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Dateisysteme, OpenZFS - Seite 2 - Mac-TV.de
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  #11  
Alt 13.04.2014, 20:40
Tensai Tensai ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Esslingen
Beiträge: 2.508
CoreStorage ist keine Notlösung, TimeMachine schon eher.
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  #12  
Alt 22.04.2014, 20:27
Ruegge Ruegge ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.249
@Jbear:
Wie machst Du das mit dem Booten? haste Du 2 Laufwerke drin?
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  #13  
Alt 10.05.2014, 21:34
skrohm skrohm ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 17.09.2010
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 63
Hallo,

auch wenn ich es sehr begrüßen würde, wenn Apple in Sachen „Datensystem“ mal ein grundlegendes Update hinlegt, so wenig glaube ich daran, das ZFS sobald noch einmal ein Thema für Apple wird. Auf der anderen Seite ist das HFS+ durchaus weiterentwickelt worden und nicht mehr 1:1 die Fassung von OS 8.

ZFS gabs es in einer Server-Beta, 10.6 Server, wenn ich mich recht erinnere. Auch war in 10.5 oder so, ein Treiber für den lesenden Zugriff enthalten, alles Geschichte.

Meiner Meinung nach hat man bei Apple ZFS mit den eigenen „Server-Bemühungen“ zusammen beerdigt. Seit OS X 10.7 hat Apple die eigenständige Server-Version eingestellt, mit dieser auch gleich die Xserves, die Zertifizierung zum ACSA und auch sonst fast alles, was irgendwie mit „echten“ Servern und deren Umgebung zu tun hat.

Insgesamt wäre ZFS für den Desktop aber auch keine Lösung, die man wirklich haben will. Das ist, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen. ZFS verwendet 128 bittige Pointer, da die CPUs in den aktuellen Macs aber „nur“ eine Datenbreite von 64 Bit haben, wäre die Performance sicherlich nicht optimal. ZFS ist einfach für gaaaaanz große Datenmengen konzipiert und das hat man eher nicht auf einem Desktop. Da nützt einem die Integration des LVMs ins Dateisystem auch nicht viel.

Ich muss aber sagen, dass die Implementierung des LVM in Form von CoreStorage in der Praxis aus meiner Sicht eine gute Figur macht. FusionDrive und FileVault 2 machen nach meiner Erfahrung selten Probleme und sind sehr performant.

Gruß,
skrohm
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  #14  
Alt 06.08.2016, 19:00
BSFD BSFD ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 14
Auch wenn der Eintrag alt ist. Einiges muss anders gesehen werden.

Bezogen 2016: Apple hilft ein eigenes neues Dateisystem nur begrenzt, es bleibt wohl wieder eine Insel. Andere Betriebssysteme werden das kommende APFS wohl kaum auch noch implementieren? Bei ZFS sieht es so aus, dass es dieses Dateisystem mit Poolverwaltung für Solaris, BSD, Mac OS und Linux verfügbar ist. Ich setze ZFS beruflich und privat schon seit 2008 ein. Einige der alten Aussagen sind schlicht unüberlegt und/oder falsch. So wird der Speicherbedarf immer als extrem hoch angesehen und wohl verschwiegen, dass dies so bei Verwendung von Deduplikation ist. Meist steht da so etwas wie pro Terabyte braucht man ein Gigabyte RAM. Deduplikation ist aber nur in extrem begrenzten Bereichen überhaupt sinnvoll. Man sollte es nur einschalten, wenn man weiß was man macht! Einmal eingeschaltet, belegt es selbst ausgeschaltet einen gewissen Speicherbereich weiter. Funger weg davon. LZ4 Kompression ist sinnvoller.

Warum also sowas wie ZFS und auch andere fehlerkorrigierende Dateisysteme? Nun, wir werden mit 12TB großen Festplatten in den Bereich kommen, wo durch Bitfehler eine Wiederherstellung nicht mehr fehlerfrei möglich ist. Wird Apple unter dem APFS ein separates RAID einsetzen, bleibt zwar eine Fehlererkennung möglich, aber eine Fehlerkorrektur wird unmöglich. Letzteres bezieht sich auf alle externen RAID Boxen die man an den Mac anschließen kann. Solche Dateisysteme wie ZFS brauchen kein RAID, sie brauchen HBA (Host Bus Adapter) oder JBOD Speicher mit Einzelplattenzugriff.

In Kurzform: Wer 12TB an Daten heute umkopieren muß, der hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit schon einen zusätzlichen Fehler im Dateisystem. Wer glaubt das ein CRC hilft, der sollte sich CRC mal genauer ansehen! ZFS beispielsweise kann immer erkennen ob die Daten OK sind und sollte es redundante Kopien geben ist auch eine Reparatur möglich. Ich habe bewusst nicht RAID geschrieben. ZFS kann Dateien doppelt schreiben und so absichern, es kann bei einem RAID ähnlichem System die Daten redundant verteilen. Letztlich beruht auf diesem CopyOnWrite ähnlichem Konzept auch die Snapshot Technik. ZFS ist aber kein reines CopyOnWrite. Es ist eher so etwas wie ein AllocateOnWrite.

Hersteller von großen RAID Systemen wechseln derzeit nahezu alle in Richtung DDP (Dynamic Disk Pools), um dieser RAID Problematik aus dem Weg zu gehen.
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  #15  
Alt 07.08.2016, 11:11
Tensai Tensai ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Esslingen
Beiträge: 2.508
Apples neues Dateisystem dient in erster Linie dazu, den internen Dateisystem-Wildwuchs bei Apple selbst zu vereinfachen und den aktuellen und zukünftigen Erfordernissen anzupassen. Kompatibilität mit anderen Betriebsystemen ist für Apple völlig irrelevant. Einer der wichtigsten Schwerpunkte bei der Entwicklung, war die einfache und robuste Migration vom bisher verwendeten Dateisystem zum neuen. Für den Anwender selbst bringt das neue Dateisystem eigentlich kaum etwas, die Meisten werden überhaupt keinen Unterschied bemerken.
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  #16  
Alt 07.08.2016, 15:40
Berto Berto ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.06.2010
Ort: Stockstadt am Main
Beiträge: 426
Habe nun wieder ein neues (weiteres) protziges 48TB NAS im Keller. Ein (überholter) Beitrag über die verschiedenen Dateisysteme wäre sicherlich interessant. Auch, wenn man das meiste schon weiß: Mac-TV verpackt alles irgendwie gekonnt mit Charme und Witz, so dass sogar meine Frau gerne mitschaut. Wenn das mal kein Lob ist
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  #17  
Alt 07.08.2016, 21:48
BSFD BSFD ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 14
@Tensai, ein CopyOnWrite ähnliches Dateisystem ist halt kein Standard Dateisystem. Die Technik dahinter ist anders, ich denke/vermute eine Live-Migration wird es wohl nicht geben. Timemachine und Rücksicherung wird wohl möglich sein. Ich lasse mich da mal überraschen.

@Berto, ich glaube kaum, dass ein MacTV Beitrag über OpenZFS bringen wird. APFS wird sicherlich wieder hochgelobt in Mac-TV kommen, weil es Vorteile gegenüber HFS+ haben wird, aber man vergleicht es nicht korrekt mit anderen Dateisystemen. NTFS z.B. kennt auch schon CopyOnWrite, welches bei Microsoft sogar ein genaues CopyOnWrite Schema ist, auch dort gibt es Snapshots, die sich dort Schattenkopien nennen. Das Problem ist ZFS <> BTRFS <> NTFS <> HammerFS <> WAFL <> APFS. Jeder macht es wiederum etwas anders. CopyOnWrite ist eine Idee, aber die Realisierung ist nicht gleich. Damit APFS einen Sinn macht, muss es Snapshots und durchgehende Datenintegrität ermöglichen. ZFS ist halt mehr als nur ein Dateisystem!
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  #18  
Alt 07.08.2016, 21:55
Jörn Jörn ist gerade online
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Beiträge: 9.217
Zitat:
Zitat von SchaubHome Beitrag anzeigen
APFS wird sicherlich wieder hochgelobt in Mac-TV kommen, weil es Vorteile gegenüber HFS+ haben wird, aber man vergleicht es nicht korrekt mit anderen Dateisystemen.
Ist ja interessant zu lesen, dass ein Mac-TV-Beitrag, den es noch nicht gibt (!), fehlerhaft sein wird, und warum.

Mich würde dabei auch interessieren, wer die falschen Äußerungen aussprechen wird (Gerd oder Jörn) und ob der Beitrag wenigstens unterhaltsam sein wird.
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  #19  
Alt 07.08.2016, 22:05
Berto Berto ist offline
Erfahrener Benutzer
 
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Ort: Stockstadt am Main
Beiträge: 426
Lesen wir das ein "Challenge accepted"?
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  #20  
Alt 07.08.2016, 23:13
Jörn Jörn ist gerade online
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 9.217
Für mein Gefühl ändert Apples Entscheidung auch die Debatte darüber.

Früher hätte man endlos darüber philosophieren können, welches System am besten ist, oder welche Funktionen besonders gut gelöst sind, und wie Apple sich am besten entscheiden sollte. Ich finde das durchaus interessant. Aber da nun Apple eine Entscheidung getroffen hat, ist das eben nur noch theoretisch interessant, aber nicht mehr relevant. Die Würfel sind gefallen.

Zwei Dinge rücken für mich mehr in den Fokus:

Erstens: Apple hat eine Milliarde iPhones verkauft. In ein paar Jahren werden 1 Milliarde Apple-Geräte aktiv in Gebrauch sein. Verglichen mit den anderen "Experimentierfeldern" für diverse Dateisysteme (etwa OpenZFS) ist das gigantisch. Diese Masse ermutigt Apple, ihr eigenes Ding zu machen, um Lösungen zu finden, die genau den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Man kann lange darüber debattieren, ob eine bestimmte Funktion bei OpenZFS besser ist, aber hier geht es auch darum, wo Apples Prioritäten liegen. Bei so vielen Geräten lohnt es sich vielleicht, eine eigene Lösung exakt für diese Prioritäten zu entwickeln, auch wenn das bedeutet, dass nicht alle Funktionen die gleiche Aufmerksamkeit von Apple bekommen.

Zweitens: Apple ist am Steuer. Für Apple ist das meist der richtige Weg. Es bedeutet, dass sie der Sache eine gewisse Wichtigkeit zumessen und Einfluss nehmen wollen. Es bedeutet auch, dass nicht von Anfang an alle Funktionen vorhanden sind. Sondern es wird mit der Zeit wachsen. Deswegen finde ich einen Vergleich der Funktionen von OpenZFS und APFS nur dann aufschlussreich, wenn man berücksichtigt, dass Apple sich am Anfang eines Weges befindet.

Ich glaube nicht, dass Apple sich vor allem die Frage stellt: "Wie verwalte ich 100 TeraByte, verteilt über 10 Volumes?" Das ist wohl eher eine Sorge von Administratoren. Sondern Apple widmet sich vermutlich eher der Frage, wie man den Spagat von der Apple Watch bis hin zum Mac Pro schafft, bei Systemen, die mobil, beschränkt, batteriebetrieben und mies gepflegt sind, und bei denen die User keine Lust haben, sich um den ganzen Krempel zu kümmern. Wie gesagt, die Prioritäten haben sich enorm geändert, seit ZFS und OpenZFS auf den Weg gebracht wurden. Das gehört mit in die Debatte.

Geändert von Jörn (07.08.2016 um 23:30 Uhr).
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