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Facebooks geheimes Geschäftsmodell - Mac-TV.de
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  #1  
Alt 18.05.2012, 09:44
DerSchnelleElch DerSchnelleElch ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 1.046
Facebooks geheimes Geschäftsmodell

Heute ist Facebook-Day!

Und wer sein Geld gerne verschenken möchte, sollte unbedingt in diese Aktie investieren.
Was passiert denn so mit dem Geld?

Hier ein paar süffisante Informationen (leider Fakten):

1. Jeder Mitarbeiter bekommt heute 1 Mio US$ (JEDER!!!)

Tja, FB ist wohl beim Start 104 Mrd. US$ wert und 32,4% der Aktien gehören der Belegschaft. Sind also statistisch ne Mio für jeden.
Aber es wird sein wie bei Microsoft. Die Putzfrau bekommt 100.000 und der Manager so 5 Mio. Haha. So, nu wissen wir zumindest, wohin ein Großteil des Geldes fließt. Na ja, wer 12 Mitarbeiter, die keinen Gewinn erwirtschaften für eine Milliarde kaufen kann (Instragram), der hat entweder zu viel Geld oder ziemlich viele Dummköpfe, die es ihm geben. Aktionäre etwa?

2. Menschen arbeiten kostenlos

Eigentlich nichts neues, aber schon erstaunlich. Es gibt Leute, die arbeiten in der Produktion von Facebook völlig kostenlos. Jeden Tag so eine Stunde. Sie bekommen dafür nicht einen einzigen Euro. Im ernst. Erstaunlicher Weise glauben diese Leute auch noch, sie seien Kunden. Sind sie aber nicht. Es sind Arbeiter. Facebook hat diese Arbeiter Mitglieder genannt und die Mitglieder arbeiten jeden Tag völlig kostenlos dafür, dass die Facebook Kunden (Werbefirmen) den Arbeitern auch noch etwas verkaufen. Und damit kann man also 100 Milliarden machen. Lass die Leute umsonst arbeiten und am Ende verkaufst Du ihnen auch noch was. So eine fantastische Idee hat Marki-Boy zum Wunderkind der Werbefirmen gemacht und er hat jetzt die größte Werbebude. Mehr ist Facebook ja nicht. Aber das hat bis heute noch keiner geschafft, weil alle noch denken, dass Kunden = Kunden sind. Marki hat aus Arbeitern = Kunden gemacht. Wie genial ist das denn?

3. Ist Facebook wirklich eine Aktiengesellschaft?


Hm, mal nachdenken. Die Idee einer Aktiengesellschaft war es, dass die Aktionäre, denen das Unternehmen gehört, über eben dieses bestimmen können. Auch hier hat Marki-Boy sich in seiner muffeligen Studentenbude was feines ausgedacht, die by the way heute durch eine 100 Mio Euro Villa eingetauscht werden kann. Er dachte sich: Ich mach mal A-Aktien und B-Aktien. Bei den A-Aktien gibts eine Stimme und bei den B-Aktien, von denen ich eigentlich alle behalte ein Vielfaches. Kurz um: Obwohl Marki nur 28% von Facebook gehört, hat er 57% Stimmrechte. Bedeutet: Er kann schalten und walten, wie er will. Völlig unkontrolliert und die Aktionäre sind wie doofe Hammel, die ihm hinter her laufen MÜSSEN. Ähm, auch die Banken! Will nicht heißen, dass er alle zur Schlachtbank führt, aber melken wird er alle. Ordentlich. Genial, dieser Typ. Wie hat er das nur geschafft?

FAZIT?

Also, Facebook ist eine tolle Idee zum Geld drucken, indem man die Arbeiter nicht bezahlt, ihnen etwas verkauft, was man selber nicht herstellt und Geld von Investoren nimmt, die nix zu sagen haben. Wouf - wenn das nicht ausgebufft ist!

Hätte mir einer 2004 gesagt, dass man damit 100 Milliarden verdienen, äh, ich meine einsammeln kann, hätte ich ihn für völlig durchgeknallt erklärt. Was sagt uns das? Man muss schon ganz schön schräg drauf sein, in so einen Laden Geld zu investieren … Aber es funktioniert offenbar. Für Marki-Boy 100%.

Herzliche Grüße
Euer Elch

PS: Apple ist derzeit mit einer P/E-Ratio von knapp 13 viel zu billig und bei 530 US$/Share einen Kauf wert. Würde der gleiche Maßstab (PE) bei Apple angesetzt werden, wie er heute für Facebook gilt, hätte Apple eine Marktkapitalisierung von über 2 Billionen US$. Nichts dagegen, aber das wäre einfach überbewertet. Oder?
__________________
Das habe ich nie gesagt.
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  #2  
Alt 18.05.2012, 09:54
mattin mattin ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Graz
Beiträge: 1.365
mattin eine Nachricht über AIM schicken mattin eine Nachricht über Skype™ schicken
Es gibt derzeit 4 Firmen, die die Märkte von morgen definieren. Facebook (social), Google (internet), Apple (medien und mobile) und Amazon (storage).

Überbewertet? Habe ich noch keine Meinung dazu. Gefühlt könnten die Vorschusslorbeeren aber gerechtfertigt sein.
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  #3  
Alt 18.05.2012, 10:00
DerSchnelleElch DerSchnelleElch ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 1.046
Stimme nicht zu. Apple generiert derzeit historische Gewinne (keine erwarteten, sondern zu versteuernde reale Gewinne) auf Basis hoch innovativer Produkte, die bereits neue Märkte geschaffen haben (Vergangenheit) und sie sind mitten drin.

Google ist auch ne tolle Werbefirma, die auch noch andere Sachen machen und amazon schiebt richtig fleißig Waren hin und her. Am Ende des Tages bleibt sogar was übrig, wenn die Retourenquote nicht all zu hoch ist und amazon für jeden Kindle Geld drauf legt.

FB ist nicht vergleichbar, weil es bisher noch keiner geschafft hat, dass alle umsonst für ne Firma arbeiten. FB hat das geschafft und das ist eine Revolution. Vielleicht vermehrt sich diese Basis. Vielleicht arbeiten die Leute noch mehr umsonst, wenn FB weitere Ruderplätze in der Galeere anbietet (zusätzlicher Services genannt), aber ob das alles Geld abwirft?

Ein Mac-User, der AdBlock als PugIn installiert hat, sieht ja die ganze FB-Werbung gar nicht. Letztes hatte ich einen Analytiker für FB-Kampagnen in meinem Büro und der rieb sich die Augen, als er keine Werbung auf meinem Schirm sah. 2 Minuten später verabschiedeten wir uns. Hehe ...
__________________
Das habe ich nie gesagt.
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  #4  
Alt 18.05.2012, 10:37
mdmtv mdmtv ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 5.874
mdmtv eine Nachricht über AIM schicken
Es heisst doch "Das Geld für sich arbeiten lassen." Genau das will man mit Aktien tun, das eigene Geld soll ohne eigene Leistung noch mehr Geld "verdienen". Am Ende verdient aber natürlich nicht das Geld mehr Geld, sondern Menschen, die nur ihre Arbeitskraft haben.
Und ob ich jetzt meinem Sparkassenberater vertraue, dass er meine Rente im Rohstoff-Fonds wirklich gut angelegt hat, oder Herrn Zuckerberg, ist qualitativ doch das gleiche. In den Regionen hast Du als Kunde a) nichts zu sagen und b) keinen Einblick hinter die Kulissen, denn sonst würdest Du es ja selbst machen.
Es ist die Gier, die sich durch den Lemming-Effekt potenziert. Letzte Woche hiess es noch, Facebook würde bei institutionellen Anlegern wenig Interesse hervorrufen, was macht Zuckerberg: Erhöht den Preis der Aktie auf 38 Dollar. Das ist Zockerei, wie beim Pokern. Du bluffst? Ich gehe mit. "Problem" ist: Zuckerberg hat das Geld bereits, das andere erst verdienen wollen. Da würde ich mich Gedanken zur Motivation machen.
Aber am Ende kann der Plan aufgehen, es stehen knapp 1 Mrd. Menschen dahinter, die jeden Tag für Facebook arbeiten, wie Du sagst, und ich sehe nicht, dass sich das auf absehbare Zeit ändern wird.
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  #5  
Alt 18.05.2012, 15:11
lord smarty lord smarty ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 17
Zitat:
Zitat von DerSchnelleElch Beitrag anzeigen
[...] der hat entweder zu viel Geld oder ziemlich viele Dummköpfe, die es ihm geben. Aktionäre etwa?
Die Aktionäre kamen ein paar Tage später. Zuckerberg hat mit dem Geld von Investoren Instagramm praktisch im alleingang gekauft. Ich glaube das war ein sehr kluger Schachzug.

Zitat:
Zitat von DerSchnelleElch Beitrag anzeigen
Facebook hat diese Arbeiter Mitglieder genannt und die Mitglieder arbeiten jeden Tag völlig kostenlos dafür, dass die Facebook Kunden (Werbefirmen) den Arbeitern auch noch etwas verkaufen.
Ich glaube immernoch, dass der Hauptnutzer von Facebook nicht die Werbekunden, sondern die NSA ist. Mit den Informationen zu denen sie sich so Zugang verschaffen kann lässt sich die Welt 1000 bis 1200 mal besser regieren als ... ups! Nee, diese Zeile ist aus "Tron", aber irgendwie hat das MCP ja auch recht, oder?
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  #6  
Alt 19.05.2012, 21:28
mattin mattin ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Graz
Beiträge: 1.365
mattin eine Nachricht über AIM schicken mattin eine Nachricht über Skype™ schicken
Facebook legt privates nur so weit offen, wie der User es möchte.
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  #7  
Alt 20.05.2012, 01:20
Snomi Snomi ist offline
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Registriert seit: 09.06.2010
Beiträge: 1.637
Am liebsten höre ich so Aussagen wie die von "albert-thomas" von Menschen, die sich bei Facebook nicht angemeldet haben, bzw. noch nicht wissen, dass man einfach für sich behalten kann, was man nicht erzählen möchte.
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  #8  
Alt 20.05.2012, 08:27
applelizer applelizer ist offline
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Registriert seit: 25.08.2009
Ort: 3Km vor Frankreich
Beiträge: 4.773
applelizer eine Nachricht über AIM schicken
Sobald die erste Werbung im Vollformat durch Browserfenster rutscht die man schlecht blocken kann , werden die ersten gehen.
__________________
Bin hier zu finden: neckbreaker.de
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  #9  
Alt 20.05.2012, 09:20
Ruegge Ruegge ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.243
Das mit den Stimmrechten und Anteilen ist sehr interessant. FB könnte die nächste grosse .COM Blase werden die platzen wird.
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  #10  
Alt 12.06.2012, 16:13
Maxima Maxima ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.04.2010
Beiträge: 3
Das denke ich auch, das FB eine Blase ist. Die stellen nichts her was Wert haben könnte. Das kann nicht gut gehen...
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