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Werbung: Der Unterschied zwischen Apple und Microsoft - Seite 9 - Mac-TV.de
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  #81  
Alt 04.07.2009, 17:22
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.499
Zitat:
Jürgen1234: "Ich denke es ist unbestreitbar, dass Microsoft auch seine Verdienste hat. Die Entwicklung des PC's und des Internet's wäre heute nicht so weit ohne die Enwicklungen aus dem Hause Microsoft."
Microsoft hat zur Entwicklung des PCs überhaupt nichts beigetragen und wird das auch nie tun. Ansonsten möge man mir bitte erläutern, welcher Fortschritt bei den PCs auf die Kappe von Microsoft geht. Microsoft hat überhaupt kein Interesse daran, dass die einst einheitliche Hardware-Plattform plötzlich aufgeteilt wird in Fragmente mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Microsoft hat (teilweise zusammen mit Intel) ein paar Referenz-Designs geschaffen, etwa den UMPC oder den Tablet-PC. Beide basieren auf der bestehenden PC-Technik, aber die Gehäuse sind unterschiedlich. Immerhin.

Und das Internet? Noch nie hat Microsoft eine neue Technologie so verbittert sabotiert wie das Internet. Nicht etwa nur bekämpft, sondern sabotiert.

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Microsoft hat bei der Eroberung neuer Märkte immer eine ganz bestimmte Strategie. Sie besteht darin, zuerst den Markt zu zerstören, ihn danach zu besetzen und dann darauf sitzen zu bleiben, ohne dass jemand etwas dagegen tun könnte.

Die Browser-Abteilung bei Microsoft hatte einst eineinhalb Angestellte. Dann kam der Browser-Krieg, aber Microsoft hatte am Internet als Softwareplattform kein Interesse, sondern wollte es bekämpfen. Das ist nicht strittig. Im folgenden Jahr hatte die Abteilung 1100 Mitarbeiter (für einen Browser!), und das Ergebnis wurde verschenkt. Mit dem Explorer 6 und dem Erreichen des Browser-Monopols wurde diese Abteilung wieder aufgelöst. Fünfeinhalb Jahre rührte Microsoft keinen Finger, bis sie schließlich ein müdes Update entwickelten. Klingt das nach Innovation?

Fünfeinhalb Jahre: Das ist länger, als YouTube existiert. Im Internet eine Ewigkeit.

Seitdem blockiert und sabotiert Microsoft jeden Versuch, die Web-Technologien endlich aus den Kinderschuhen rauszuheben.

-----------------

Diese Strategie findet man bei Microsoft überall. Die Xbox wird ja oft als leuchtendes Beispiel für ein erfolgreiches, innovatives Microsoft-Produkt gepriesen.

Microsoft hat mehrere Milliarden Dollar (man stelle sich vor!) investiert, um die Xbox zu entwickeln. (Ich habe die Quellen gerade nicht zur Hand, aber ich meine, etwas von zwei Milliarden Dollar gelesen zu haben.) Wird man dabei nicht misstrauisch? Denn müsste Microsoft nach ehrlichen kaufmännischen Regeln arbeiten, stünde dieses Budget sicher nicht zur Verfügung. Die Wahrheit ist vermutlich, dass Microsoft überhaupt nicht daran denkt, dieses Geld jemals wieder zu erwirtschaften, sondern es geht allein darum, den Markt zu entern, koste es, was es wolle. (Wie beim Internet Explorer.)

Und es geht überhaupt nicht um Spiele. Es geht um die Eroberung des Wohnzimmers, genauer gesagt wollte man verhindern, dass Sony dort eine Plattform etabliert. Plattformen sind allein das Eigentum von Microsoft, und wer das nicht begreift, der wird fertiggemacht.

Wenn das Erfolg hat: Wird Microsoft dann weiterhin jedes Jahr eine Milliarde in diesem Markt versenken? Natürlich nicht. Dann kommt, wie beim Explorer, die Zeit des Stillstands.

Ich könnte dieses Beispiel für alle Kernprodukte fortführen, auch für Office, Exchange und den ganzen anderen Krempel aus Redmond. Zwanzig Jahre lang hat Microsoft sich nicht an den pixeligen 8-Bit-Grafiken in Office gestört, bis Apple daherkam mit Keynote und später iWork. Erst dann haben sie ihre Grafik-Engine etwas aufgebohrt. Anbei ist ein Screenshot, wie in Word verschiedene Schattierungen von Rot aussehen. Stammt aus dem Jahr 2003. Das nenne ich innovativ.

-----------------

Wer sich für die Computergeschichte interessiert, und speziell für die Innovationen und Erfindungen, der wird kaum je etwas über Microsoft lesen. Dieser Name taucht einfach nicht auf. Man liest den Namen eher in Gerichtsakten.
Angehängte Grafiken
     

Geändert von Jörn (04.07.2009 um 17:58 Uhr).
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  #82  
Alt 04.07.2009, 18:01
gabor27 gabor27 ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 20.10.2008
Beiträge: 63
Jörn, du hast ja vollkommen recht!
Aber irgend etwas müssen sie besser gemacht haben als alle anderen, sonst wären sie nicht da, wo sie heute sind. Die Technik wird es nicht gewesen sein.
Warum hat sich damals VHS durchgesetzt und nicht Video2000 oder Betamax? Das war auch das mieseste System damals.
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  #83  
Alt 04.07.2009, 18:05
Oink Oink Oink Oink ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 209
Zitat:
Zitat von yss Beitrag anzeigen
Ist euch allen eigentlich aufgefallen, dass 3/4 der Beiträge in diesem Thread nichts mit dem Grundthema zutun haben?
Ja wie dein Posting zum Beispiel

Mir ist nur aufgefallen das Jörn über zwei user OT geschrieben hat und die beiden von Jörn angesprochenen user daraufhin ordnungsgemäß geantwortet haben. Wenn Jörn selbst OT schreibt musst du hier nicht deinen Schwachsinn verbreiten Also spiel dich hier nicht als Forumspolizei auf, geht lieber spielen Kleiner

@gabor27
VHS hat sich durchgesetzt wegen der Porno Industrie!
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  #84  
Alt 04.07.2009, 18:06
idolum idolum ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 5.328
Bei VHS war es wohl die Pornoindustrie, soweit ich es mitbekommen habe.

Edit: Mit den iPhone tippt man einfach zu langsam
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  #85  
Alt 04.07.2009, 18:09
Nadla Boy Nadla Boy ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.06.2009
Beiträge: 174
Ja genau die Pornoindustrie hat den Maßstab gesetzt und sich für VHS entschieden und die gesamte Welt hat sich nach der Pornoindustrie gerichtet!

Man stelle sich das mal vor! Alle rennen der Pornoindustrie hinterher, was Standards angeht, aber sonst sich immer schön prüde geben Was für eine verrückte Welt!
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  #86  
Alt 04.07.2009, 18:14
Tensai Tensai ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: Esslingen
Beiträge: 2.508
Zitat:
Zitat von gabor27 Beitrag anzeigen
Aber irgend etwas müssen sie besser gemacht haben als alle anderen, sonst wären sie nicht da, wo sie heute sind. Die Technik wird es nicht gewesen sein.
Wie sie das geschafft haben, hat doch Jörn ausführlich angesprochen. Sie haben Mitbewerber sabotiert, wettbewerbswiedrige Verträge geschlossen und die Kunden in die Kompatibilitäts-Falle gelockt.
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  #87  
Alt 04.07.2009, 18:17
Juergen76337 Juergen76337 ist offline
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Beiträge: 583
Juergen76337 eine Nachricht über Skype™ schicken
Die Entwicklung des PC's habe ich etwas anders erlebt. Mein erster Tisch-Computer im Office war irgendein amerikanisches Gerät mit einem Betriebssystem CPM oder so ähnlich, ich weis es nicht mehr genau. Dies müsste so 1977 - 1980 gewesen sein. Und die absolute Sensation war damals das Erscheinen eines Tabellenkalkulationsprogramms und einer Textverarbeitung mit dem Namen Word, dass das damals übliche Textprogramm "Wordstar" ablöste. Diese beiden Programme kamen von einer damals mir unbekannten amerikanischen Firma die Microsoft hies. In der Business-Welt spielten diese CPM-Computer aber keine Rolle. Stand der Technik waren IBM-Rechner an die einfach Clients meistens ohne eigene Speicher angeschlossen wurden. 1979 brachte IBM nun plötzlich einen Tischrechner der selbstständig ohne den Großrechner arbeiten konnte und darauf konnte man dann ein System das den Namen DOS trug installieren. Das war damals schon eine Revolution, denn in den Büros klapperten noch mechanische Schreibmaschinen. Und dieses DOS kam nun wieder von der besagten Firma Microsoft. Andere gab es nicht ! Diese ersten PC's verbreiteten sich sehr schnell in den Büros, denn plötzlich konnte man völlig neue Arbeitsweisen einführen. Und diese Entwicklung war schon untrennbar mit dem Namen Microsoft verbunden. Andere Betriebssysteme für diese neuen Geräte gab es nicht. Und Programme die in der Folge von Microsoft für sehr teures Geld auf den Markt kamen wie Excel, Word und später Power Point waren die weitere Basis für den Erfolg der PC's. Auch zu diesen Programmen gab es keinerlei Alternativen. Diese Entwicklung wurde damals schon entscheidend von Microsoft beeinflusst und ich weis nicht wie unsere Computerlandschaft heute aussehen würde, wenn diese Entwicklung damals so nicht stattgefunden hätte. Der Siegeszug des PC's in den Unternehmen war nach meiner Auffassung die Grundvoraussetzung für die spätere Verbreitung der PC's auch im privaten Bereich. Interessant ist, dass Nischenanbieter wie Schneider Computer usw. die immer noch versuchten das Betriebssystem CPM hoch zu halten, am Markt keinen Erfolg hatten.

Im Frühjahr 1987 bekam ich meinen ersten Apple Mac Plus. Das war vom Betriebssystem schon eine Revolution, aber zu diesem Zeitpunkt war Microsoft - immer noch unter MS-DOS bereits stark auf dem Markt und Apple hatte trotz des anderen Betriebssystems kaum Chancen in die Büros zu kommen, ausser bei ein paar grenzenlosen Visionären. Die damals schon recht konkurrenzlosen Microsoft-Produkte Word und Excel sorgten schon dafür, dass Microsoft den Markt nach Lust und Laune bestimmen konnte. Die Antwort auf den Mac kam dann von Microsoft auch recht bald, das auf das MC-DOS aufgesetzte Windows 3. Mit den ersten Windows-System war dann der endgültige Erfolg der PC-Systeme in den Unternehmen nicht mehr aufzuhalten. Und wenn die Zahlen in diesem Thread stimmen, dann arbeiten ja heute noch 85% aller PC's eben mit Microsoft-Betriebssystemen. Das Internet hätte es in seiner heutigen Ausprägung aber ohne den Siegeszug der PC's nie gegeben.

Ich schreibe dies einzig und allen nur um meine These zu untermauern, dass Microsoft sich schon Verdienste erworben hat. 85% Anteil für die Microsoft Betriebssysteme am Gesamtmarkt kann man nicht als puren Zufall bezeichnen.

Dass Microsoft viele Entwicklung bestimmt auch verhindert hat will ich gar nicht in Abrede stellen, man ist eben dort von anderen Einschätzungen ausgegangen, das schmälert meines Erachtens aber die Leistungen von Microsoft in den letzten 2 Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts nicht wirklich. Das man dies retrospektiv immer anders betrachten und bewerten kann ist klar. Excel, Word, Power Point, Outlook das ist nunmal auch heute noch der Industriestandard und dies sind nunmal Microsoft-Produkte.

Ich denke man kann nicht so tun als ob Microsoft sich nicht auch Verdienste in der Entwicklung erworben hat. Die Zeit hat sich aber verändert und Microsoft kann mit seinen Strategien, seiner Geschäftspolitik und natürlich auch seinen Methoden nicht auf Dauer überleben. Und offensichtlich hat man in diesem Hause kein Konzept für die Zukunft und keine Innovation um gegen Unternehmen - ja Philosophien wie Apple zu bestehen.

Dies aus meiner Sicht nochmals zur Klarstellung.
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  #88  
Alt 04.07.2009, 18:32
Thomas78 Thomas78 ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 3.857
Zitat:
Zitat von gabor27 Beitrag anzeigen
Aber irgend etwas müssen sie besser gemacht haben als alle anderen, sonst wären sie nicht da, wo sie heute sind. Die Technik wird es nicht gewesen sein.
Zitat:
Zitat von LeeBelle Beitrag anzeigen
schau dir einfach diese Dokus (4 Videos) an, dann weißt Du, was MS "besser" gemacht hat
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  #89  
Alt 04.07.2009, 18:33
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.499
Juergen, die Software von Microsoft, die Du nennst, waren ohne Ausnahme Clones von Produkten anderer Hersteller. Das alles gab es längst. Sowohl die Applikationen als auch Systeme wie DOS.

DOS war ein Clone von CP/M.
Multiplan (Tabellenkalkulation) war ein Clone von VisiCalc.
Word war ein Clone von WordPerfect.
Und so weiter, und so weiter.

Excel war eine durch Steve Jobs beauftragte Software für den Mac. Erst später gelangte sie auf den PC. (Weil es kein Betriebssystem gab, das dazu leistungsfähig genug gewesen wäre.) Davor hatte Microsoft nur "Multiplan", und das war wie gesagt ein Clone von VisiCalc.

Microsoft hat die ersten eigenen DOS-Applikationen wie Word erst programmiert, NACHDEM der Mac auf den Markt kam. Microsoft brachte DOS-WORD und DOS-Multiplan auf den Markt, NACHDEM Apple bereits ein neues Software-Zeitalter eingeläutet hatte. Sie hinkten also der Technik bereits zu dieser Zeit hoffnungslos hinterher.

Zitat:
85% Anteil für die Microsoft Betriebssysteme am Gesamtmarkt kann man nicht als puren Zufall bezeichnen.
Nicht als Zufall. Aber auch nicht als Verdienst in Sinne von fortschrittlichen Innovationen. Sondern es war das Ausnutzen von Marktmechanismen verbunden mit zahlreichen illegalen Maßnahmen. Nicht umsonst wird Microsoft seit den 90ern immer wieder zu Rekordstrafen verurteilt. Microsoft hat mehrere Milliarden Dollar geblecht, teilweise sogar über eine Milliarde PRO JAHR. Einer der Kläger war sogar das US-Justizministerium, das muss man sich vorstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob Al Capone je vom Justizministerium verklagt wurde.

Stelle Dir eine Firma vor, die für ihre Budgetplanung im Monat über 100 Millionen Dollar für Strafzahlungen einplanen muss, und erzähl' mir was von den großartigen Verdiensten dieser Firma für ihre Branche.

Geändert von Jörn (04.07.2009 um 18:45 Uhr).
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  #90  
Alt 04.07.2009, 18:40
Juergen76337 Juergen76337 ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.07.2008
Ort: 76199 Karlsruhe
Beiträge: 583
Juergen76337 eine Nachricht über Skype™ schicken
Jörn, bezüglich Multiplan da hast du recht, so hies das Ding damals. Nur wenn Microsoft seine ganzen Produkte hat Clonen können, dann müssen halt andere wahnsinnig geschlafen haben oder eben ihre Produkte an Microsoft verkauft haben. Fakt ist, Microsoft hat damit das Geschäft des Jahrhunderts gemacht - denn nicht umsonst ist Bill der reichste Mensch der Welt - zumindest gewesen. Ein Verdienst kann im Geschäftsleben eben auch sein, durch erfolgreiche Taktik das Geschäft zu machen. Und das hat Microsoft doch unstrittig gemacht.
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