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Jahreswechsel Shitstorms um Apple - Seite 2 - Mac-TV.de
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  #11  
Alt 21.12.2018, 10:47
mkummer mkummer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.436
Wogegen ich mich hier mit meinem Beitrag wende, ist, dass Vermutungen und Behauptungen (und nicht abgeschlossene gerichtliche Auseinandersetzungen) von sogenannten „Fachformen“ als harte Fakten dargestellt werden und dann - jedesmal gleich - hunderte von nicht Betroffenen ihren Empörungssturm lostreten. Verantwortungsvoller Journalismus beinhaltet Recherche und nicht umüberprüftes Abschreiben. Ein gutes Beispiel sind die ewigen Meldungen zu rückläufigen erwarteten Verkaufszahlen. Warum wartet man. nicht einfach die offiziellen Quartalsberichte ab und weiss dann wo man dran ist. Das gibt natürlich keine Klicks.
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  #12  
Alt 21.12.2018, 15:21
Victor Hugenay Victor Hugenay ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 78
Zitat:
Zitat von mkummer Beitrag anzeigen
Ich würde mich nur freuen, wenn man gerade in Mac-Foren nicht so einen Müll lesen müsste. Meinen eigenen Beobachtungen zur Folge gibt es nämlich in diesem Bereich überwiegend positives darzustellen. Ich habe Freude an meinen Sachen.
Es ist nunmal so, dass Foren heute überwiegend zur Problemlösung aufgesucht werden. Austauschplattformen, in denen Leute wiederholt beschreiben wie schön alles ist, befinden sich heute wohl eher auf Facebook und Co.. Vielleicht findet sich da ja was wie die „glücklichen Apple Nutzer“ oder so.

Ansonsten die Empfehlung: nicht täglich auf den immer gleichen Seiten mit gleichem Themenbezug unterwegs sein. Gibt so viel mehr da draussen. Frohe Weihnachten!
  #13  
Alt 21.12.2018, 15:42
mkummer mkummer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.436
Danke, ebenso!
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Geändert von mkummer (21.12.2018 um 16:58 Uhr).
  #14  
Alt 21.12.2018, 16:37
Jörn Jörn ist gerade online
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.805
Zitat:
Zitat von jankernet Beitrag anzeigen
Apple nimmt freiwillig die nächsten Tage die iPhone 7+8 aus dem Verkauf also muss da schon bisschen mehr dran sein.
Mehr kann ich zu dem Thema nicht sagen - ich schätze aber Apple so ein, dass da eher Qualcomm im Recht ist.
Vielleicht ist das ein ganz gutes Beispiel. Die Fakten stimmen so nicht, aber die Presse (oder generell die Medien im Web) präsentieren es auf diese Weise. Dann muss es wohl stimmen?

Weder macht Apple irgendwas freiwillig, noch hat ein Gericht entschieden, dass irgendwer recht hat. Sondern das Gericht hat GERADE NICHT entschieden, dass irgendwer recht hat. Deswegen gibt es eine einstweilige Verfügung, die den Sinn hat, einen möglichen Schaden für den Kläger (Qualcomm) zu verhindern. Laut dieser Verfügung kann Apple verpflichtet werden, in den 15 deutschen Läden bestimmte iPhones nicht zu verkaufen. Sollte sich die Klage später als unbegründet herausstellen, muss Qualcomm den entstandenen Schaden bezahlen. Dafür muss Qualcomm ein Pfand von ca. 1,5 Milliarden Dollar hinterlegen.

Die Darstellung in manchen Medien, Apple wäre zu irgendwas verurteilt worden, oder Apple wäre des Patenklaus für schuldig befunden, ist falsch. Das Patent wurde technisch in der Verhandlung nicht weiter untersucht.

Es geht um ein Patent, das die Konstruktion eines Chips betrifft. Dieser Chip wird aber nicht von Apple hergestellt. Der Hersteller möchte nicht, dass seine Betriebsgeheimnisse veröffentlicht werden, deswegen konnte Apple vor Gericht nicht darlegen, wie dieser Chip exakt funktioniert. Qualcomm kennt das exakte Layout dieses Chips ebenfalls nicht, aber es konnte vage plausibel machen, dass die Möglichkeit einer Patentverletzung besteht. Apple konnte diesen Verdacht nicht ausräumen, weil sie, wie gesagt, die exakte Funktionsweise nicht offenlegen wollten.

Das Gericht konnte daher kein Urteil auf technischer Basis fällen. Die Frage der Patentverletzung bleibt offen. Jedoch hat Qualcomm einen Anspruch darauf, dass solange, wie eine plausible Möglichkeit der Patentverletzung besteht, kein weiterer Schaden angerichtet wird. Deswegen muss der Verkauf gestoppt werden, bis die Sache geklärt ist.

Apple kann sich nun entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Die betroffenen Geräte fallen im Herbst eventuell sowieso aus der Produktion, oder vielleicht kontert Apple tatsächlich auf technischer Basis, indem sie das Layout des Chips offenlegen.

Interessant ist, dass die Geschichte überall so dargestellt wird, dass Apple in der Defensive ist. Es ist die übliche Masche: Der König muss fallen! Ebensogut könnte man es so darstellen, dass Qualcomm eine ganze Industrie im Würgegriff hat und überhöhte Preise erzwingt, was laut Patentrecht untersagt ist. Apple wehrt sich dagegen, indem sie sich von allen Qualcomm-Bauteilen trennen und Alternativen verwenden. Das ist möglicherweise zum Nutzen des ganzen Marktes. Aber diese Art der Darstellung ist viel zu kompliziert.
  #15  
Alt 21.12.2018, 16:58
mkummer mkummer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.436
Danke Jörn, prima Darstellung und genau darum geht es eigentlich. Aber im postfaktischen Zeitalter spielen Fakten keine Rolle mehr, sondern nur, in welche Richtung man seine Leser kriegen will bzw. schlicht Aufmerksamkeit zu bekommen. Und Apple-Dresche ist dafür immer gut. Aber - wir haben ja nur eine Rosarote Brille.

Und - übrigens interessant, wie langlebig die entsprechenden Meldungen sind. Erst ist das verbogene iPad so interessant, dass jeder sich drüber empören muss - einen halben Tag später interessiert es keine Sau mehr. Es waren wohl doch keine 12000 Fälle? Oder gab es das überhaupt? Egal, auf geht’s - neuer Skandal!
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  #16  
Alt 21.12.2018, 18:19
Victor Hugenay Victor Hugenay ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 78
Zitat:
Zitat von mkummer Beitrag anzeigen
Danke Jörn, prima Darstellung
Yo, interessant. Diese Qualcomm-Geschichte hat mich ehrlich gesagt überhaupt nicht interessiert, gibt ja ständig solche Auseinandersetzungen. Aber die Details haben Pfeffer.

Bzgl. der verbogenen iPads: da Apple sich zu einer Stellungnahme mit gewissem Potenzial hat bewegen lassen denke ich schon dass es nicht so extrem selten vorkommt. Nur ist es jetzt halt so und es geht damit halt auch um Schadensminimierung für Apple. Ein betroffener Kunde hat vielleicht einen kleinen Kratzer am Ego, wenn sich der Android-Kumpel drüber lustig macht, aber die Geräte funktionieren doch wie bestellt. Wem es in den ersten Tagen nach dem Kauf auffällt tauscht es um, wem nicht: kanns vermutlich nicht so wild sein.

Ich bin mir dennoch sicher, spätestens bei der nächsten Generation lässt man sich etwas einfallen, um dies zu unterbinden.
  #17  
Alt 21.12.2018, 19:35
Jörn Jörn ist gerade online
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.805
Ja, die verbogenen iPads sind seltsam. Auf manchen Fotos sieht es krass aus, auf anderen nicht so sehr -- man muss bedenken, dass die Geräte so dünn sind, dass die Kamera immer sehr nahe an das Objekt heranrückt, und da sieht dann immer alles hysterisch aus.

Aber, wie gesagt, auf manchen Fotos hatte ich ebenfalls den Eindruck, dass es den Bereich des Vertretbaren übersteigt. So wie ich es derzeit verstehe, besteht ein Unterschied zwischen einem regelrechten "Knick" an einer bestimmten Stelle, und einer insgesamt etwas verzogenen Schale über die gesamte Länge. Ein Knick scheint mir ein Defekt zu sein. Eine etwas gebogene Schale könnte durchaus normal sein und dem Stand der Technik entsprechen.

Konstruktionen mit konkaven Schalen (wie bei den früheren iPads oder dem MacBook Air) verleihen dem Produkt eine Steifheit, die einer völlig geraden Schale (wie den neuen iPad Pro) fehlt; diese bräuchte dann weitere Verstärkungen. Aber vielleicht gab es gute Gründe, sich gegen weitere Verstärkungen zu entscheiden?

Mein eigenes iPad Pro 12,9" ist völlig plan. Ich kann nicht den winzigsten Anlass für Kritik erkennen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich irgendein Produkt im Haushalt eines anderen Herstellers habe, das die gleiche Qualität aufweist. Durch den Kamera-Bump liegen nicht immer alle vier Kanten auf dem Tisch auf, das ist normal. Dieser Effekt ist jedoch so winzig, dass man ihn gar nicht wahrnimmt, wenn man nicht darauf aufmerksam gemacht wird. Toleranzen wie diese sind der Stand der Technik, und ich finde, da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Echte Defekte sollte man natürlich umtauschen.
  #18  
Alt 21.12.2018, 21:38
woreich woreich ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 595
Ich glaube die Geschichte der verbogenen Pads eher nicht. Allerdings würde ich einen derartigen "Stand der Technik" keinesfalls akzeptieren. Noch nicht mal bei einem 300 €-Gerät.
  #19  
Alt 21.12.2018, 21:46
Jörn Jörn ist gerade online
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 7.805
Lol!

Apple sagt jetzt, die Toleranz beim iPad Pro betrüge maximal 0,4 mm, also weniger als ein halber Millimeter. Um diese Distanz darf sich die Ecke des iPads vom Tisch entfernen, wenn man es flach auf den Tisch legt. Diese Toleranz sei geringer als bei früheren iPads.

Meine Vermutung ist, dass man es bei früheren Designs einfach nicht so leicht beobachten konnte. Oder vielleicht war einfach News-Flaute?

Also watt nu?

Es müsste sich mit diesen Angaben leicht nachmessen lassen, ob ein Kunde ein defektes Gerät bekommen hat oder nicht, und ob es ausgetauscht werden muss.

Komisch, die bisherigen Berichte klangen ganz anders als 0,4 mm? Es klang eher danach, als böge sich das iPad wie ein Schuhlöffel.
  #20  
Alt 22.12.2018, 00:00
mkummer mkummer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.436
Tja Jörn, das habe ich auch gerade bei 9to5Mac gelesen. Ergo: Verge hat da einen ziemlichen Schuß in den Nebel getan und vor allem Apple offenbar nicht korrekt zitiert. Und weniger als 0,4mm Toleranz als Standard - also bitte! Kein Mensch würde das bemerken oder auf die Idee kommen, dass da überhaupt ein Problem vorliegt. Wieder einmal: ein Sturm im Wasserglas. Nebenbei die Artikel von Verge und auch von Forbes lassen was Seriosität betrifft mittlerweile einiges zu wünschen übrig. Scheinbar werden nicht nur von manchem Spiegelredaktuer Fakten erfunden. Die faktischen Klarstellungen erhalten natürlich nicht die Aufmerksamkeit wie die „News“. I call that „Shit Storm“. (Über diese ganzen „Meldungen“ könnte man im neuen Jahr vielleicht mal eine dezidierte Sendung machen?)
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