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Was erwartet Ihr Euch vom Apples Education-Keynote? - Seite 4 - Mac-TV.de
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  #31  
Alt 28.03.2018, 21:16
Thomas78 Thomas78 ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 3.831
Besseres Lernen ist aus meiner Sicht, wenn jeder Schüler individuell nach seinem Entwicklungsstand lernen kann und der Lehrer nicht Zeit vergeudet, Dinge vorzutragen, sondern die Schüler das selbst lesen und erarbeiten.

Da die Schüler Smartphones kennen, halte ich ein iPad als bessere Wahl im Vergleich zu einem Chromebook, welches nur einen Browser hat. Apps sind deutlich leistungsfähiger.

Apple hat aber ein Ziel: zukünftige Kunden „anfixen“
Das sollte man mit bedenken, die sind kein Wohlfahrtsverband
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  #32  
Alt 29.03.2018, 00:09
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.549
Nach meiner Beobachtung hat das Internet bisher alle Bereiche grundlegend verändert, die es gestreift hat. Nichts wurde einfach nur "digital". Es gab keine digitale Variante des Analogen, sondern das Analoge starb aus und wurde durch etwas grundlegend Neues ersetzt.

Der Punkt war dabei gar nicht, ob es digital oder analog war, sondern ob es vernetzt war. Einen digitalen Plattenladen gab es nur für kurze Zeit (als CDs verkauft wurden), und dann kam das Internet daher. Erst das brachte die Revolution. Das Digitale allein brachte keine Revolution.

Nun sprechen wir also von der Digitalisierung des Lernens. Ich sehe da durchaus Potential, etwa indem die Schüler eine endlose Wiederholung von Mathe-Aufgaben probieren können, die dann automatisch korrigiert werden. Mir hätte das in der Schule durchaus geholfen. Eine App könnte eine Mathe-Hausaufgabe erst dann akzeptieren, wenn sie korrekt gelöst wurde (und nicht erst am nächsten Morgen im Unterricht). Wurde sie nicht korrekt gelöst, bietet die App eine Erläuterung an, und dann wird es erneut probiert. Am nächsten Morgen kommen alle Schüler mit der gelösten Aufgabe in die Schule.

Jedoch!

Wo bleibt hier der Zauber des Internets?

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die enorme Wucht des Internets hier noch nicht zum Zuge kam, und dass wir deswegen die falsche Baustelle anstarren.

Dazu zwei kurze Anekdoten (gähn):

Ich programmiere gerade ein (kleines) neues Dings, das wir in den Live-Sendungen einsetzen werden. Wann immer ich eine Frage habe (wie formuliert man dies?; welcher Wert darf hier eingesetzt werden?), tippe ich ein paar Stichwörter bei Google ein und finde entweder direkt die Antwort oder zumindest ein paar gute Gedanken dazu. Dies gilt für Fragen, die a) von vielen Leuten gefragt werden und die b) überhaupt eine konkrete Antwort haben können. Beides trifft auf Schul-Lernstoff zu.

Für mich persönlich hat dies mein Lernen grundlegend geändert. Fakten hole ich mir dann, wenn ich sie brauche. Was ich stattdessen erlernen muss, ist ein grundsätzliches Verständnis, wie die Dinge funktionieren, und welche Fragen man stellen muss. (Das klingt nach wenig, ist es aber nicht.)

Die zweite Anekdote:

Als meine Familie aus Bayern in den Schwarzwald zog, landeten mein Zwillingsbruder und ich mitten im Schuljahr in einer dritten Grundschulklasse. Das war eine kleine Sensation, etwa so, als würden zwei Panda-Bären im Berliner Zoo einziehen. (Zwillinge unter den Lesern werden sofort verstehen, was ich meine.) Noch Jahrzehnte später konnten sich die Lehrer deswegen an die Dycks-Zwillinge erinnern.

So kam es, dass unsere Religions-Lehrerin sich viele Jahre später noch daran erinnern konnte, wie verblüfft und konsterniert sie war, als plötzlich zum ersten Mal zwei Kinder im Reli-Unterricht lapidar sagten: "Nö. Glauben wir nicht. Ist Unsinn."

Was wäre passiert, wenn ich als kleiner Dreikäsehoch in diesem niedlichen Konflikt die Hilfe von Tante Google gehabt hätte? Nehmen wir an, ich hätte die Reli-Lehrerin mit jenem Charme, den kleine Kinder nunmal haben, vor versammelter Mannschaft mit Google-Quellen konfrontiert, die ihre Geschichten als Scharlatanerie bezeichnet hätten?

Ebenso kann ich mir schwer vorstellen, dass eine Smartphone-bewaffnete neunte Klasse ruhig sitzenbleibt, wenn sie hört, Mohammed wäre mit einem geflügelten Pferd nach Jerusalem geflogen und hätte den Mond in zwei Hälften gespalten.

Was will ich damit sagen? Damit will ich sagen, dass sich die Digitalisierung vielleicht nur darum dreht, wie man den Unterrichtsstoff an die Kinder heranbringt; jedoch könnte das Internet dazu führen, dass sich das Verhältnis von Lehrern und Schülern insgesamt ändert. Autorität wird einen anderen Stellenwert haben, anders erworben werden und leichter verloren gehen. Vielleicht werden Dinge geschehen, die keiner vorhersehen kann -- so wie es bei den meisten Dingen war, die das Internet gestreift hat.

(Wer es bis hierher geschafft hat: Besten Dank fürs Lesen!)

Geändert von Jörn (29.03.2018 um 22:18 Uhr).
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  #33  
Alt 29.03.2018, 15:05
Fruchtiger Fruchtiger ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 46
Das Internet hat die Gesellschaft bereits verändert. Im negativen und im positiven Sinne. Die iPads mit Pencil machen es nicht schlimmer. Also was soll’s.

Geändert von Fruchtiger (29.03.2018 um 15:20 Uhr).
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  #34  
Alt 29.03.2018, 18:26
Pablo Nop Pablo Nop ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.03.2010
Beiträge: 987
Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
[...viel über Apps...]

Im Grunde bräuchte man auch gar keine Kinder mehr. Die Eltern starten einfach eine Kinder-App.
Wo bleibt in diesem Bild eigentlich Mac-TV?
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  #35  
Alt 29.03.2018, 21:31
QWallyTy QWallyTy ist offline
Erfahrener Benutzer
 
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Ort: tiefstes Sauerland
Beiträge: 17.403
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Moin,

habe jetzt im Schnelldurchlauf das Video geschaut und mir stellen sich da doch noch ein paar Fragen wie Apple sich das denkt:

Tastatur gibt es von Haus aus nicht. Das längere Texte über die virtuelle Tastatur getippt werden und die Schüler dabei noch dem Unterricht folgen können glaube ich eher nicht. Und was passiert wenn ich 20 BT Tastaturen auf so engem Raum wie einem Klasenzimmer nutze geht das überhaupt ohne großere Probleme?

Multiuser - sehr interessant aber extrem wahrscheinlich dass das nur mit Apples Schul MDM Lösung gehen wird (die weder ausserhalb der USA zum Einsatz kommt noch für Vereine oder gar Familien genutzt werden kann).

Toll was Apple da alles den Lehrkräften zur Verfügung stellt aber will ich das ein Unternehmen so massiv in das Lernen meiner Kinder eingreift?

Digitales Lernen / Digitale Klassen scheint wirklich ein sehr komplexes Thema zu sein bei dem ich - wie Jörn es auch mit seiner Nutzung des Netzes beschreibt den Eindruck habe dass da noch viel im Dunkeln gestochert wird und ein wirklich stimmiges Konzept für das Lernen der Zukunft noch lange nicht erreicht ist.
__________________
QWallyTy
MBP mid 2015 / iPhone 7+ / iPad Pro 12 / iPad mini 3 / AW 2 DLC
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  #36  
Alt 29.03.2018, 23:01
hopsing27 hopsing27 ist offline
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Beiträge: 63
Ich denke da immer an profane Sachen:
Warum müssen heranwachsende Schüler immer noch 20 kg schwere Taschen mit Büchern und Heften durch die Gegend schleppen?
Das ist doch irre, das sich da im Vergleich mit meinem Schulbesuch in den 70er Jahren überhaupt nichts geändert hat.
Warum müssen die versifften Bücher der Vorgängerklassen weiter benutzt werden, in die man noch nicht mal schreiben darf. Man wird als Eltern genötigt diese in einem Schreibwarenladen einbinden zu lassen. So ein tolles Gerät wie ein iPad ließe sich doch für alle Schulfächer universell einsetzen.
Das ist doch im Prinzip eine kleine Tafel, wie sie Schüler im 19. Jahrhundert schon nutzten, nur viel besser. Aber der Willen, dies einzusetzen ist leider noch nicht vorhanden. Ich versteh‘s nicht.
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  #37  
Alt 29.03.2018, 23:23
QWallyTy QWallyTy ist offline
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Beiträge: 17.403
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Ich vermute mal schlicht und einfach Geld

Bücher kaufst du einmal und gut ist (bis sie dann zerfallen). Sie brauchen ausserdem keinen Strom.

iPads, ChromeBooks, … müssen geartet werden, es braucht die Inffrastruktur, entsprechendes Lehrmaterial, …

Solange sich da nicht schon was im Lehramt Studium tut werden die Lehrer auch die nächsten 15 Jahre überwiegend alte und schwere Bücher nutzen.
__________________
QWallyTy
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  #38  
Alt 30.03.2018, 17:55
tfmac tfmac ist offline
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Zitat:
Zitat von QWallyTy Beitrag anzeigen
Ich vermute mal schlicht und einfach Geld
Bücher kaufst du einmal und gut ist (bis sie dann zerfallen). Sie brauchen ausserdem keinen Strom.
.
Du hast keine Kinder?
Also ich bin da ganz bei hopsing27
Was einem Lehrbücher kosten, den Gebrauchte sind kaum zu nutzen, und wenn man keine eigenen Kauft auch nicht zu annotieren...
Da ist man nicht weit vom Schüler iPad weg.
Gewicht und Möglichkeiten mal ganz aussen vor gelassen
__________________
ich bekenne mich zum lichtscheuen Gesindel... ;-)
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  #39  
Alt 30.03.2018, 18:10
QWallyTy QWallyTy ist offline
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Beiträge: 17.403
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Moin,

es geht ja nicht darum was für Eltern oder Kinder gut ist sondern was der entsprechenden Schulbehörde am wenigsten Arbeit macht.
__________________
QWallyTy
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