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Corona-Endlosthread - Seite 88 - Mac-TV.de
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  #871  
Alt 10.10.2020, 13:17
McTenner McTenner ist offline
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Eine lesenswert sachliche Einordnung eines RKI-Mitarbeiters der aktuellen Zahlen und erneuerte Betonung der Vorteile durch das Tragen von Masken:
https://twitter.com/KaiSchulze_/stat...40305101770753

Die aktuell hohen positiven Testergebnisse sind demnach nicht mit den Zahlen aus dem Frühjahr vergleichbar.
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  #872  
Alt 10.10.2020, 13:19
mkummer mkummer ist gerade online
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Nicht zu vergessen - Verantwortung. Als Leiter von mehren grossen Gruppen kann ich Entscheidungen da nicht fällen wie für mich allein.
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  #873  
Alt 10.10.2020, 13:31
Jörn Jörn ist offline
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Zum Thema „Mut“: Ich will keine Haare spalten, und schließlich tauschen wir ja nur Ansichten aus. Aber Mut bedeutet für mich, dass es etwas Nennenswertes zu gewinnen gibt, und das Gewinn und Verlust in einem günstigen Verhältnis stehen. (Nur bei guten Aussichten ist es mutig, ansonsten ist es töricht.)

Was mir hierbei fehlt ist die nachprüfbare Schilderung eines etwas schwerer Erkrankten, der danach sagte: „Verdammt, das war es wert!“. Denn zu gewinnen gab es das Herumstehen mit einer Bierflasche auf dem Gärtnerplatz in München oder das Herumgrölen vor der Alten Oper in Frankfurt. Und da frage ich mich tatsächlich, ob man dies zutreffend mit „Mut“ beschreiben würde.

Laut RKI steckt eine infizierte Person im Schnitt eine weitere Person an. Ist das ebenfalls Mut?

Ausbaden müssen es am Ende auch Musiker wie Michael (siehe sein letztes Posting), denen dann kurzerhand das Konzert gestrichen wird, und im gleichen Aufwasch das Einkommen.

Wie gesagt, ich will nicht über eine Floskel herfallen, aber ich bin grad etwas angriffslustig, da ich die letzte Stunde damit zugebracht habe, die dummen Leserkommentare der FAZ zu lesen und mir dabei vorkam wie beim Jahrestreffen der NPD.

Geändert von Jörn (10.10.2020 um 14:01 Uhr).
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  #874  
Alt 10.10.2020, 13:48
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 8.925
Zitat:
Zitat von McTenner Beitrag anzeigen
Eine lesenswert sachliche Einordnung eines RKI-Mitarbeiters der aktuellen Zahlen und erneuerte Betonung der Vorteile durch das Tragen von Masken:
https://twitter.com/KaiSchulze_/stat...40305101770753

Die aktuell hohen positiven Testergebnisse sind demnach nicht mit den Zahlen aus dem Frühjahr vergleichbar.
Danke für den interessanten Link.

Das würde ich auch so sehen, es ändert sich laufend und direkte Vergleiche sind schwierig.

Allerdings finde ich seine Schlussfolgerung in einigen Punkten fragwürdig. Entscheidend ist nämlich nicht nur, wie viele Intensivfälle wir haben — hier gebe ich ihm recht, dass es heute mit 10.000 Infizierten sogar weniger sein können als vor ein paar Monaten mit 6.000 Fällen. Sondern entscheidend ist auch, ob wir in der Lage sein werden, es bei 10.000 Fällen zu halten. Es gibt ja kein Naturgesetz, dass es bei 10.000 Fällen bleibt. Sondern im Gegenteil, das Naturgesetz besagt, dass ohne eine wirksame Deckelung aus den 10.000 sehr schnell hunderttausend werden, und zwar unausweichlich. Und dann werden wir eben doch mehr Intensivfälle haben, als wir tolerieren können. Und je größer die „Durchseuchung“ der Bevölkerung wird, desto mehr wird es auch Risikogruppen erreichen.

Wo ist unsere Methode, 10.000 tägliche Fälle sofort zu isolieren, bevor diese die nächsten 10.000 angesteckt haben? Ich sehe nämlich keine.

Und das ist der Grund, warum wir eben doch alle Mühen darauf verwenden sollten, es bei 1.000 Fällen zu halten.

Ein weiterer möglicher Irrtum: Die 5.000 Fälle heute könnten zwar in der Tat weniger gefährlich sein als die 6.000 Fälle im Frühjahr, was die Todeszahlen angeht. Aber alle mir bekannten Epidemiologen sagen auch: Eine Verbreitung des Virus in der gesamten Bevölkerung ist weitaus gefährlicher als wenn es nur einzelne Hotspots sind. Insofern sind die heutigen 5.000 nämlich gefährlicher als die 6.000 im Frühjahr. Es ist ein Unterschied, ob ich ein größeres Feuer in der Küche habe, oder lauter kleine Feuer in allen Zimmern. Das Feuer in der Küche kann ich löschen, aber wenn‘s in allen Zimmern brennt, sind die Aussichten nicht so gut.

In Frankfurt beispielsweise gab es keine Riesenhochzeit und keinen Fleisch-Skandal. Sondern vor allem stieg die Anzahl der alltäglichen Ansteckungen ohne besonderen Anlass. Es brennt an allen Ecken und frisst sich von dort weiter. Wie fängt man sowas wieder ein?
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  #875  
Alt 10.10.2020, 15:01
McTenner McTenner ist offline
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Ort: Teutoburger Land
Beiträge: 167
Das ist jetzt natürlich meine höchst subjektive Einschätzung, aber ich würde mir diese „Angst“ für ein gefährlicheres Virus aufsparen. Vielleicht kommt das ja auch eines Tages.

Covid19 hat sein Gefahrenpotenzial, aber mit den Hinweisen aus Politik und medizinischer Fachwelt kann man damit umgehen. Wenn die Leute dies leid sind und ignorieren, hat man es offenbar überspannt oder nicht glaubwürdig vermittelt.

Vielleicht tut es dir mal ganz gut, nicht in den Kommentaren der FAZ zu lesen, sondern statt dessen (noch mehr?) aufs Rad an die frische Luft zu steigen. Soll ja auch das Immunsystem stärken. Ich mach das jetzt auch gleich.
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  #876  
Alt 10.10.2020, 15:17
mkummer mkummer ist gerade online
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Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 1.983
Es hat nichts mit Überspannen zu tun, wenn eine Pandemie halt so lange dauert und ein Ende nicht absehbar ist. Die meisten Menschen leiden unter einem Abnutzungs- oder Abstumpfungsprozess. Wenn was zu lange dauert, neigt man zu Ausbrüchen und meist hilflosen Reaktionen. Und dann sind es die Maßnahmen die an allem schuld sind und nicht die Ursachen: das Virus und das menschliche Unvermögen, damit vernünftig fertig zu werden.
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  #877  
Alt 10.10.2020, 15:24
McTenner McTenner ist offline
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Ist wie mit Filmen: ein Spannungsbogen ist halt nicht beliebig lang auf der Spitze zu halten.

So ein Rad taugt übrigens auch prima als Maskenhalter:
Angehängte Grafiken
 
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  #878  
Alt 10.10.2020, 15:57
Jörn Jörn ist offline
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Beiträge: 8.925
Ich teile nicht die lustig-lapidare Gleichgültigkeit, allerdings sehe ich das gewissermaßen aus einer „Frankfurter Perspektive“. Die Frankfurter bekommen derzeit noch nicht mal ein Hotelzimmer in München, ohne vorher einen Test gemacht zu haben, was dazu führt, dass man zu Hause bleibt. Da helfen dann keine Sprüche, sondern die Zahl muss runter.

Wie kriegen wir die Zahl wieder runter? Alles andere ist Firlefanz.

Eben war ich in der Fußgängerzone, wo seit gestern strikte Maskenpflicht herrscht, auch im Freien. In der übervollen Frankfurter Fußgängerzone ist das auch sinnvoll. — Und was sieht man? Ein Viertel der Leute trägt dennoch keine Maske. Zudem gibt es an den (wenigen) Ein- und Ausgängen der Fußgängerzone keine Plakate, die die neue Regel erläutern. Das wäre ein Aufwand von 1 Stunde gewesen. Auch gibt es kein Personal, um die Leute zu informieren und ggfs. eine Maske auszuteilen. Kurz: Es ist überhaupt nicht zu sehen, dass die Stadt sich ins Zeug legt, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Ganz anders vor dem Apple-Store. Es gibt Schilder und Warteschlangen für bestimmte Gruppen (Vorbesteller, Abholer, usw.) vor dem Laden. Ein Mitarbeiter erläutert und organisiert es. Alle tragen eine Maske, alle halten die Abstände ein. Warum? Weil sich jemand drum kümmert. Es macht sogar Spaß, wenn alle freundlich zusammenhalten. Die ganze Stadt müsste so gut organisiert sein wie der Apple-Store, dann wären wir ruck-zuck wieder im Lot, und zwar ohne großes Theater.
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  #879  
Alt 10.10.2020, 18:19
McTenner McTenner ist offline
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Registriert seit: 18.08.2020
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„Lustig-lapidare Gleichgültigkeit“, sehr schön.
Besonders, wenn ich mir in Erinnerung rufe, eine der ersten Maskenträger im Supermarkt gewesen zu sein und da noch Bewertungen wie „bescheuert“ zu hören bekam.

Apple scheint sich ja wirklich vorbildlich zu verhalten, die haben sogar eigene Masken entwickelt und gespendet.

Geändert von McTenner (10.10.2020 um 18:44 Uhr). Grund: Ergänzung
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  #880  
Alt 10.10.2020, 21:23
McTenner McTenner ist offline
Erfahrener Benutzer
 
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Ort: Teutoburger Land
Beiträge: 167
Bericht vom Spiegel aus der ersten „sperrstunden-behafteten“ Nacht in Berlin:
https://www.spiegel.de/panorama/gese...6-e3ec8a20344c

Auszug:
"Hier gilt das Wertesystem, dass wir auf unseren Spaß verzichten. Abends nicht mehr ins Berghain in die Darkrooms zum Bumsen, damit die Oma noch in den Supermarkt kann."
Das finde sie richtig, die Jungen sollten verzichten. Das Gespräch wird unterbrochen von einem Koksdealer, der irritiert fragt, ob man bestellt habe.
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