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Sammelthread MacBook Pro 2018 - Seite 2 - Mac-TV.de
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  #11  
Alt 14.07.2018, 01:54
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.060
Naja, vor 20 Jahren war fast jeder Mac-Kunde auch ein PowerMac-Kunde, und ein Mac-Arbeitsplatz mit einem PowerMac kostete 10.000 DM, bis alles "betriebsfertig" war. Die heutigen Preise für ein MacBook Pro sind aus dieser Perspektive nicht zu hoch. Es sind eben keine Consumer-Geräte, sondern eher Arbeitsplätze, zumindest die schärferen Konfigurationen.

Eine Maschine, egal ob Desktop oder Laptop, mit diesen schnellen Komponenten kostet eben Geld.

Es gibt zahllose Beispiele für Anwendungen, wo schnelle SSDs ein echter Vorteil sind. Dasselbe gibt dann für schnelle Schnittstellen wie Thunderbolt 3.

Für mich persönlich sind diese zwei Komponenten das A und O für meinen Video-Workflow. Ich habe einen Desktop (Mac Pro 2013), weil es sowas damals nur im Mac Pro gab. Damals war 1 TB SSD das Maximum, für mehrere tausend Euro Aufpreis. Heute gibt es 4 TB (!) in einem Laptop, und die 1 TB sind erschwinglich geworden, auch wenn's durchaus Geld kostet.

Die eGPU würde ich auch eher als Docking-Station sehen für bestimmte Spezialfälle. Die Apps müssen das unterstützen. Die Idee an sich finde ich gut.
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  #12  
Alt 14.07.2018, 02:12
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.060
Für mich ist auch interessant, dass die Pro-Laptops seit sehr langer Zeit einfach die Spitze dessen darstellen, was man derzeit seriös bauen kann. Mit "seriös" meine ich, dass man nicht einfach einen Desktop-Prozessor usw. ins Gerät klatscht.

Die Kunst ist, den besten Kompromiss aus Leistung, Akkulaufzeit, Formfaktor, Design, Preis und Zuverlässigkeit zu finden. Da war Apple lange Zeit einsame Spitze, und die ganze Industrie hat die Keynotes angesehen, auf denen diese technischen Wunderwerke vorgestellt wurden. (Die Zuverlässigkeit der aktuellen Tastaturen sind daher ganz besonders verdrießlich.)

Mit anderen Worten: Wie will man dieses Angebot toppen? Bessere Displays gibt's derzeit nirgendwo, das Verhältnis aus Performance und Akkulaufzeit ist unerreicht, SSD-Geschwindigkeiten sind dem Rest der Branche weit voraus, der Durchsatz bei Thunderbolt 3 ist völlig irrsinnig.

Externe 5k-Displays (und sogar gleich zwei!) gibt's nur bei Apples MacBook Pros, der Rest der Industrie pennt vor sich hin und gähnt. Bei Apple ist es einfach ein Standard-Feature der MacBook Pros. Einstöpseln, fertig. Boom!

Dieser ganze Wahnsinn schick verpackt in einem der dünnsten Gehäuse der Industrie (für diese Prozessoren), dazu noch die unerreichten Trackpads und die erprobte Langlebigkeit der Unibody-Gehäuse.

Sorry, aber da kann die ganze restliche Industrie nach Hause gehen. Die Messe ist gelesen.

Wer wirklich die besten Laptops haben will, der kann im Grunde nur bei Apple einkaufen, weil es sowas anderswo nicht gibt.

Klar, die besten Geräte am Markt sind nicht die günstigsten. Das ist das Dilemma.
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  #13  
Alt 14.07.2018, 13:16
MacMG MacMG ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 860
Die SSD Geschwindigkeit ist der Konkurrenz nicht voraus. Auch bei Premium-Laptops der Konkurrenz setzt man auf PCIe SSDs. Diese baut Apple auch nicht selber, sondern bedient sich da einfach am Markt bzw. lässt diese anpassen, damit niemand die SSD selber tauschen kann. Beispiel: Die 960 Evo PCIe SSD von Samsung hat eine Leserate von 3,2 GB/s und kostet in der 1 TB Version 299,- Euro. Ich gehe mal davon aus, dass Apple seine SSDs ebenfalls von Samsung bezieht. Wenn es um Grafikkarten geht, bietet die Konkurrenz durchaus mehr. Aber die Premium Laptops anderer Hersteller sind eben auch nicht billig. Und vom Design, Akkulaufzeit, Gehäuse, Trackpad usw. ist Apple tatsächlich nach wie vor an der Spitze. Und nicht zu vergessen: Das Betriebssystem spielt für viele von uns eben auch eine wichtige Rolle. Der Preis ist also durchaus irgendwie gerechtfertigt. Aber ich finde es trotzdem schade, dass der Einstieg in die 15"-Klasse so teuer geworden ist.
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  #14  
Alt 14.07.2018, 17:20
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.060
Habe ich bestritten, dass man einzelne Komponenten bei Amazon bestellen kann? Nein. Natürlich kann man schnellen SSD-Speicher bei Amazon von anderen Herstellern bestellen, und natürlich gibt es irgendwo Laptops, in denen dieser Speicher konfigurierbar ist.

Üblicherweise werden preisgünstige Consumer-Bauteile als Vergleich herangezogen, so auch hier. Die EVO 960 ist Consumer-Klasse. Die bessere Pro-Variante kostet das doppelte.

Beide Versionen kommen auf einer M.2-Steckkarte, für die aber im MacBook Pro kein Platz ist. Dort ist nur Platz für einen einzigen Chip. Wer also M.2 verbaut, muss entweder das Gehäuse größer machen, oder die Batterie kleiner, oder die Lautsprecher kleiner, und so weiter.

Das eben ist die Kunst. Die Kunst besteht darin, sich widersprechende Ansprüche (Leistung versus Mobilität, Kompaktheit versus Akkulaufzeit) auszugleichen. Natürlich könnte man ein Laptop bauen, das schneller ist als das MBP, aber nur mit einem riesigen Akku und einem größeren Gehäuse -- oder mit einem schlanken Gehäuse, dafür aber mit einer Laufzeit von nur 3 Stunden.

Das MBP hat jedoch gute Performance und gute Akkulaufzeit und gutes Design -- und es ist diese Kombination, die einzigartig (aber eben auch teuer) ist.

Hinzu kommt noch, dass macOS (mit Safari) hervorragend optimiert wurde, um möglichst viel Laufzeit aus dem Akku herauszuholen.

Mich würde interessieren, welche Firma behaupten kann, sie würden ein besseres Pro-Laptop bauen als die neuen MBP. Lenovo? HP? Dell? Samsung? Ich finde, die MacBook Pro spielen in einer eigenen Liga.
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  #15  
Alt 14.07.2018, 17:44
MacMG MacMG ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 860
Wow. Ich wusste ich hätte nicht davon anfangen sollen. Ok, es war nur ein Beispiel. Ich hätte auch die 970 EVO Pro nennen können die mit 3,5 GB/s sogar schneller ist und in der 1TB Version dann 389,- € kostet. Wenn Du der Meinung bist, dass es von Vorteil ist eine SSD zu verlöten um dadurch ein wenig Platz zu sparen, bist Du mit dieser Meinung wohl so gut wie alleine. Das ist kein Vorteil das ist ein großer Nachteil. Genau wie die Unsitte von Apple Ram zu verlöten. Und durch den Schlankheitswahn von Apple kommen noch mehr Nachteile auf die Anwender zu, z.B. die Tastatur in den Vorgängermodellen. Ob diese nun in der dritten Version wirklich besser ist, wird sich zeigen. Mal davon abgesehen finde ich die MBPs doch selber gut, aber man darf doch wohl auch kritische Punkte benennen ohne das man gleich auf den Scheiterhaufen gestellt wird.
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  #16  
Alt 14.07.2018, 18:11
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.060
Klar, die Kritikpunkte sind ja auch valide.

Der von Apple jeweils gewählte Kompromiss (verlötete Chips zugunsten einer kompakten Form) muss nicht jedem gefallen. Manche Kunden würden wechselbaren RAM, wechselbare SSDs, noch größere Akkus, Tasten mit mehr Hub und einen Haufen Schnittstellen bevorzugen. Diese Kunden machen ja nichts falsch, sondern es ist eben das, was sie wollen.

Leider sind alle diese Wünsche mit unausweichlichen Konsequenzen verbunden. Dann wären die heutigen MBP so klobig wie die PC-Modelle. Und angesichts dieser Aussicht würden die Kunden dann vielleicht doch sagen: "Hm, also wenn das so ist, dann hätte ich doch lieber das schlanke Modell".

Ich glaube, die meisten Leute wollen im Grunde ein MacBook Air, aber mit der Performance eines MacBook Pro, und die allerbeste Technik. Die aktuellen MacBook Pro kommen dem verdammt nahe.

Wenn man sich bewusst macht, welche aufwändige Technik dort verbaut wurde, und dass es trotzdem so schlank ist wie ein MacBook Air, dann ist das schon höchst erstaunlich.

Das ist großer Sport, den Apple hier zeigt. So ein Gerät bekommt man nicht, wenn man sagt: "Naja, wir nehmen eben diese SSD von Samsung, und diesen Prozessor von Intel, und dann schrauben wir das irgendwie zusammen". Wenn das so einfach wäre, würden alle Laptops so aussehen wie die MacBook Pros.
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  #17  
Alt 14.07.2018, 18:27
MacMG MacMG ist offline
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Registriert seit: 07.01.2008
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 860
Nur nebenbei: Ich habe 970 Pro geschrieben und nicht 960 Pro und erstere kostet direkt bei Samsung 389,- €. Aber das ist auch egal.
Deinen Ausführungen stimme ich ja im Großen und Ganzen zu. Du übertreibst aber manchmal bei einigen Punkten. Nur um eine SSD oder Ram tauschbar zu machen, müssen die Geräte nicht doppelt so dick werden. Es handelt sich um Millimeter. Es gab eine Zeit, da konnte man bei den MBPs den Ram und HDD selber tauschen und auch zu dieser Zeit gehörten die MBPs zu den dünnsten auf dem Markt. Was das betrifft war und ist Apple einfach spitze. Die heutigen SSD Module sind im Gegensatz zu einer HDD winzig. Aber Apple hat überhaupt kein Interesse daran, dass die Anwender diese Module selber tauschen können. Wobei ich Apple durchaus zutraue, dass sie auch da einen perfekten Kompromiss zwischen Erweiterbarkeit und Größe finden würden. Frag doch mal die Anwender was ihnen wichtiger ist, ein paar Minimeter einsparen oder kundenfreundliche Erweiterbarkeit.
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  #18  
Alt 14.07.2018, 19:06
Jörn Jörn ist offline
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.060
Ja, bei dieser Frage werden sich viele Kunden für die tauschbare SSD entscheiden.

Nun gibt es ja jede Menge Laptops mit tauschbaren SSDs auf M.2-Karten. Nach meiner Meinung raucht das MBP alle diese Laptops trotzdem in der Pfeife, weil der Punkt mit den tauschbaren SSDs eben nur ein Aspekt unter vielen ist.

Und das ist mein Punkt: Dass andere Laptops nur in bestimmten Punkten vorne sind (wenn die Kunden exakt diesen Punkt wünschen). Nun könnte man meinen, dass man sich einfach ein Laptop konfiguriert, dass in allen Punkten den eigenen Wünschen entspricht. Aber dabei wird man feststellen, dass entweder ein Frankenstein herauskommt, oder dass man sich genau wie Apple gewissen Kompromissen stellen muss, ob's einem gefällt oder nicht.

Manche dieser Kompromisse sind ärgerlich oder bitter oder teuer. Aber das ist nunmal der Stand der Technik, und es kommt darauf an, das Beste daraus zu machen.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Features überhaupt nicht als Konfiguration zur Verfügung stehen, weil es überhaupt niemand anbietet. Etwa 5k-Support, die einzigartige Trackpad-Technik, und weitere Dinge.

Samsung, HP und Lenovo sind Jahre davon entfernt, so ein Laptop bauen zu können. Ich würde sogar sagen, es ist völlig ausserhalb ihrer Reichweite.
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  #19  
Alt 14.07.2018, 19:34
MacMG MacMG ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 860
Gut geschrieben, dem kann ich nichts entgegensetzen.
Auch für mich sind die MBPs als Gesamtpaket unerreicht.
Trotzdem wäre die Erweiterbarkeit die Krone des Ganzen und meiner Meinung nach scheitert das nicht an den technischen Möglichkeiten (bei möglichst dünnen Gehäuse), sondern am nicht vorhanden Willen seitens Apple dies umzusetzen. So ist eben auch mehr Geld zu verdienen. Es bleibt auch bei diesen, zum abschlecken genialen MBPs, ein kleiner bitterer Nachgeschmack.
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  #20  
Alt 15.07.2018, 19:13
QWallyTy QWallyTy ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Ort: tiefstes Sauerland
Beiträge: 17.758
QWallyTy eine Nachricht über AIM schicken
Moin,

ich habe jetzt mal meinen Wunsch iMac mit einem MBP mit gleicher Ausstattung verglichen und so extrem ist der Preisunterschied da gar nicht mal.

Das MBP kostet 300 EUR mehr hat dafür aber
- i9 6 Kerner (reizt mich sehr auch wenn ich sie vermutlich nicht oft brauche)
- Touchbar (egal nur TouchID wäre nett aber ich betreibe mein aktuelles MBP in 99% der Zeit zugeklappt also irrelevant)
- Akku (auch wenn ich es nur selten mobil nutze ein Vorteil)

Bleibt also abzuwarten was die i9 iMacs kosten werden.

Leider reicht das Geld weder für ein neues MBP noch für einen iMac (MBP würde ich auch wegen der unklaren Tastatur Situation noch nicht kaufen und iMac macht so kurz vor einem Update ja auch keinen Sinn).

Interessant wird jetzt halt ob TouchBar und TouchID am Mac eine MBP Eintagsfliege bleiben oder ob sie es doch noch (oder vielleicht sogar FaceID) in die neuen iMacs bauen.

Leider "muss" ich dieses Jahr noch ein iPhone X Plus kaufen da wird dann wohl kein Geld mehr für einen neuen Mac über sein.
__________________
QWallyTy
Mac mini 2018 / iPhone 11 / iPad Pro 2018 / 2 HPs / AW 4 LTE / diverse Sonüsse
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