mit Software aus?

Wenn man es mit Software ausgleicht, dann könnte man sich einen Vorsprung erarbeiten durch die lange Entwicklungszeit und die Menge an Daten. Andere Hersteller müssen erst aufholen.

Aber während dieser Zeit könnten die einst teuren Sensoren vielleicht spottbillig werden? Was wäre die lang aufgebaute Abwehr (gegen die Konkurrenz) dann noch wert? Man hätte dann einen Vorsprung in einem Bereich, der keine Rolle mehr spielte. Andere Hersteller müssten keineswegs lange an Software entwickeln, sondern sie würden einfach die billig gewordenen Sensoren von einem Zulieferer kaufen.

Ob man also wirklich einen Vorsprung behalten kann, der auf Software basiert, ist unsicher. Vielleicht holt die Hardware auf und beseitigt die Notwendigkeit, schlaue Software besitzen zu müssen.

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Spielen wir auch das zweite Szenario durch: Nehmen wir an, dass die Sensoren nicht billiger würden. Man bräuchte dann weiterhin gute Software, um mit einfachen Sensoren das Auto navigieren können. Dies könnte einen Vorsprung vor der Konkurrenz bedeuten.

Aber wie lange? Irgendwann hätten auch alle anderen Firmen zehn Jahre lang entwickelt und könnten ein Fahrzeug allein mit Front- und Heck-Kamera navigieren. Eine dieser Firmen würde die Software vielleicht an BMW, Apple oder Kia verkaufen?

Bedeutet: Wenn der Vorsprung allein aus Software und Daten besteht, ist er prinzipiell kopierbar und wird irgendwann dahinschmelzen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Es ist gefährlich, sich nur auf die Exklusivität von Software zu verlassen.

Wenn es eine Frage der Zeit ist: Um welche Zeit handelt es sich? Bis autonome Autos im freien Straßenverkehr erlaubt sind, dürften noch mindestens zehn Jahre vergehen. Dann beginnt das Rennen überhaupt erst. Teslas "Wette" basiert also darauf, dass in diesen zehn Jahren der Software-Vorsprung erhalten bleibt UND dass in diesen zehn Jahren nicht sowieso billige LIDAR-Sensoren verfügbar sind. Das ist sehr riskant.

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Was soll uns dieses lehrreiche Gleichnis sagen?

Es soll sagen, dass es sehr schwierig ist, die Vorteile von Künstlicher Intelligenz langfristig exklusiv zu halten. Künstliche Intelligenz ist vermutlich nichts, was Konkurrenten auf Abstand hält. Sondern es ist eher eine Grundlagen-Technologie, die überall und von allen verwendet werden wird. Es ist kein "Feature", sondern einfach eine bestimmte Art der Herangehensweise. Die Firmen müssen andere Dinge haben, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten.

Geändert von Jörn (05.01.2019 um 16:42 Uhr).
  #102  
Alt 05.01.2019, 20:19
lol lol ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.09.2010
Beiträge: 109
Schaut man sich die Zahlen von 2005 an, so hatte kein Produkt 60% Anteil am Umsatz.

60% Abhängigkeit von einem Produkt, dass in den letzten Jahren eher eine negative Trendkurve hat, ist einfach nur Wahnsinn! Das scheinst du aber nicht verstehen zu wollen/können.

Deine billigen Vergleiche mit dem Handelsblatt kannst du dir übrigens auch echt sparen. Apple hat seit dem Peak in 2015 einen Absatzrückgang zu verbuchen. Die Konkurrenz aus China gräbt Apple auch zunehmend Marktanteile ab. Wie schon erwähnt, Huawei hat Apple in China schon zunehmend unter Druck gesetzt. Sollte das nur im Ansatz auch in westlichen Märkten passieren, rächen sich die 60%! Fakt ist auch, dass die Geschwindigkeit der Innovation am Smartphone sich verlangsamen. Die Geräte halten länger und die Verkaufszahlen werden daher wohl kaum neue Höchstwerte erreichen.

Zum neuen iPad: Das ist einfach nur Peinlich. Da gibt’s nichts zu rechtfertigen. Härteres Aluminium wäre bspw. eine Lösung. Sowas dem Kunden zu verkaufen ist einfach nur Arm und nicht förderlich fürs Image. Das Problem ist hausgemacht und vollkommen verdient. Andere Hersteller bekommen es schließlich auch auf die Reihe!

Zum Thema KI:

Tesla hat inzwischen Daten über 1,2 Mrd. KM gesammelt, wo Ihre Fahrzeuge im Autopilot gefahren sind und jede neue Meile macht die KI noch besser. Nutzer geben Feedback und durch Machine Learning profitiert Tesla. Google will mit Waymo in 2019 autonom Fahren (hat in den USA wohl auch schon die Zulassung)! Wie du auf 10 Jahre kommst? Keine Ahnung. Auch Daimler/Porsche/Audi wollen bereits in den nächsten Jahren autonom Unterwegs sein. Google forscht an dem Thema auch nicht erst seit gestern, ich erinnere mal an die Anfänge im Prius und dem ersten Google-Auto.

Tesla nutzt die Frontkamera und Radar. Google eben noch den Laser mit dazu. Das langfristige Ziel von Waymo ist es, die KI an Hersteller zu lizenzieren. Da besteht ja auch die große Gefahr für bspw. deutsche Hersteller, nur noch Hardwarelieferant zu werden und die Software kommt von Google. Eine KI die selbst fährt, kann nicht eben mal kurz, wie du hier behauptest durch ein paar Sensoren, wenigen Daten und ein bisschen Code generiert werden. Das ist einfach Quatsch. Jeder Teilnehmer, sowohl Tesla, Google, Daimler, Uber, Nvidia, Volvo, BMW … sammeln aktuell soviel Daten wie nur möglich, um ihre Modelle zu trainieren. Deshalb wird Waymo aktuell auch als Technologieführer gesehen, Waymo hat die meisten Kilometer zurückgelegt bspw. mehr auch als Uber.
  #103  
Alt 05.01.2019, 21:27
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.916
Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
60% Abhängigkeit von einem Produkt
In Ordnung. Wir sind hier eben unterschiedlicher Meinung. Ich habe auch den Eindruck, dass Du nicht auf meine Einwände eingehst. Von mir aus können wir es dabei belassen.

Wie soll Apple von 65% auf 25% iPhone-Anteil kommen, ohne weniger iPhones zu verkaufen? Welcher andere Markt könnte für Apple so enorm wachsen, dass das iPhone nur noch 25% ausmacht?

Selbst wenn Apple den gesamten Markt für Fernseher, oder Spielekonsolen, oder Musik, Bücher, Kino, Freizeitparks, ... allein beherrschen würde, wäre das nicht genügend Umsatz, um das iPhone auf 25% zu drücken.

Sogar wenn Apple so ein Mörder-Business aus dem Boden stampfen würde wie Windows, würde das nicht reichen, um das iPhone auf 25% zu drücken.

Den Umsatz, den Windows pro Quartal macht, zischt das iPhone in weniger als zwei Wochen weg. Windows ist aber eines der profitabelsten Produkte auf der Welt.

Zu fordern, Apple solle mal schnell ein paar Geschäftsbereiche erfinden, die mit dem iPhone ungefähr ebenbürtig sind, scheint mir nicht besonders durchdacht zu sein.


Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
Wie schon erwähnt, Huawei hat Apple in China schon zunehmend unter Druck gesetzt.
Ja, das stimmt. Huawei ist in China sehr erfolgreich.

Man wird sehen, wie diese Firma im Westen Fuß fassen kann, speziell wenn die Patentgerichte mal etwas genauer hinschauen. Dass Huawei bislang nur in Asien aktiv ist, liegt unter anderem an einem sehr entspannten Umgang mit geistigem Eigentum.


Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
Fakt ist auch, dass die Geschwindigkeit der Innovation am Smartphone sich verlangsamen.
Ist das ein Fakt? Ich halte es für Geschwätz von Redakteuren, die das Thema nicht sonderlich interessiert.

Ich sehe keine Belege dafür, dass sich irgendwas verlangsamt. Stattdessen sehe ich, wie es sich immer weiter beschleunigt. Wir sind es einfach gewohnt und betrachten es mit Routine. Aber Apple hat das Gaspedal bis zum Boden durchgedrückt, und jedes Jahr bekommen wir eine längere Liste an neuen oder verbesserten Funktionen.

Die Zeitungen/Webseiten, die Du offenbar liest, werden von Redakteuren geschrieben, die sich sagen: "Hm, also das iPhone 6 sieht aus wie das iPhone 7. Und das iPhone 7 sieht aus wie das iPhone 8. Also sind sie gleich. Wo bleibt die Innovation?"

Es ist einfach eine gewisse dekadente Sensationsgier der Presse, die nur auf die nächste riesige Revolution wartet und dabei die vielen kleineren Mosaiksteinchen übersieht, die sich zu einem Ganzen zusammensetzen, Schritt für Schritt, Jahr um Jahr. Das Smartphone ist noch lange nicht am Ende angekommen, im Gegenteil, es geht erst richtig los.

Viele Innovationen warten auf den richtigen Start. 2018 startete eine ganz neue Kamera-Technologie. Manche Leute interessiert das nicht, andere waren geradezu wild darauf! Eine andere Innovation wartet vielleicht auf den kommenden A13 oder den A14. Das Smartphone erobert sich immer mehr Anwendungen, so wie die Technik es eben erlaubt. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was ein Smartphone in zehn Jahren können wird.

Die Android-Welt stagniert in einigen Bereichen, weil die Prozessoren nicht vom Fleck kommen. Das gilt aber nicht für Apple.


Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
Zum neuen iPad: Das ist einfach nur Peinlich. (...) Härteres Aluminium wäre bspw. eine Lösung.
Genau. Alles, was Du zu diesem Thema auf Deinen seltsamen Webseiten gelesen hast, ist wahr. Hätte Apple mal lieber härteres Aluminium genommen! Daran hat es gelegen. So stand es bei Facebook. Und der Typ kannte sich aus.


Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
Tesla ... 1,2 Mrd. KM ... jede neue Meile macht die KI noch besser
Nein. Die Gründe, warum KI ab einer gewissen Datenmenge nicht durch jede weitere Meile besser wird, habe ich bereits genannt. Ob man 1 oder 2 Mrd. Kilometer verwendet, spielt keine Rolle. Ich verstehe nicht, warum Du es weiterhin behauptest.


Zitat:
Zitat von lol Beitrag anzeigen
Eine KI die selbst fährt, kann nicht eben mal kurz, wie du hier behauptest durch ein paar Sensoren, wenigen Daten und ein bisschen Code generiert werden. Das ist einfach Quatsch.
Das habe ich nicht behauptet. Ich habe behauptet, dass die Daten, mit denen die Erkennung von Objekten trainiert wird, nicht exklusiv sind. Jeder kann Daten erhalten (oder erzeugen), mit denen die Erkennung von Stoppschildern oder Ampeln trainiert werden kann.

Ich habe weiterhin behauptet, dass ein Vorsprung an Software relativ einfach eingeholt werden kann, vor allem mit etwas Zeit. Hingegen: Der Vorsprung von Youtube oder Facebook kann nicht einfach eingeholt werden, da es Netzwerk-Effekte, Lock-in, und The-Winner-Takes-it-All-Effekte gibt. All das gibt es bei Künstlicher Intelligenz nicht. Bedeutet: Selbst wenn Tesla immens erfolgreich werden sollte (was ich ihnen wünsche), hindert es VW nicht daran, ebenso erfolgreich zu werden.

Die Presse stellt das oft falsch dar ("Google hat alle Daten!"), aber das ist eben für Künstliche Intelligenz nicht relevant.

Geändert von Jörn (05.01.2019 um 22:07 Uhr).
  #104  
Alt 06.01.2019, 08:12
floekkel floekkel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.01.2010
Beiträge: 101
60%, 25% … 10% Steigerung, 30% Verlust …

Wenn man mit Zahlen, vor allem Prozentwerten oder Prozentpunkten, umgeht, sollte man immer etwas vorsichtig sein. Ab und an sollte man sich auch mal die tatsächlichen Dimensionen dahinter ins Gedächtnis rufen.

Der AppleWatch wurde von der Presse oft ein Flop vorausgesagt, weil sie anscheinend keine Stückzahlen generierte, wie man sie von Smartphones gewohnt war. Zudem hat man sie auch noch mit Fitnessbändern verglichen, die man quasi am Grabbeltisch für einen Appel und ein Ei abgreifen kann.

Und plötzlich stellt sich raus, dass Apple im Uhrengeschäft nicht nur ein Big-Player ist, sondern die Nummer 1.

Die Mac-Sparte ist im Apple-Universum zwar klein, für manche vielleicht verschwindend klein, aber sie ist größer als das alte Nur-Mac-Apple jemals war und für sich bereits ein Fortune-500-Unternehen, also alles andere als ein sterbender Zweig.

Innovationen: Hier kann ich Jörn nur Recht geben. Die Oberflächlichkeit, mit der Banalitäten (Aussehen), Displayverfahren (OLED/IPS), Auflösungen (Mehr als genug vs. doppelt so viel wie mehr als genug + noch ’ne Kaffemaschine obendrauf), Kameras und anderes von der Presse behandelt werden, ist echt erschreckend. Hier werden unsinnige Säue durchs Dorf getrieben und nicht hinterfragt. So etwas wie eine Notch, die auf Grund recht komplexer Technik nötig ist, irritiert dann erst einmal. Aber nicht lange. Sie wird kurzerhand zum vergänglichen Modegag runterstilisiert und dann widmet man sich schon der nächten Unsinnigkeit.

Ich sehe echt viele Dinge, die Apple mal (endlich) verbessern sollte. Aber verschlafen tun die nichts. Und die Konkurrenz ist mit Nichten an Apple vorbeigezogen. Auch wenn es bei der Konkurrenz sicher die eine oder andere Entwicklung gibt, die man sich bei Apple so auch wünschen würde. Aber in der Summe habe ich es lieber, dass bei mir die Gerätekategorien (PC, Tablet, Smartphone, StreamingBox, Uhr) problemlos zusammenarbeiten. Und das in einer Weise, die man bei der Konkurrenz wohl das komplette nächste Jahrzehnt noch nicht sieht.

Wie soll ein reibungsloses Zusammenspiel auch funktionieren, wenn der Laptophersteller quasi einen Kleinkrieg über dämliche Zusatzsoftware mit Microsoft führt oder der Handyhersteller möglichst an jeder Ecke vertuschen will, dass auf seinem High-Technik-Gerät doch nur eine veraltete Android-Version läuft.

Ich weiß, ist (bei Android) ja angeblich besser geworden. Interissiert mich nur nicht. Es soll nicht besser werden, es soll komplett verschwinden. Google-Pixel-Erlebnis auf jedem Androiden. Egal von wem. Inklusive zeitnaher Updates und Upgrades. Erst dann kann man anfangen, Android ernsthaft mit iOS vergleichen. Vorher schau ich nicht mal mehr hin.

Ist wie in den Anfangszeiten, als Androiden ja angeblich alle Multitasking konnten und das iPhone angeblich nicht (was immer faktisch falsch war). Meine echten Erfahrungen damals war, dass die Androiden nicht mal Single-Tasking beherrschten. Reine Papiertiger. Beeindruckende Specs und betrübliche Performance. Und das hat sich bis heute leider absolut nicht geändert. Aber wenigsten funktionieren die Dinger mittlerweile für den Standardkram.
__________________
Bodum-Kolbenkaffeekanne, Braun-Rasierapparat, Philips-Dampfbügeleisen
  #105  
Alt 06.01.2019, 12:34
Victor Hugenay Victor Hugenay ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 78
Neues zum Biegemythos:

https://www.theverge.com/2019/1/5/18...t-support-page

https://www.golem.de/news/gebogenes-...01-138517.html

(btw: interessant, dass im Golem-Artikel eine Toleranz von 0.4mm als "verbogen" eingestuft wird... so is halt heutiger "Journalismus")

Was Apples wirtschaftlichen Erfolg angeht: ich könnte mir gut vorstellen, Apple verkauft über die künftigen Quartale weniger, aber der Gewinn wird weiter fürstlich bleiben. Quasi ganz entspannt.

Ansonsten würde ich es Apple zutrauen, dass man weltweit alle Aktien zurückkauft und künftig finanziell auf eigenen Beinen steht. Dann wär damit auch dieses Investorengesülze vorbei.

Hat jemand die Zahlen im Blick, könnte Apple es sich leisten die Aktien zu einem attraktiven Preis zu kaufen ohne gleich finanziell blank dazustehen?

Trotzdem fände ich es wichtig, dass deren Fokus nicht allein auf Luxusprodukte, sondern auch günstige Einstiegsmodelle gelegt wird. Steve Jobs war ja zum "One Laptop a Child"-Programm aufgeschlossen. Damit hätte man auch kein großes Geld verdient.
Beim iPad hält man die Waagschale zwischen Einstieg und Pro mittlerweile ganz gut (ok, das iPad mini ist auch wieder so ein bedauernswerter Zombie wie viele in Apples Programm, da sollte man künftig mehr Pflege einfließen lassen).
  #106  
Alt 06.01.2019, 13:41
Pablo Nop Pablo Nop ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.03.2010
Beiträge: 1.023
Zitat:
Zitat von Victor Hugenay Beitrag anzeigen
Neues zum Biegemythos:
Hat jemand die Zahlen im Blick, könnte Apple es sich leisten die Aktien zu einem attraktiven Preis zu kaufen ohne gleich finanziell blank dazustehen?
Wenn ich richtig informiert bin, haben sie 30% der Aktien, die zum Höchstzeitpunkt mal ausgegeben waren, inzwischen zurückgekauft. Aktuell sind noch 71 Mrd für Rückkäufe reserviert, was wohl grob 10% der heutigen Aktien entspricht. Dass sie alles aufkaufen halte ich für unwahrscheinlich.
  #107  
Alt 07.01.2019, 12:42
Victor Hugenay Victor Hugenay ist offline
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Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 78
Zitat:
Zitat von Victor Hugenay Beitrag anzeigen
Was glaubt ihr: gibt es Produktlinien, die eingestellt werden könnten?
Apple TV

https://www.mactechnews.de/news/arti...en-171284.html

... könnte mir sogar gut vorstellen, tvOS wird an Fernseherhersteller wie bspw. LG "lizensiert". Deren webOS ist nicht schlecht, dürfte aber langfristig gegen Android-basierte Systeme den kürzeren ziehen. Warum dann nicht Kompetenzen bündeln...
  #108  
Alt 07.01.2019, 13:17
mkummer mkummer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.514
Und wieder ein Totgesagter. Genau was ich meine. Wozu nutzen solche Meldungen? Wenn es kommt, kommt’s, wenn nicht, nicht. Soweit meine Einschätzung.
__________________
iMac 27 i7 5K (late 2015) - iPhone XS MAX - iPad Pro 12,9 3. Gen. WIFI - Apple Watch Series 4 LTE
  #109  
Alt 07.01.2019, 19:55
lol lol ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.09.2010
Beiträge: 109
Apple muss nicht von heute auf morgen den Umsatz des iPhones auf 25% drücken, aber sie brauchen eine Strategie, um die Abhängigkeit langfristig zu minimieren. Vor allem wenn der Markt eher kleiner als größer wird, was aktuell ja der Fall ist.
Ich gehe auf deine Einwände ein, aber du vergisst einfach, dass eine AppleWatch oder die Airpodds, die iCloud, Siri, HomePod … ohne das iPhone nur wenig Sinn machen. Die Beats laufen sicherlich auch ohne das iPhone weiter, genauso wie die Macs.

Schau dir mal die Schlangen vor den OnePlus Popup-Stores in New York an, zum Launch des 6t. Das zeigt sehr schön, wie die Chinesen aktuell expandieren.

Ich verweise mal auf die riesen Sprünge vom iPhone X zum iPhone Xs. Da sieht man wunderbar, wie sich die Geschwindigkeit der Innovation verlangsamt.

Zum iPad: Setzte deine Apple-Brille ab, dann musst auch zu Zugeben, dass die Struktur offensichtlich einfach viel zu schwach konstruiert wurde. Das Ding kann ja sogar in einem Rucksack verbiegen. Du frisst auch alles, so wie es von Apple kommt. Hat schon was von einer Sekte. Mein Surface verbiegt sich auch in einem Rucksack nicht.


Zur KI: Die Modelle im Bereich des autonomen-Fahrens sind noch lange nicht so weit trainiert, als dass jede Situation ohne Probleme läuft. Je mehr ein Modell anhand von Daten trainiert werden kann, desto besser. VW sagt selber, dass sie mit Google und Tesla aktuell nicht mithalten können. Nicht ohne Grund gilt Waymo als Marktführer.

Zu Android: Das wurde tatsächlich besser. Habe selber ein OnePlus, erhalte regelmäßig Updates und die Software läuft total ohne Probleme. Das alles für einen super Preis. Der schnelllade-Adapter ist sogar auch schon standardmäßig dabei, Picture in Picture oder zwei Apps side by side gibt’s bisher auch nur im rückständigen Android und nicht auf dem iPhone, richtig?😉 Das Zusammenspiel läuft in den Zeiten der Cloud tatsächlich auch um Welten besser.
  #110  
Alt 07.01.2019, 20:58
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.916
Ja, so sieht es das Handelsblatt: Apples Accessoires und Dienste sind gekoppelt an das iPhone, und wenn das iPhone irgendwann untergeht, geht der ganze Rest unter. Besser wäre es daher, diese Dienste für andere Plattformen freizugeben oder von vornherein völlig unabhängige Produkte zu haben.

Dieser Sichtweise vergisst aber, warum Apple plötzlich so erfolgreich geworden ist, und zwar nicht nur hinsichtlich der Stückzahlen, sondern vor allem auch hinsichtlich der Preise, die nur Apple so verlangen kann.

Es liegt nämlich an genau dieser Integration, und Integration kommt mit Exklusivität. Die AirPods funktionieren am besten bei einer exakt ausbalancierten Kombination aus Betriebssystem, W-Prozessor, und iCloud. Dadurch ergibt sich das automatische Pairing ohne Konfigurations-Gedöns. It just works. Tja, wer sowas haben will, muss eben Apples Produkte kaufen, und Apple sichert sich damit seine Marge.

Warum soll Apple diese Produkte kompatibel machen zu Android? Nur weil ein Redakteur der „Financial Times“ meint, man dürfe sie nicht mit dem iPhone verknüpfen, da man nicht wisse, wann dieses untergehe?

Sorgfältige Integration wird eben nicht von allen verstanden und dann gerne diffamiert als „Abhängigkeit“. In Wahrheit ist die Integration der Motor, der alles antreibt.

Ich glaube nicht, dass die höchsten Gewinne dort zu erzielen sind, wo man den Leuten einen Haufen zusammenhangloser Produkte vor die Füße wirft. Sondern die Gewinne sind vielleicht dort am höchsten, wo ein Hersteller die einzelnen Komponenten aufeinander abstimmt und Stolpersteine aus dem Weg räumt. Kunden, die bereit sind, gutes Geld auszugeben, erwarten das. Die Kunden erwarten, dass Apple nicht nur die Produkte auf den Markt bringt, sondern sich vor allem um die „Schmiere“ im Getriebe sorgt, sodass alles miteinander funktioniert.

Zu fordern, Apple solle die Integration der Produkte aufgeben, verkennt die Faktoren, die Apple erfolgreich machen. Letztlich erinnert es an das Geschwafel, das seit dem Erfolg von Microsoft in allen Finanz-Zeitschriften nachgebetet wird.

Deine Bemerkungen zu iPad, KI, Android und iCloud möchte ich eigentlich nicht weiter kommentieren, da ich sie ausreichend kommentiert habe und sie mir ohnehin als eine Wiederholung von Facebook-Postings aus dem Android-Lager vorkommen. Da gibt es jede Menge Leute, die alles besser wissen als Apple und Tim Cook — wenn sie nur endlich jemand fragen würde! Aber es fragt sie niemand, und ich halte das in diesem Fall für eine gute Sache.
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