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Klassenfahrt Regeln 2015 - Seite 2 - Mac-TV.de
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  #11  
Alt 15.08.2015, 14:02
handy2703 handy2703 ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Saarland
Beiträge: 460
Schwieriges Thema, aber ich denke bei 16 Jährigen darf man schon erwarten das sie verantwortungsvoll genug sind um das Handy nicht einsammeln zu müssen. Das es während des Unterricht oder bei Ausflügen in die Tasche gehört versteht sich von selbst.
Wir erlauben Kindern mit 15 Jahren aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen (Mofa) und eine Ausbildung zu beginnen und betrachten sie eigentlich nicht mehr als Kinder.
Von daher sollte man ihnen auch etwas Verantwortung in der Schule übertragen und ihnen natürlich klarmachen das ein Verstoß gegen die Regeln und ein Missbrauch dieser Verantwortung Konsequenzen hat.
__________________
MacBook Pro 13“ 2018, iMac 21,5 (2011), iPhone 8, iPad 2017, Apple TV 4K, iPod Shuffle (4G)
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  #12  
Alt 15.08.2015, 15:19
cordcam cordcam ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.04.2010
Beiträge: 2.809
Jo. Und wenn er nicht verantwortungsvoll handelt, es Konsequenzen gibt, dann stehen die Eltern auf der Matte und drohen mit dem Anwalt, Schulrat usw.

Vielleicht sollten Eltern mal darüber nachdenken, WARUM Schulen heute schon im Vorfeld so konsequent handeln müssen.
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  #13  
Alt 15.08.2015, 16:57
Rapownzel Rapownzel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2011
Beiträge: 635
All die Verfechter der modernen Kommunikationsmittel sollten mal eine große Pause in einer beliebigen Schule die Schüler beobachten.
Es ist auffällig, wie viele von denen mit eingeklappten Schultern vornübergebeugt ihre gesamte Aufmerksamkeit dem Smartphone widmen.

Man fragt sich als Beobachter recht schnell, inwieweit man bei den jungen Benutzern dieser Technologie tatsächlichen von kompetenten Nutzern sprechen kann. Denn letztlich sind sie Endbenutzer, die wenig bis gar nichts von der benutzten Technik verstehen. Da nützt es auch nichts ab und zu mal ein Geo-Caching Projekt durchzuführen. - Ohne grundlegende Kenntnisse in Punkto Orientierung im Raum und "Wie geht eigentlich eine Landkarte?" nützt auch das Benutzen einer Geo-Chaching App nichts. Die Schüler lernen dann nur wie die App geht. Sie sollen aber lernen sich zu orientieren. Da geht eine Karte besser und ein Kompass - ein analoger. Wenn sie das beherrschen, dann können sie leichtere Methoden nutzen.
Wenn aber immer ein Exit-Pass vorhanden ist - das omnipotente Smartphone und der App-Kosmos - werden die Schüler darauf ausweichen. Google-Maps Fußgängernavigation aktiviert und los geht's.

Im übrigen scheinen viele Eltern auch mittlerweile keinen Einfluss mehr auf die Nutzung von Kommunikations- und Social-Apps nehmen zu wollen. Sie haben (das ist mein Eindruck) oftmals resigniert. Das Kind buckelt vor WhatsApp oder Facebook und scrollt ganz offensichtlich ohne konkretes Ziel durch die letzten Beiträge. Manchmal sehe ich gar Kinder die schweigend ihre Kontaktliste hoch und runter schieben und sonst nichts weiter mit dem Telefon in ihrer Hand anfangen als minutenlang auf eine Nachricht zu warten. Ihnen fehlt hier sogar das Vermögen, eine Unterhaltung mit irgendjemandem aus ihrer Kontaktliste zu initiieren.

Das hat mit Medienkompetenz nur insofern etwas zu tun, als dass sie schlichtweg fehlt. Und darüber hinaus fehlt es bei vielen dann auch noch an sozialer und selbstregulatorischer Kompetenz.
Das Nichtbemerken der eigenen Entfernung aus dem gegebenen Interaktionsraum zugunsten eines anderen, exklusiven Kommunikationsraumes - den im Telefon - zeigt ganz deutlich die mangelnde Fähigkeit, anfallende Impulse so lange zu unterdrücken, bis sich der reale Interaktionsrahmen aufgelöst hat. Kurz: Ich gucke auf mein Telefon, auch wenn mein Gegenüber noch mit mir redet.
Natürlich, wenn die Nachricht wichtig ist, dann hat das alles seine Berechtigung, aber liebe Eltern, bitte lasst euch die Chatverläufe zeigen. Und spätestens dann werdet ihr sehen, dass ein Großteil der Nachrichten aus Belanglosigkeiten besteht.
Das wissen natürlich auch die Kids aber fragt man sie, dann lächeln sie und antworten, dass sie eben doch zu neugierig sind und wissen wollen, warum das Telefon vibriert hat.

Die Schüler sollen den Umgang mit dem Smartphone lernen, eine berechtigte Forderung.
Dazu gehört aber auch, zu erkennen, dass das eigene Telefon nicht das Zentrum meines eigenen Daseins ist. Nicht jeder Eindruck muss getwittert, geWhatsAppd oder gefacebooked werden. Nicht jede Nachricht ist wichtig und wenn ich mal einen Tag nicht erreichbar bin, dann verliere ich nicht automatisch all mein soziales Umfeld.

Wenn die Eltern das ihren Kids nicht beibringen, dann müssen es eben die Lehrer machen. Und natürlich machen die Lehrer das - auch gegen den Willen der Schüler und der Eltern. Um das zu machen, muss aber ein Umfeld geschaffen werden, das Smartphones ausschließt.
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  #14  
Alt 15.08.2015, 17:56
restfulsilence restfulsilence ist offline
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Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 378
Zitat:
Zitat von hopsing27 Beitrag anzeigen
Interessant und erstaunlich, wie selbst Technik affine Menschen deren sinnvollen Einsatz in der schulischen Umgebung bewerten, ganz nach dem Motto, das hatten wir früher auch nicht , deshalb braucht man das heute auch nicht.
Ich weiß ja nicht ob du damit auf meinen Post anspielst, allerdings war der Vorschlag ernst gemeint. Es würde mich mal interessieren was dabei raus kommt, da du sagst, dass es so einfach ist. Ich stelle mir das alles sehr schwierig vor.

Und wenn man sagt, dass man von 16 jährigen erwarten kann, dass diese wissen wie man sich verhält, möchte ich nur mal an all die Erwachsenen erinnern, die mit dem Handy im Bundestag sitzen und während einer Rede am tippen sind, oder die im Auto telefonieren, während sie fahren und andere in Gefahr bringen.
Wenn das Kindern von solchen Leuten, welche Vorbilder sein sollen, vorgelebt wird, wie sollen die Kindern dann wissen oder verstehen warum sie das im Unterricht nicht dürfen. Nur weil es verboten ist? Handy am Steuer ist es auch und wen juckts? Oder wer kennt nicht das romantische Bild von einem Pärchen, das bei einem Date im Restaurant sitzt und beide gucken die ganze Zeit nur auf ihre Handys und spielen oder schreiben SMS. Sogar während des Essens. Und das sind keine Ausnahmen.
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  #15  
Alt 15.08.2015, 19:05
hopsing27 hopsing27 ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 11.04.2011
Beiträge: 130
Alles bedenkenswerte Argumente. Aus der Erfahrung mit meinen Kindern sehe ich es nicht so pessimistisch. In einem intakten Umfeld ist das Handy eher Segen als Fluch. Meine haben seit sie 12 sind erst ein Mobiltelefon und seit sie 14 sind ein Smartphone. Die Tochter nutzt es intensiv, der Junge nur sporadisch. Ihm muss man manchmal sagen, dass man auch mal antworten kann. Sie haben soziale Kontakte, nur das Verabreden läuft heute über Whats App anders als bei uns früher.
Wie bei allen Generationen zuvor, sehen die Erwachsenen die heutige Jugend mit Unverständnis und erwarten den Untergang des Abendlands
Zum schulischen Umgang mit Handys hier ein interessantes Interview mit einer Kommunikationswissenschaftlerin, das eher meine Meinung widerspiegelt.
http://derstandard.at/2000003269163/...eckschrittlich

Geändert von hopsing27 (15.08.2015 um 21:18 Uhr).
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  #16  
Alt 15.08.2015, 22:38
Rapownzel Rapownzel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2011
Beiträge: 635
Zitat:
In einem intakten Umfeld ist das Handy eher Segen als Fluch.
Das ist nicht oft so.

Häufig wird die Nutzung von Handys verwechselt mit irgendeiner diffusen Vorstellung von Medienkompetenz.
Aber wenn man sich mal bemüht und beobachtet, was da eigentlich genau gemacht wird, dann kristallisieren sich im Wesentlichen zwei Bereiche heraus:

- Kommunikation
- Unterhaltung

Die Übergänge sind dabei oft fließend.

Seltener ist der Informationsaspekt.
Wenige (Kinder und Jugendliche) rezipieren regelmäßig Nachrichtenseiten oder recherchieren über Wikipedia hinaus irgendwelche Dinge.
Alles andere erschöpft sich überspitzt gesagt n der Nutzung von Apps, die das tägliche Leben erleichtern sollen.

Bei beinahe Allem ausser der (Chat-)Kommunikation und der Unterhaltung fehlen den Jugendlichen häufig die Grundlagen der Handhabung. Recherche erschöpft sich im "googeln" von Fakten. - Eine recht oberflächliche Nutzung der größten Wissensdatenbank der Welt, wenn ich das mal sagen darf. Wie man Google richtig benutzt, wie man Unwichtiges von Wichtigem unterscheidet oder unseriöse Quellen erkennt - das sind Kompetenzen, die vielen Kids noch fehlen.
Im Unterricht werden dafür die Grundsteine gelegt. Das geschieht allerdings häufig anhand althergebrachter Medien (Texte, Filme, Bilder und Grafiken) und Aussenstehende wundern sich dann, warum die ganzen herrlichen neuen Medien nicht eingebunden werden. Aber im Grunde ist das nicht wirklich nötig - jedenfalls nicht zu Beginn des Lernprozesses. Wenn dann erstmal die grundlegenden Fähigkeiten angelegt wurden, kann jeder Schüler im Grunde auch leicht das Handy als bereichernde Quelle benutzen. Aber direkt mit dem Handy in den Lernprozess zu stürmen ist erfahrungsgemäß im normalen Unterricht problematisch.
Wenn ich in der Klasse eine Adhoc Rechercheaufgabe gebe und die Kids ihr Telefon benutzen sollen, stellt sich zumeist heraus, dass sie gar nicht richtig recherchieren können und das Telefon schon allein wegen seiner geringen Größe nur sehr eingeschränkt für komplexe Aufgaben geeignet ist.

Diese vielgelobten neuen Medien setzen für den konstruktiven Umgang eine Kompetenz voraus, die paradoxerweise viel effizienter anhand althergebrachter Medien erlernt werden kann.

Steht allerdings das Chatten und Facebooken im Vordergrund, dann kann man direkt mit dem Handy einsteigen. - Aber das können die Kids eh besser als wir älteren.

Wenn also eine Lehrerin die Handynutzung auf einer Klassenfahrt einschränkt, geschieht das vermutlich in der Absicht, die direkte Kommunikation (und damit übrigens auch die Erlebnistiefe) zu fördern und die Kinder dazu zu bringen, dass sie sich von ihrer gewohnten (und meist oberflächlichen) Problembewältigungsstrategie lösen und Alternativen kennenlernen und erproben.
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  #17  
Alt 16.08.2015, 01:24
Jörn Jörn ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 9.381
Sehr interessante Beiträge bisher.

Vielleicht betrachten wir das Thema zu sehr aus der Richtung des Smartphones und zu wenig aus der Richtung der Klassenfahrt.

Zu meiner Schulzeit hatte eine Klassenfahrt immer einen ganz bestimmten Zweck. Ging es einfach ein paar Kilometer weiter in eine Hütte, dann sollte das die Klassengemeinschaft fördern. Die Schüler sollten untereinander ein besseres Verhältnis bekommen, und auch das Vertrauen zu den Lehrern sollte gestärkt werden. Ging es hingegen weit weg (oder gar ins Ausland) standen bestimmte Lehrinhalte im Vordergrund.

Im ersten Fall (Zusammenhalt und Kennenlernen) ist es vermutlich einfach besser, wenn sich nicht immer die gleichen Gruppen zusammenfinden, und man möglichst viel miteinander interagiert. Ein Smartphone ist da nicht nötig.

Im zweiten Fall (Reise mit Lehrinhalt) könnten Smartphones nützlich sein, etwa indem die Schüler am Abend gruppenweise etwas über das recherchieren, was am nächsten Tag besucht wird, oder indem die besuchten Stätten nochmal "nachgeschmeckt" werden. Oder man könnte ein große Collage erstellen mit den Fotos, welche die Schüler gemacht haben. Oder man macht einen "Dia-Abend" (rein digital, natürlich) am Ende eines Tages.
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  #18  
Alt 16.08.2015, 14:36
smiling-mac smiling-mac ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.01.2008
Beiträge: 149
Unter Anbietern für Kinder- und Jugendreisen (darunter natürlich insbesondere Klassenfahrten) gab es kürzlich eine Umfrage zum Thema „Immer online?! Immer erreichbar?! - Smartphones und Co. bei Kinder- und Jugendreisen“.

Hier ein Auszug aus den Zwischenergebnissen:

"Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, Nutzungsregularien für den Umgang mit mobilen Endgeräten bei durchgeführten Programmen entwickelt zu haben. Der Umgang ist vielfältig. Die Bandbreite reicht von einem vorab mit den Teilnehmenden und deren Eltern kommuniziertem Verbot mobiler Endgeräte, über die Nutzung ausschließlich in dringenden Notfällen, bis hin zur aktiven Einbindung in die Programme. Ca. 25% der Befragten geben an, Smartphones & Co. aktiv in ihre Programmgestaltung einzubinden. 75% der Befragten zeigten sich offen für eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Thema."

(Quelle: transfer e.V.)
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