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Hat Apple in vieler Hinsicht seinen ursprünglichen Weg verloren? - Seite 4 - Mac-TV.de
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  #31  
Alt 02.01.2018, 11:44
generator generator ist offline
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Registriert seit: 21.10.2015
Beiträge: 2
Kaum 2018 und schon wieder eine Debatte über "Mac vs. Win-PC? Damit beginnt dann das Jahr 2018 wie alle Jahre zuvor.

Mittlerweile sollte doch jedem klar sein dass die Frage nach PC oder Mac nur persönlicher Natur ist. Man darf nicht immer von sich auf andere schließen. Beide Systeme anhand einer Teileiste zu vergleiche erscheint mir persönlich auch eher sinnfrei. Es ist doch immer die Summe aller Teile für was ich mich letztendlich entscheide. Hardware, Betriebssystem, Software, etc.

Ich selber arbeite mit Adobe CC und verschiedener Audiosoftware. Früher nutzte ich immer G4, G5 und später den ersten MacPro. Damals hatte ich aber das Gefühl die Kisten waren nach einem Jahr schon wieder zu langsam. Ende 2013 bin ich auf den iMac umgestiegen und habe es bisher nicht bereut. Die Performance reicht mir (Adobe CC und Logic X) bis heute dicke. Das war früher leider nicht so.

Ich bin mir ziemlich sicher dass ich in Zukunft wieder auf einen iMac setzen werde. Für Videoschnitt, 3D-Rendering mag das vielleicht anders aussehen. Wobei ja Apple da nun auch Geräte im Angebot hat … In diesem Sinne …

Frohes Neues Jahr!
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  #32  
Alt 02.01.2018, 17:54
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.549
Für mich persönlich wäre es enttäuschend, wenn Apple einfach einen erweiterbaren Standard-PC-Kasten auf den Markt bringen würde. Irgendein Mainboard, Lüfter drauf, fertig. Genau dann würde ich sagen, dass Apple die Orientierung verloren hat.

Der große Vorteil bei Apple sind doch gerade jene Geräte, die man nicht selber bauen kann, weil dazu große Ingenieurskunst und maßgefertigte Bauteile nötig sind. Davon braucht Apple mehr (und häufigere Upgrades), und nicht weniger.

Ja, es war enttäuschend, dass der Mac Pro nie aktualisiert wurde, obwohl der Witz der Konstruktion ja gerade darin lag, dass trotz des kompakten Designs alle wesentlichen Komponenten einfach zu tauschen gewesen wären. Das Ding besteht ja im Grunde aus lauter Steckkarten.

Aber Apples Bemühen, etwas leises, angenehmes und freundliches zu konstruieren, war genau richtig. Vielleicht hat es am Ende für manche Szenarien nicht funktioniert, das mag sein. Aber die Lösung dafür ist doch nicht, dass Apple nun zu einer 08/15-Bauweise zurückkehrt. Dann würden auch die ganzen alten Probleme zurückkehren, die man eigentlich lösen wollte.

Erstens, Computer im Büro und Wohnzimmer sollten flüsterleise sein. Das ist kein Luxus, sondern notwendig und nicht verhandelbar. Nicht im Jahr 2018.

Zweitens, warum sollten Computer auf dem Boden stehen? Dies als große Weisheit zu verklären halte ich für falsch. Vielleicht mag es in manchen Szenarien nicht anders möglich sein -- aber warum eigentlich? Es kann mir niemand weismachen, dass man das nicht besser lösen kann.

Drittens, warum sollte man technische Probleme einfach aussitzen, anstatt sie zu lösen? Apple bietet Lösungen an, bei denen andere Hersteller einfach die Schultern zucken.
Beispiel 5k:

Dies funktioniert nämlich nur mit Thunderbolt, weil die Pixel dann als "Daten" und nicht als "Video" transportiert werden können. "Video" hat nicht genügend Bandbreite, Thunderbolt-Daten schon.

Das Problem: Wie gelangen die Video-Daten der Grafikkarte in den Thunderbolt-Bus? Denn das Display muss an den Thunderbolt-Port angeschlossen werden, nicht am Video-Ausgang der Grafikkarte, da der Video-Ausgang nicht genügend Bandbreite liefert.

Apple löste das Problem erstmals beim Mac Pro 2013 und führte dazu besondere Multi-Pin-Verbindungen für die Grafikkarten ein. Man schloss dann sein Display nicht mehr am Video-Ausgang der Grafikkarte an, sondern am Thunderbolt-Port. (Damals reichte es dennoch nicht für 5k, aber immerhin war die technische Grundlage gelegt.) Einen klassischen Video-Port, der direkt mit der Grafikkarte verbunden war, gab es gar nicht mehr.

iMacs bieten 5k, weil hier ebenfalls die Daten des Grafikchips intern als "Daten" und nicht als "Video" verarbeitet werden, d.h. es gibt ebenfalls gar keinen "dummen" Video-Ausgang mehr, sondern nur noch Thunderbolt. Kein anderer Hersteller kann das bieten.

Manche Hersteller "lösten" das Problem dadurch, dass der Anwender mit einem 5 cm langen Kabel die Signale von der Grafikkarte wieder zurück in einen der Thunderbolt-Ports stöpseln sollte -- und an einem weiteren Thunderbolt-Port hing dann das 5k-Display. Eine Spitzenidee!

Das zeigt, dass man 5k-Systeme nicht dadurch realisieren kann, dass man einfach eine irre Grafikkarte in einen PCI-Slot steckt. Das ist vielleicht in Zukunft wieder möglich, wenn DisplayPort aufgebrezelt wurde. Aber mittlerweile wollen wir, dass unsere Monitore außerdem Ethernet, USB und eine HD-Webcam bieten und als Hub fungieren. Und da fummeln wir eben noch ein paar weitere Kabel an unser teures 5k-Display dran, weil DisplayPort eben nur Video beherrscht. Tolle Idee!

Apple hingegen sendet alles elegant über ein Thunderbolt-Kabel.
Viertens sehe ich nicht ein, warum PCs aussehen müssen wie PCs. Wehmütig erinnere ich mich an die 80er-Jahre, als Computer noch aufregend waren, und als jeder Computer immer auch ein ganz neuer Wurf war. Man war jedes Jahr erneut verblüfft, überrascht und begeistert.

Wenn so aufregende Geräte wie Computer plötzlich langweilig werden, dann stimmt da was nicht. Wenn Dell und HP nach 30 Jahren nichts weiter zustande bekommen haben als beige Kisten, dann sollten sie ihren Job an den Nagel hängen. Im Grunde haben diese Leute den Zauber, der von PCs mal ausging, verraten und an der Börse billig verhökert.

Wenn Dell und HP irgendwann verschwinden sollten, dann wird der Welt nichts fehlen. Ma braucht sich nur deren Webseiten anzusehen, um festzustellen, dass diesen Leuten ihre eigenen Waren völlig egal sind.
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  #33  
Alt 05.02.2018, 20:27
DocHollywood DocHollywood ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.02.2009
Beiträge: 1.767
Vielen Dank Apple: habe heute bemerkt, dass ich meine eMails mit Time Machine nicht mehr herstellen kann (dauernd tritt eine Fehlermeldung auf). Wenn mein iPad ohne mein iPhone am iMac geladen wird entsendet es andauernd Signaltöne aus (sehr nervend).

Ich bin froh, dass ich vorerst Nichts mehr von Apple gekauft habe. Die Entscheidungs- und Informationspolitik dort geht mir richtig auf die Nerven. Und ganz besonders die Softwarequalität.
__________________
iMac (Ende 2013, 3,2 GHz, Fusion Drive, 16 GB RAM, OS X 10.13.5) • iPad Air 2 Cellular (64 GB, iOS 11.4.1) • Time Capsule (2014, 2 TB) • iPhone 6S (64 GB, iOS 11.4.1)
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  #34  
Alt 11.02.2018, 15:17
Ruegge Ruegge ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.226
Ich könnte hier auch seitenweise Dinge aufschreiben die mir an Apple Produkten nicht gefallen, wobei viele Dinge einfach zu lösen/implementieren wären, aber Apple protzt lieber mit neuen Funktionen statt das Vorhandene mal rund zu machen und unter iOS und macOS in den Apps die gleichen Funktionen anzubieten. Statt Arbeiten im Detail beweihräuchert sich Apple lieber, das gefällt mir nicht. Ich habe es aufgegeben etwas darüber kund zu tun. Mitunter schreibe ich ein Feedback an Apple, was anscheinend im Rundordner landet...
Schlechte Qualität liefern andere Hersteller auch, Apple eben auch - da ist kaum ein Unterschied, außer das Apple sehr schnell inkompatibel zu sich selbst wird, also „alte“ Zöpfe schnell abschneidet, wobei alt bei Apple so 2-3 Jahre bedeutet...
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  #35  
Alt 12.02.2018, 15:55
DocHollywood DocHollywood ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.02.2009
Beiträge: 1.767
Zitat:
Zitat von Ruegge Beitrag anzeigen
Ich könnte hier auch seitenweise Dinge aufschreiben die mir an Apple Produkten nicht gefallen, wobei viele Dinge einfach zu lösen/implementieren wären, aber Apple protzt lieber mit neuen Funktionen statt das Vorhandene mal rund zu machen und unter iOS und macOS in den Apps die gleichen Funktionen anzubieten. Statt Arbeiten im Detail beweihräuchert sich Apple lieber, das gefällt mir nicht. Ich habe es aufgegeben etwas darüber kund zu tun. Mitunter schreibe ich ein Feedback an Apple, was anscheinend im Rundordner landet...
Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit: eine Bekanntin hat sich vor kurzem ein MacBook Pro gekauft. Sie fragte mich dann was das für ein komischer Finder sei. Sie hätte sich doch aufgrund guter Qualität für Apple entschieden. Zum Glück konnte ich ihr Spotlight zeigen, was aber z.B. in iOS keine Safari Leseziechen findet ().

Alter Mist wird jahrelang liegen gelassen bzw. völlig überteuert auf dem Markt gelassen (z.B. Time Capsule). Wirkliche Produktpflege AUF ALLEN Plattformen gibt es nicht mehr. Hier und da wird es Etwas notgezwungen nachgebessert. Umso länger ich nun keine Apple Produkte mehr erneure desto klarer wird mir dies.
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iMac (Ende 2013, 3,2 GHz, Fusion Drive, 16 GB RAM, OS X 10.13.5) • iPad Air 2 Cellular (64 GB, iOS 11.4.1) • Time Capsule (2014, 2 TB) • iPhone 6S (64 GB, iOS 11.4.1)
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  #36  
Alt 12.02.2018, 17:46
Jörn Jörn ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.549
Die Frage ist doch, ob Apple seinen "ursprünglichen Weg" verloren hat. Die Frage ist nicht, ob Apple etwas tut, was jemandem (oder seiner Freundin) nicht gefällt. Das ist doch das Thema des Threads, oder nicht?

Apple hat schon immer das Alte auf sich beruhen lassen, um sich dem Neuen zuzuwenden.

Apple I Bastler-Bausatz - > professioneller gefertigter PC mit dem Apple II.

Apple II -> Macintosh

Macintosh -> iPad

iPod -> iPhone

AppleWorks -> iWork (auf Mac, iPad, iPhone, Web)

Sync -> iCloud

iTunes Store -> Apple Music.

Der Wechsel (und die Bereitschaft dazu) scheint also genau das zu sein, was man als "Apples Weg" bezeichnen kann. Dass man dazu auch lieb gewonnene Dinge zur Seite legen muss, ist vermutlich die Kehrseite der Medaille. Aber kann man es Apple vorwerfen, mit dem Argument, sie hätten ihren Weg verloren?
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  #37  
Alt 23.02.2018, 07:40
woreich woreich ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 544
Nein - Apple hat seinen Weg nie verlassen, wie dieses nette Video zeigt:

https://youtu.be/_hnOCUkbix0

Viel Spaß !
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  #38  
Alt 30.03.2018, 11:34
QWallyTy QWallyTy ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: tiefstes Sauerland
Beiträge: 17.403
QWallyTy eine Nachricht über AIM schicken
Moin,

bilde ich mir das nur ein (in der Erinnerung verklärt man ja gerne mal was) oder ist iOS 11 das schlechteste Mobile Betriebssystem von Apple bzw. hat Apple den Mund letztes Jahr viel zu voll genommen?

Hier mal stichpunktartig meine Gedanken
- 11 ist halb rum es fehlen aber immer noch Core Features (AirPlay2 / Message iCloud).
- es gab (gefühlt) noch nie so viele Patches wie für 11. Ist das nur weil Apple mehr fixt oder was ich eher vermute weil sie mit 11.0 albsolute Bananenware ausgeliefert haben?
- iOS HomePod lässt auch Core Features wie Multiroom, AirPlay 2, Stereo vermissen.

Vor allem erschreckend wenn man auf den Kalender schaut und sieht dass in knapp 9 Wochen wohl iOS 12 auf der WWDC vorgestellt wird.
Jetzt stellt sich natürlich (wie schon oft) die Frage woran es liegt
- hat der Bau und Umzug ins neue HQ gestort?
- sind die Jahres Zyklen einfach nicht mehr haltbar?
- Sind die Apple Entwicklerteams nicht schnell genug gewachsen?
- funktioniert die Strategie der kleinen Teams vielleicht einfach nicht mehr?
__________________
QWallyTy
MBP mid 2015 / iPhone 7+ / iPad Pro 12 / iPad mini 3 / AW 2 DLC
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  #39  
Alt 30.03.2018, 21:06
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.549
Sind AirPlay 2 und "iCloud Messages" wirklich "Core Features"?

Sicherlich sind es wichtige Funktionen, auf die wir uns freuen. Aber wenn's jetzt wirklich erst mit iOS 12 kommt, dann ist es auch auch kein Drama. Für mich persönlich ist wichtiger, dass die vorhandenen Funktionen gut und zuverlässig funktionieren und nicht immer weitere offene Baustellen entstehen.

Die Frage ist, ob sie's überhaupt hätten ankündigen sollen, bevor es fertig ist. Aber so ist das nunmal bei Software: Manchmal merkt man erst am Schluss, dass es noch ein riesiges Problem gibt, welches vorher nicht sichtbar war. Manchmal entdeckt man die Chance für zukünftige Features, für die man aber die Grundlagen für Version Eins wieder einreissen muss. So ist das nunmal.

Da ich die Entwickler-Betas auf meinen Geräten benutze und daher die Menge der Beta-Updates mitbekomme, kann ich sehen, dass Apple mit großem Tempo und vielen Beta-Tests arbeitet. Eigentlich würde ich erwarten, dass die finalen Versionen dann völlig fehlerfrei sind, aber das ist kurioserweise nicht der Fall. Vielleicht gibt es sowas gar nicht, sei denn, man bliebe völlig auf der Stelle stehen.
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  #40  
Alt 30.03.2018, 23:05
daikoma daikoma ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.649
... zumal Airplay 2 wohl im wesentlichen von Leuten gebraucht wird, die zwei Homepods gekauft haben oder bald kaufen wollen. Das sollten ziemlich wenige Anwender sein. Diese Geräte gibt es ja in den meisten Ländern noch nicht mal zu kaufen.

Und auch bei iMessage würde ich sagen, safety first. Das bisherige System funktioniert ja gut und sicher. Wollen sie zum Start vielleicht gleich mit einem Patzer loslegen?

Ich kann auf beides sehr gut warten und vermisse nichts. Bei iOS 11 hatte ich bei meinen Anwendungsfällen konkret auch nie nicht die geringsten Probleme. Es gab Probleme, die durch die Blogosphäre sausten, die haben mich konkret eigentlich aber nie betroffen. Das schlechteste System aller Zeiten sieht sicher anders aus.

Mein Gefühl ist auch eher, dass wir uns an laufende Updates gewöhnen sollten, wo immer mal neue oder verbesserte Funktionen dazukommen und ansonsten gefixt wird. Alle zwei, drei Jahre mit einem großen Bäng! rauskommen (oder eben auch nicht), wird es nicht mehr geben. Das halten die meisten anderen Softwarehersteller ja mittlerweile genauso.
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