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Die Schlacht um den Nachfolger von Flash - Mac-TV.de
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  #1  
Alt 24.02.2010, 08:23
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 3.913
Die Schlacht um den Nachfolger von Flash

Ob Flash nun in den nächsten Jahren obsolet werden wird oder nicht: Irgendwann gibt es auf jeden Fall einen Technologiewechsel. Flash wird, wie jede Technologie, nicht auf ewige Zeiten benötigt werden, und die Verbreitung von Flash wird aufgrund neuer Geräte und Plattformen nicht immer bei jenen fantastischen 98% liegen, die es im Moment für sich reklamieren kann.

Und während noch hitzig debattiert wird, ob Flash nun zum "kompletten Internet" unbedingt dazu gehört oder nicht, arbeitet man anderswo längst an der Nachfolgetechnik. Die Web-Programmierer beobachten schon seit einer Weile eine Art "grafische Revolution" im Internet, die sich derzeit ihre ersten Bahnen schlägt.

Wie wird der Nachfolger von Flash aussehen und wie wird es funktionieren?





Was hat Flash eigentlich so interessant gemacht, dass es so allgegenwärtig wurde? Der ursprüngliche Zweck, Grafiken möglichst schlank zu halten, ist heute ja nicht mehr relevant.

Es gibt zwei von einander unabhängige Gesichtspunkte, welche die Nützlichkeit von Flash ausmachen. Auf der einen Seite hat Flash eine technische Funktion, die darin besteht, dass es etwas ermöglicht, was ansonsten unmöglich wäre, nämlich programmgesteuerte Animationen.Technologisch gesehen geht es um eine Render-Engine, die in der Lage ist, schlanken Code in Grafik zu verwandeln.

Auf der anderen Seite hat Flash eine inhaltliche Funktion, die völlig losgelöst ist von der technischen Realisierung. Beispielsweise möchte jemand einen Flash-Banner erstellen, um für ein Produkt zu werben. Es müssen ein paar animierte Schriften her, und es ist eigentlich egal, wie diese technisch zustande kommen. Benötigt wird eine Software, mit der man diese Schriften erzeugen kann, und je simpler das ist, umso besser.


Bild: Verbreitung des Flash-Plugins (Quelle: Adobe).

Flash hat den Werbemarkt nicht deswegen erobert, weil die Render-Engine so grandios wäre, sondern weil eine Software existiert, mit der technische Laien diese Animationen billig zusammenkloppen können.

Es ist diese Kombination aus Generator-Software einerseits und Render-Engine andererseits, die Flash so erfolgreich gemacht hat. Es ist nicht Video. Video kam erst als trivialer Nebeneffekt hinzu, als Flash bereits überall installiert war.

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Wie konkurrenzfähig ist diese Kombination im Zeitalter von HTML5? Das ist die große Frage. Wie leicht kann man es ersetzen? Kann man es überhaupt? Sehen wir uns dazu die Flash-Komponenten und den HTML-Ersatz an.

Die Render-Engine besteht grob aus zwei Komponenten. Erstens die Grafik, und zweitens eine Skript-Sprache namens ActionScript, mit der diese Animationen meist gesteuert werden (wenn sie nicht völlig trivial sind).

Ein HTML5-Browser kann die Grafik mit dem von Apple entwickelten „Canvas“-Objekt im Prinzip genau so darstellen, wie das Flash-Plugin. Jedes einzelne Pixel kann frei positioniert werden, folglich ist alles möglich. Es ist allerdings recht mühselig, die Pixel einzeln hin und her zu schieben. Aber es geht.

Die Skriptfähigkeit ist bei einem modernen Browser ebenfalls gegeben, und zwar durch JavaScript. Mit JavaScript kann man auch das Canvas-Objekt präzise steuern. Das ist ja das Schöne an HTML5, dass man mit JavaScript jedes Element nach Belieben beeinflussen kann.


Bild: Apples Canvas-Objekt erlaubt es, das einzelne Pixel zu steuern.

Zwischenstand: Flash hat eine technische und eine inhaltliche Funktion, und die technische Funktion lässt sich durch HTML5 komplett darstellen. (Vielleicht trifft das nicht in jedem winzigen Detail zu, aber für die Kürze dieses Artikels ist eine gewisse Verallgemeinerung sicher angemessen.)

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Bleibt die inhaltliche Funktion. Wie erstellt ein Webdesigner nun einen „Flash-Banner ohne Flash“, für den er vielleicht 100 oder 200 Euro abrechnen kann? Er wird wohl keine Lust haben, jede Bewegung seiner Schriften in JavaScript zu programmieren. Eine Generator-Software muss her.

Und spätestens hier werden die Dinge höllisch interessant. Denn es liegt auf der Hand, dass es für eine solche Generator-Software zum Erzeugen von Animationen bald einen gigantischen Markt geben wird. Die Karten in diesem neuen Markt sind noch nicht verteilt. Das wird zu einer großen Schlacht führen, denn solange der Markt nicht besetzt und gesättigt ist, kann jeder als der große Gewinner hervorgehen, so wie es damals Flash geschafft hat.

Aber die Dinge liegen diesmal anders. Denn was würde eine solche Generator-Software eigentlich generieren? Die Browser, welche die Animation später abspielen sollen, verstehen im Prinzip nur JavaScript. Folglich wäre es ein JavaScript-Generator. Eine Animation würde aus vielen, vielen meist sehr komplexen JavaScript-Progrämmchen bestehen.

In der Praxis sähe dies vermutlich etwas anders aus. Der Generator würde ziemlich sicher über eine Bibliothek an JavaScript-Befehlen verfügen. In dieser Bibliothek sind die grundsätzlichen Funktionen definiert. Etwa, wie ein Objekt von Position A zu Position B wandert. Oder wie ein Kreis gezeichnet wird.

Die eigentliche Animation besteht dann aus relativ wenigen Befehlen, welche die Funktionen aus der Bibliothek nutzen. Ein Befehl könnte sagen: „Bewege Textobjekt 1 von A nach B“. Wie diese Bewegung genau abläuft, d.h. was mit dem einzelnen Pixel geschieht, ist in der Bibliothek festgelegt, deswegen kann der Befehl so kurz und ungenau sein. Der ganze Pixelkram ist Sache der Bibliothek.


Bild: Grafik-Bibliotheken für JavaScript.

Es ist im Grunde wie bei einem Betriebssystem. Das Betriebssystem ist eine riesige Bibliothek mit detailliert ausgetüftelten Funktionen, beispielsweise auch Animationen. Der Programmierer eines Programms nutzt diese und braucht nur zu sagen: „Bewege Objekt X von A nach B“, ohne sich darum kümmern zu müssen, wie er die Grafikkarte dazu bringt, die Pixel richtig zu verarbeiten, denn das ist in der Bibliothek von OS X bereits abrufbar.

In den Bibliotheken befindet sich also der wertvolle Code. Aber anders als bei einem Betriebssystem haben wir es hier mit JavaScript zu tun, und JavaScript ist für jeden offen lesbar. Es gibt keine Betriebsgeheimnisse. Diese Umstand hat weitreichende Konsequenzen.

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Die erste Konsequenz könnte sein, dass ein sehr scharfer Wettbewerb entsteht, weil die Geistesblitze eines Konkurrenten sofort kopiert werden können. Die Anbieter müssten schon mehr bieten als nur ein paar lahme Animationen, sondern darüber hinaus eine geile Applikation, mit der jeder gerne arbeiten möchte. (Das ist etwas, was man von Flash nicht gerade behaupten kann.)

Eine zweite Konsequenz wäre eventuell, dass der Wettbewerb um die beste Bibliothek irgendwann zum Erliegen kommt, und dass sich eine per Open Source gepflegte Standard-Bibliothek durchsetzt. Diese könnte von jedem Anbieter je nach Bedarf durch weitere Bibliotheken ergänzt werden, denn mit JavaScript kann man sehr einfach eine Vielzahl von Bibliotheken gleichzeitig verwenden. Ein Anbieter könnte also eine zusätzliche 3D-Bibliothek anbieten, oder etwas in der Art. Google arbeitet übrigens seit einiger Zeit an solchen Bibliotheken, die z.B. 3D-Grafik mit Hardware-Beschleunigung per JavaScript ermöglichen -- kostenlos für alle, die es haben wollen.

Man muss sich vorstellen, welche Dynamik hier entstehen wird. Frei einsehbare Animations-Bibliotheken, die jeder verbessern kann. Spezial-Erweiterungen für besonders tolle Effekte, die man „einfach so“ einbindet, wenn man Lust dazu hat. Es sind nur ein paar weitere Kilobytes vom Server, kein Plugin nötig.

Es gibt noch einen weiteren Dreh. Das Ergebnis besteht am Ende aus JavaScript, und die "Vorschau" des Generator-Programms ist deswegen nichts anderes als ein Browser. Was dazu führt, dass der Generator selbst im Browser laufen kann. Eine Browser-Anwendung, die animierte Werbebanner erzeugt. Und welcher Name fällt uns zuerst ein, wenn es um Web-Apps und Werbung geht? Google. Man klickt sich dort seinen Banner zusammen, und sofort erscheint er weltweit im Werbenetzwerk des Datenriesen. Deswegen ist die Generator-Software auch kostenlos. Klingt das plausibel?

Und man stelle sich vor, welche Flut an Generatoren wir sehen werden. Kleine, feine Spezialisten von unabhängigen Entwicklern. Mächtige Suiten von Adobe und Microsoft, mit entsetzlichen Oberflächen. Vielleicht sogar eine Software, die man mit Spaß bedient. Etwa von Apple? Man denke an eine Art „Keynote“, wo man per Drag & Drop seine Animationen und Effekte kombiniert. Einfache Lösungen wird es gratis geben, große Pakete erhält man aufgrund des Konkurrenzdrucks zu einem fairen Preis.

Man vergleiche das mit dem aktuellen Zustand, wo alles von Adobe abhängt.

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Apropos Adobe. Ist es denkbar, dass sie diese leicht vorhersehbare Zukunft nicht erkennen? Immerhin arbeiten sie ja bereits bei einigen Produkten an einer Art HTML5-Export. Die Frage ist, ob sie den Mut haben, ihren eigenen Produkten radikal Konkurrenz zu machen.

Jedenfalls, das Vakuum, welches durch HTML5 und den Wegfall von Flash auf einigen Geräten entsteht, ist so groß, dass sich zweifellos solche Lösungen entwickeln werden. Es besteht weiterhin ein Bedarf an animierter Werbung, Browser-Games und Rich-Client-Applications. Der Bedarf wird nicht abnehmen, sondern dramatisch zunehmen.

Das Kuriose ist, dass eben dieser Bedarf im Moment noch den größte Schutz für Flash darstellt, er aber gleichzeitig auch die größte Antriebsfeder dafür sein wird, alternative Techniken zu schaffen. Der Bedarf entscheidet. Flash war nur ein Hilfsmittel.

Steve Jobs meinte angeblich, Adobe wäre faul und sie würden die Chancen nicht erkennen. Falls dieses Zitat authentisch ist: Könnte es sein, dass er genau dies meinte? Dass HTML5 riesige Chancen bietet? Dass Adobe aber eher versucht, die Vergangenheit festzuhalten?

Geändert von Jörn (24.02.2010 um 10:24 Uhr).
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  #2  
Alt 24.02.2010, 08:27
transpolar transpolar ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 615
Zitat:
Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
[i]....
Steve Jobs meinte angeblich, Adobe wäre faul und sie würden die Chancen nicht erkennen. Falls dieses Zitat authentisch ist: Könnte es sein, dass er genau dies meinte? Dass HTML5 riesige Chancen bietet? Dass Adobe aber eher versucht, die Vergangenheit festzuhalten?

Adobe versucht einfach nur am Geld festzuhalten. Die Chancen sehen sie auch ....
__________________
KEINE
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  #3  
Alt 24.02.2010, 08:59
rene204 rene204 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1
Vielleicht stellt Adobe ja bald genau DIESE Applikation auf seinem Presseevent vor?

Werbung und News in den Newsseiten gibt es ja schon eine ganze Menge dazu...
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  #4  
Alt 24.02.2010, 09:05
dafedo dafedo ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2008
Beiträge: 1.955
Eine schöne Zusammenfassung, Jörn.

Aber wann wird der Stein ins Rollen gebracht? Es hängt alles von Microsoft ab, ob der IE nun HTML5 können wird oder nicht.
Und selbst dann werden die Auftraggeber für Werbebanner nicht auf Flash verzichten wollen, denn sie können nicht einfach auf potentielle klicker mit unmodernen Browsern keine Rücksicht nehmen.

Es sei denn, man könnte HTML5 Animationen vorzeigen, die man unter Flash so noch nicht gesehen hat. Praktisch Werbung, die man so noch nicht kennt.
Dann würden auch die Werbefuzis sich draufstürzen ("wieso haben die das und wir nicht")

Ob sich aber HTML5 außerhalb der Werbeszene durchsetzt, liegt imho ein Stück weit an der Courage der Webentwickler. Ich finde, es sollten sich mehr Leute trauen, HTML5 zu implementieren auch wenn es sie eventuell erstmal ein Paar Besucher kostet.
"Sorry, your browser is too old for HTML5, please download Firefox 3 or Safari 4" (man könnte auch Alternativinhalte ohne HTML5 zeigen)

Dafür aber hätte die Seite zunächst Elemente und Animationen, die man so noch nicht gesehen hat und das spricht sich rum "Boah, guck mal, was die haben."

Zumindest die Betreiber der Seiten, deren Besucher vorwiegend MacUser sind, könnten damit anfangen.
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  #5  
Alt 24.02.2010, 09:20
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 3.913
Ob der Stein ins Rollen kommt, muss nicht von Microsoft abhängen.

Sondern es hängt davon ab, ob eine genügend große und kaufkräftige Benutzergruppe nicht mehr durch Flash erreichbar ist, wohl aber durch HTML5. Zum Beispiel die Käufer des iPads, des iPhones, des iPod Touch, der neuen Windows Phones, und aller anderen neuen Geräte, die derzeit ohne Flash auf den Markt kommen.

Man kann eine Werbung so einbauen, dass sie per Flash ausgeliefert wird, wenn der Browser nur Flash kann, und HTML5, wenn der Browser kein Flash kann. Solche simplen Weichen gibt es schon heute bei Flash. Wenn es ordentlich gemacht ist, dann gibt es für einen Flash-Banner immer einen Fall-back-Banner als animiertes GIF.

Es kann also einen sanften Übergang geben. Wer möglichst viele Kunden erreichen will, muss eben eine Weile zweigleisig fahren.
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  #6  
Alt 24.02.2010, 09:22
infiltrant infiltrant ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 04.04.2008
Beiträge: 25
Angesichts der Fortschritte, der Innovationen und der Entwicklungsgeschwindigkeit kleiner Softwareschmieden bin ich immer wieder erstaunt über die Trägheit und eben den Mangel an Innovationen bei den "Software-Elefanten".
Die verfügen über Milliarden Dollar und fast unbegrenztes "Humankapital" und bekommen nix gebacken. Man kann das überall beobachten, auch bei Microsoft z.B.. Je größer so ein Unternehmen wird, desto schwerfälliger wird es. Und da man riesen Umsätze feiert und sich in einer Schlüsselposition wähnt, wird man faul. Man versucht dann lieber die eigene Technologie mit allerlei Tricks zu schützen und gewaltsam im Markt zu halten, als die technische Evolution zu begleiten, ja sie aktiv als Innovationsmotor mit zu gestalten. Dabei übersieht man, dass derartige Bestrebungen zwar eine gewisse Verzögerung beim Technologiewechsel im Markt erzeugen können, aufhalten können Sie ihn nicht. Warum also warten.
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  #7  
Alt 24.02.2010, 11:41
c8cc c8cc ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1
hmm... :

Auf der Digitaldruck-Konferenz Emerge wird Adobe Ende April dem Veranstalter zufolge eine neue Software vorstellen. Genaueres verrät die Website nicht, jedoch werde die Präsentation auch solche Adobe-Fans überraschen, die genau über das Unternehmen Bescheid wissen.

vielleicht sehen die das von adobe ja genauso
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  #8  
Alt 24.02.2010, 12:51
Gerhard Uhlhorn Gerhard Uhlhorn ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 174
@ dafedo: Man braucht die Werbekunden doch nur darauf hinzuweisen, dass die mobilen Geräte ihre Flash-Werbung nicht anzeigen können, moderne Browser hingegen schon.

Vor dem Verkauf des iPhones hat man die Leute gefragt wer denn ein iPhone kaufen würde. Es waren 9 %. Die gleiche Umfrage hat man nun auch beim iPad gemacht, und es sind hier 13 %. Und wir wissen ja wie erfolgreich das iPhone letztlich geworden ist. Wenn das iPad nun also 44 % erfolgreicher wird als das iPhone, dann hat es bei den Flash-freien Browsern schon ein gehöriges Gewicht!

Doch alle sagen, man muss das iPad einfach mal in der Hand gehabt haben. Sonst können man sich nicht richtig vorstellen wie es ist, es zu nutzen. Wenn diese Aussage stimmt, dann wird es wohl noch viel erfolgreicher sein, und so könnten die 99 % Verbreitung von Flash (siehe Jörns Artikel) schnell zusammenschmelzen. Und das weiß auch Adobe!

Ich bin der Überzeugung, dass ein halbes Jahr nach Erscheinen des iPads, es kein Problem mehr sein wird, seine Kunden von Werbung in Nicht-Flash zu überzeugen – falls sie es dann nicht schon von sich aus verlangen.

Ich würde heute jedenfalls nicht mehr Flash lernen.
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  #9  
Alt 24.02.2010, 18:05
cedib cedib ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Am Bodensee in der Schweiz
Beiträge: 1.973
cedib eine Nachricht über AIM schicken
Was aus dieser Diskussion sicher hervor geht, ist dass es nicht um irgendwelche doofen Flashspiele geht, sondern eindeutig um Werbung. Wenn es um Spiele ginge, dann würde sich wohl keine Sau drum reissen, aber bei Werbung geht es auch um Kapital was gebraucht wird und was wieder eingenommen werden muss. Das bedeutet doch auch, dass man so viele Kunden wie möglich ansprechen will. Aber die Kunden müssen diese Werbung auch auf einer solchen Website bemerken und beachten. Bei einem Desktop-Rechner, welcher ein normales 22" Display hat spielen ja Flashwerbungen nicht so ne grosse Rolle, weil sie einfach auch kleiner erscheinen im Verhältnis zur Bildfläche.
Wenn man jedoch ein iPhone ansieht, würde doch Werbung viel "nervender" und somit auch effektiver sein. Darum denke ich, dass die Werbung auf mobilen Geräten mit kleinem Bildschirm sehr viel höher zu Gewichten sind wie aufm Desktop.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin auch der Meinung, dass hier auf dem Markt etwas passieren muss.
Adobe sitzt schon auf dem Geld, was mit Flash gemacht werden kann fest, aber ich denke nicht, dass sie so naiv sind wie Microsoft und einfach gar nicht reagieren sondern auf ihrem Gold festsitzen, was brutal an Wert verliert und wo anders hinwandert. Wenn man das irgendwoher lernen konnte, dann von Microsoft bei dem ganzen Zeugs mit Windows, was einfach nicht funktioniert.
Ich bin gespannt was da von Adobe kommt. Wenn sie da nicht reagieren, machen sie den genau gleichen Fehler wie Microsoft.
Obwohl sie ja auch diesen Fehler der Inkonsistentz was das UI angeht genau wie Microsoft gemacht haben.
Ich hoffe doch für Apple, dass sie hier eine weiter gute Technologie etablieren können.
Gruß
Cédric
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  #10  
Alt 24.02.2010, 20:10
nareharo nareharo ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Stuttgart (zugezogen)
Beiträge: 9.972
Zitat:
Zitat von cedib Beitrag anzeigen
Wenn man jedoch ein iPhone ansieht, würde doch Werbung viel "nervender" und somit auch effektiver sein.
Wieso effektiver? Wenn etwas nervt wird es doch dadurch nicht effektiver, genau das Gegenteil ist doch der Fall. Nervt etwas, dann wird es halt weg geklickt, abgestellt, oder bewusst ignoriert also genau das Gegenteil. Ich werde sicher keiner Werbeeinladung folgen die mich extrem nervt.

Die beste Werbefalle ist die, welche man gar nicht als Werbung empfindet. Ein schöner Banner mit einladenden ansprechenden Animationen, bewirkt bei mir schon eher das ich drauf klicke, oder zumindest interessiert drauf gucke was das wohl ist, als ein hektisch blinkender und vor allem "nervender" Banner

__________________
Mit mir zu küssen ist geiler als mit anderen Sex zu haben...
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