Schon länger tüftelt die Industrie an einer neuen Akku-Technologie. Es heißt, dass sich die Kapazität damit verzehnfachen lässt. Aber das sind rein theoretische Werte, die sich in der Praxis nicht erreichen lassen. Aber was lässt sich erreichen? Die Frage wird beantwortet durch die ersten Smartphones, die derzeit mit den neuen Akkus auf den Markt kommen, unter anderem von Samsung. Zieht Apple nach? Das ist wahrscheinlich. Aber was genau ist neu an dieser Technologie? Kurz gesagt: neue Silizium-Karbon-Anoden erhöhen die Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus. Klingt kompliziert, aber unterm Strich bedeutet es mehr Energie im gleichen Volumen. In der Sendung erläutern wir, wie solche Akkus intern aufgebaut sind und warum sich dadurch eine höhere Kapazität ergibt. Kann man solche Akkus auch in Laptops einbauen? (Spielzeit: 21 Minuten.)
Apple hat 2025 in Irland Körperschaftsteuer in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar gezahlt. Das entsprach laut neuen EU-Offenlegungen rund 40 Prozent der weltweit ausgewiesenen Summe von 43 Milliarden Dollar.
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Der hohe Betrag wurde nach Darstellung der Financial Times durch das abgeschlossene Verfahren zu irischen Steuernachzahlungen deutlich erhöht. Der Gerichtshof der Europäischen Union bestätigte 2024 die Vorgabe, dass Irland von Apple bis zu 13 Milliarden Euro an nicht erhobenen Steuern zurückfordern muss.
Die Europäische Kommission hatte argumentiert, Irland habe Apple durch frühere Steuerentscheidungen einen unzulässigen Vorteil gewährt. Dabei ging es um die Zuordnung von Gewinnen zweier irischer Apple-Gesellschaften zu Einheiten ohne Beschäftigte oder eigene Geschäftsräume.
Apple hatte diese Einschätzung bestritten. Apple erklärte, die Regeln des irischen Steuerrechts eingehalten zu haben. Die betroffenen Gewinne seien nach Ansicht von Apple geistigem Eigentum zuzurechnen, das in den USA entwickelt worden sei.
Die neuen EU-Regeln verpflichten große Unternehmen zu Berichten über Finanzdaten nach Ländern. Den Unterlagen zufolge wurden im Geschäftsjahr bis September 2025 rund ein Viertel von Apples weltweiten Vorsteuergewinnen über irische Gesellschaften verbucht.
Apple beschäftigt in Irland etwa 5.575 Menschen. Das Land ist Sitz der europäischen Zentrale. In Deutschland waren es laut den Unterlagen rund 4.089 Beschäftigte. Dort zahlte Apple 153 Millionen Dollar an laufenden Steuern.
Apple betonte gegenüber der Financial Times, die Angaben zeigten nicht alle Steuerzahlungen des Unternehmens. Die länderspezifischen Berichte erfassen vor allem Körperschaftsteuer. Andere Abgaben, etwa Mehrwertsteuer, richten sich stärker nach den Ländern, in denen Kunden einkaufen.
Der Smartphone-Markt schrumpft in Europa, Indien und Lateinamerika deutlich, doch Apple legte dort nach neuen Daten von Counterpoint Research bei Verkäufen oder Auslieferungen zu. In China schwächten sich die iPhone-Verkäufe seit Juli saisonal ab.
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In Europa fielen die Smartphone-Auslieferungen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf rund 35 Millionen Geräte. Damit war es nach Angaben von Counterpoint das schwächste zweite Quartal seit drei Jahren. Apple gewann neun Prozentpunkte Marktanteil und erreichte mit 34 Prozent denselben Anteil wie Samsung. Xiaomi kam auf 15 Prozent, Oppo auf vier und Honor auf drei Prozent.
In Indien lagen die Smartphone-Verkäufe von der 14. bis zur 31. Kalenderwoche 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Wachstum verzeichnete der Markt in diesem Zeitraum lediglich in zwei Wochen rund um große Rabattaktionen. Apple steigerte seine Verkäufe dagegen um 15 Prozent. Counterpoint nennt die anhaltende Nachfrage nach der iPhone-17-Reihe und Angebote zur besseren Finanzierbarkeit als Faktoren.
Die Marktforscher sehen bei den indischen Rabattaktionen vor allem eine zeitliche Verlagerung der Nachfrage. Nach den großen Online-Aktionen im Juli gingen die Verkäufe drei Wochen hintereinander gegenüber dem Vorjahr zurück.
Lateinamerika verzeichnete im zweiten Quartal einen Rückgang der Smartphone-Auslieferungen um zehn Prozent. Apple erhöhte seine Auslieferungen um fünf Prozent, Samsung um sechs Prozent. Bei Apple trugen laut Counterpoint die stabile Nachfrage nach dem iPhone 17 Pro Max, der weitere Anlauf des iPhone 17e und eine fortdauernde Nachfrage nach älteren Modellen bei. Apple habe höhere Kosten zudem teilweise selbst getragen, statt sie vollständig an Käufer weiterzugeben.
Im Premiumsegment oberhalb von 600 US-Dollar hält Apple in Lateinamerika rund 51 Prozent Marktanteil. Samsung folgt dort mit etwa 40 Prozent.
In China sank der Smartphone-Markt in den ersten 30 Wochen 2026 um 8,6 Prozent. Nach dem Shopping-Festival 618 weitete sich der Rückgang wieder auf zweistellige Raten aus. Apples Verkäufe schwächten sich seit Juli ab. Counterpoint verweist auf die saisonal ruhigere Phase vor einem erwarteten neuen iPhone-Start, zurückgenommene Rabatte und Nachfrage, die bereits durch die 618-Aktionen vorgezogen worden sei.
Als Belastung für den Gesamtmarkt nennt Counterpoint knappe Speicherkomponenten und höhere Preise. Die regionale Entwicklung fällt dennoch unterschiedlich aus: Während Apple in Europa, Indien und Lateinamerika gegen den Markttrend zulegte, zeigt China die für Apple typische saisonale Zurückhaltung vor einem neuen iPhone-Jahrgang.
Ist das nun gut oder schlecht? Wahrscheinlich ist es schlecht. Die verdammte KI soll unsere Musik in Ruhe lassen!
Andererseits, wer seine Jugend zur Zeit von Modern Talking und dem Naabtal Duo durchlitten hat, weiß: Es war schon mal schlimmer.
Demnächst möchte Apple eine freiwillige Kennzeichnung einführen, so hat Apple es gegenüber seinen Partnern angekündigt. Jeder Künstler oder Verlag soll dann selbst entscheiden, ob die KI nur ein bisschen nachgeholfen oder ob sie gleich selbst durch die virtuelle Flöte geblasen hat.
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Interessant ist der hohe Anteil von 30 Prozent. Man darf wohl annehmen, dass die Zahl rasant steigt. Zwar macht es derzeit einen winzigen Anteil dessen aus, was die Anwender sich tatsächlich anhören (0,5 Prozent laut Apple). Aber das liegt vermutlich nicht an der Musik selbst, sondern am Bekanntheitsgrad und am Anteil an der Alltagskultur. Damit will ich sagen, dass Elvis nunmal Elvis ist, und dass eine gerade angesagte Boygroup sehr viel mit dem Leben der Teenager zu tun hat (und sei es eingebildet), sodass die Teens kreischend vor dem Hotel stehen, wenn sie ihre Helden dort vermuten. All das fehlt der KI-Musik.
Illusionen
Es ist jedoch auch nicht wahr, dass in der bisherigen Musikindustrie alles echt wäre. Da gibt es plötzlich den lustigen Sommerhit, der überall im Radio läuft, und dem alle gerade genannten Attribute ebenso fehlen, weil ein anonymes Produzententeam ihn aus ein paar Samples zusammengeworfen hat. Die Plattenfirma wirft daraufhin hastig eine angebliche Band und ein paar Tänzer zusammen, damit man in TV-Shows auftreten kann.
Das ist Standard seit Jahrzehnten. Zumindest bei Unterhaltungsmusik ist fast alles eine Illusion, mit wenigen Ausnahmen. Die wenigen Ausnahmen sind eben sehr bekannt. Das meiste wird am Reißbrett entworfen, billig produziert, kurz getestet, dann verworfen.
Selbst bei bekannten Stars läuft das so: Ein Produzent ist verantwortlich für die nächste Platte. (Ja, ich weiß, dass es keine Platte mehr ist.) Man veranstaltet einen Wettbewerb mit Textern in einem Hotel. Dort sitzen die Texter, die ohne Bezahlung arbeiten. Dann wird ein Vormittag lang getextet bis der Schlüpfer qualmt, irgendein Schwachsinn, der wahnsinnig tiefsinnig oder frivol oder fröhlich klingen soll, was einem gerade einfällt.
Jeder schreibt, so viel er kann. Nach ein paar Stunden sammelt der Produzent alle Texte ein und wählt zwölf davon aus. Diese werden bezahlt, der Rest der Truppe geht leer aus. Die Musik zu den Texten wird auf ähnliche Weise produziert. Am Ende hat man zwölf bekloppte Songs, und acht davon klatscht man auf das Album. Es ist ein Handwerk.
Nicht alles wird auf diese Weise produziert, aber dieses System ist nicht ungewöhnlich. Klar, bei den wirklich großen Stars läuft es anders (solange die Umsätze stimmen). Es lief auch generell anders vor zwanzig Jahren. Aber diese Zeiten sind längst vorbei, ohne dass die KI daran schuld wäre.
Warum ausgerechnet Musik?
Was macht Apple Music so attraktiv für KI? Es ist dasselbe wie bei YouTube. Diese und ähnliche Dienste stehen vor einem fundamentalen Umbruch.
Warum? Dass KI-Modelle Musik und Video in überzeugender Qualität herstellen können, ist gar nicht so entscheidend. Die Aufmerksamkeit wird zumeist auf die Musik selbst (oder auf die Videos) gerichtet, und ob die KI solche Inhalte erzeugen kann. Aber das verfehlt den Punkt. Die Frage, ob die KI es kann, ist nicht relevant. Denn wenn sie es nicht kann, wird sie es irgendwann können.
Entscheidend ist der Feedback-Loop. Die KI muss erfahren, ob ihre Ergebnisse erfolgreich sind. Apple Music liefert die exakte Anzahl der Streams, ebenso YouTube. Dadurch lernt die KI, welche Merkmale gut ankommen. Außerdem gibt es Charts: Die KI kann daraus ableiten, was gerade angesagt ist, sozusagen als Zielgröße. Es ist sinnlos, ein Album mit deutschen Texten zu veröffentlichen, wenn die Top 100 selbst in Deutschland komplett englisch sind. Oder andersrum.
Wo immer es drei Zutaten gibt, wird die KI übernehmen: Regeln, Variation und ein Feedback-Loop. Und das ist exakt, was Apple Music darstellt. Und YouTube.
Welchen Weg geht Apple?
Wie kann Apple es verhindern, dass die kalte KI alle Menschlichkeit zuschüttet?
Die Frage ist, ob Apple es überhaupt will. Zwar wäre es möglich, dass man eine Weile damit prahlt, nur echte menschliche Musik anzubieten. Aber wenn sich die Regeln ändern sollten, und wenn man zum Geldverdienen vor allem eine KI, Abrufzahlen und schnelle Computer braucht — dann stellt sich die Frage, ob Apple das nicht alleine schafft. Vielleicht werden die Streaming-Anbieter ihren KI-Content kurzerhand selbst herstellen. Warum sollte man andere dafür bezahlen? — Eben!
Es wird anfangen mit Gebrauchsmusik: Musik zum Arbeiten, Musik zum Entspannen, Musik zum Meditieren, Musik zum Workout. Vielleicht mischt man in diese Playlisten erst fünf Prozent des eigenen KI-Krams hinein, dann zehn, je nach Resonanz.
Vielleicht gibt man den Anwendern die Kontrolle, indem sie eingeben dürfen, was sie gerade hören wollen. Es wird anfangs wirken wie ein interessantes Spielzeug, mit ein paar Reglern, die man selbst einstellen kann. Man versteckt es nicht verschämt, sondern man poliert es zu einem tollen Feature. Optional, optional. Es ist alles optional.
Und wenn wir einfach nicht mitmachen?
Vielleicht bestehen wir darauf, dass wir uns durch die Musik mit Menschen verbinden. Vielleicht möchten wir für Helden und Heldinnen schwärmen, echte Stars, nicht Software. Vielleicht verfliegt unser Interesse, wenn wir entdecken, dass alles nur eine Täuschung ist.
Die Musikindustrie wird uns diese Menschen, diese Helden, diese Stars bei Bedarf liefern. So war es immer. Denn nicht nur Musik ist ein menschliches Handwerk, sondern auch die Illusion. Es gibt Profis, die wissen, wie man diese Illusionen herstellt. Wenn die Kunden auf echte Bands bestehen, dann wird man ihnen echte Bands präsentieren.
Helene Fischer ist kein Fischer, Andy Borg ist kein Borg, Thomas Anders ist in der Tat anders, und Roy Black war weiß. Unterhalten haben sie uns trotzdem, oder genervt, je nach dem. Wir haben auch nicht mehr von ihnen verlangt. Vielleicht ist das eine ganz gute Einstellung.
Apple baut laut einem Bloomberg-Bericht mehr als 200 Stellen in Teams für Vision Pro, Siri und Software ab. Besonders betroffen sind die Entwicklung von Spielen für Vision Pro sowie die interne Produktion immersiver Videos.
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Rund 100 der betroffenen Stellen entfallen dem Bericht zufolge auf die Vision-Products-Group. Apple fährt demnach vor allem ein Team weitgehend herunter, das sich mit Spielen für Vision Pro befasste. Auch das Team für Apple Immersive Video wird verkleinert.
Apple will weiterhin eine kleinere Zahl immersiver Videos selbst produzieren und zugleich externe Anbieter dazu bewegen, Inhalte für die Plattform zu entwickeln. Immersive Video ist für Vision Pro produzierter dreidimensionaler Videoinhalt.
Weitere rund 100 Stellen sollen Teams für Siri und Software betreffen. Dort steht die Umstrukturierung im Zusammenhang mit Siri AI. Apple stellt für die neue technische Architektur neue Rollen bereit und verteilt Ressourcen neu. Dadurch entfallen zugleich einzelne bestehende Stellen. Auch das Team Intelligent Systems Experience, das an KI-gestützten Funktionen arbeitet, ist laut Bloomberg von der Neuordnung betroffen.
Apple erklärte, die Änderungen dienten dazu, das Geschäft weiterzuentwickeln und Nutzern die bestmöglichen Erfahrungen zu bieten. Das Unternehmen dankte den betroffenen Beschäftigten und verwies auf Unterstützung beim Übergang, einschließlich der Möglichkeit, sich intern auf andere Stellen zu bewerben.
Mitarbeitern wurde laut Bloomberg zudem mitgeteilt, dass Vision Pro und visionOS fortgeführt werden. Die Einschnitte betreffen damit bestimmte Arbeitsbereiche der Plattform, nicht deren vollständige Einstellung.
In einer versteckten Komponente von macOS Tahoe 26.7 sind weitere Details zu AirPods mit je einer Kamera aufgetaucht. Der Code beschreibt synchronisierte Standbilder (also kein Video) für Visual Intelligence, Code für Bewegungsabgleich und möglicherweise eine Kontrollleuchte.
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Die entdeckte Software-Komponente trägt den Namen „AccessorySensorManager“. Sie soll Sensordaten von AirPods verwalten, wenn diese mit einem Mac verbunden sind. Aus den darin enthaltenen Bezeichnungen und Funktionen lassen sich mehrere mögliche Eigenschaften ableiten.
Demnach hätte jeder Ohrhörer einen eigenen Kamerasensor. Die beiden Sensoren könnten farbige Standbilder mit identischen Bildnummern zeitgleich liefern. So stünden Visual Intelligence offenbar zwei Ansichten derselben Szene zur Verfügung. Der Code nennt Bilddaten mit bis zu etwa einem Megapixel. Ob zusätzlich weitere Sensoren vorgesehen sind, etwa Infrarotkameras, geht daraus nicht hervor.
Auffällig ist die Ausrichtung auf einzelne Bilder statt auf Videoaufnahmen. In einem aktiven Modus könnte das System ein synchrones Bildpaar anfordern. Daneben ist ein Modus mit einer vorgegebenen Aufnahmerate beschrieben, bei dem Bildpaare fortlaufend übertragen werden. Die Aufnahmen wären demnach für die Verarbeitung durch Visual Intelligence bestimmt und nicht zwingend als Fotos für die Mediathek gedacht.
Für den aktiven Modus nennt der Code eine Aufnahmegröße von 640 mal 640 Pixeln und ein verarbeitetes Ergebnis mit 1024 mal 1024 Pixeln. Ein passiver Modus arbeitet offenbar mit kleineren Bildern von 320 mal 320 Pixeln; als Ausgabe sind dort 320 mal 320 oder 512 mal 512 Pixel vorgesehen. Diese Werte müssen nicht der nativen Auflösung eines späteren Kamerasensors entsprechen.
Der passive Modus könnte Umgebungsinformationen erfassen. In der Software werden etwa Sprache in der Nähe, Veränderungen der Umgebungsgeräusche, Änderungen der Körperhaltung, Kopfbewegungen und Bewegungen außerhalb eines festgelegten Bereichs genannt. Aus dem Code lässt sich allerdings nicht zuverlässig ableiten, welche dieser Bedingungen tatsächlich eine Bildaufnahme auslösen würden.
Weil sich AirPods am Kopf laufend bewegen, enthält die Komponente auch Funktionen für Objektivkorrektur, die Kalibrierung beider Kameras und den Abgleich mit Bewegungssensoren. Bilder mit zu starker Bewegung oder verdeckter Sicht könnten verworfen werden. Außerdem gibt es einen Hinweis auf eine lokale Erkennung, ob sich eine Person im Bild befindet.
Eine weitere Stelle im Code kann offenbar eine Hardware-Anzeige samt Helligkeit steuern. Das könnte auf eine Kontrollleuchte hindeuten, die andere Personen auf laufende Bildaufnahmen aufmerksam macht. Ob eine solche Leuchte in einem späteren Produkt tatsächlich vorhanden wäre, bleibt offen.
Die Funde zeigen vor allem, wie Apple Kamera-AirPods technisch erproben könnte. Sie bestätigen weder ein fertiges Produkt noch dessen Funktionsumfang. Laut Berichten soll Apple frühere Pläne für ein Kamera-Modell auf Basis der AirPods Pro 3 verändert haben und an einer anderen Generation arbeiten. Als möglicher Zeitraum wird 2027 genannt.
Die Ablehnung von KI-Funktionen innerhalb der Apple-Community ist harsch und deutlich. Aber bei iMessage ist es besonders heftig. Hier ist eine Liste der Kommentare auf MacRumors und Reddit.
Zuerst MacRumors:
Oh boy! More data to give to the evil AI corporation!
Falls in the same category as the recent Meta AI app for Mac: hell no.
Lol hell no Scam buttman.
Hard pass.
No.
Yeppppp that’s a no for me.
Absolutely not.
I already share a lot of info with ChatGPT but considering the news out their of OpenAI practices of gathering Apple secrets I’ll pass on this.
Not letting ChatGPT have access to my imessages.
Who the hell would install this? NO.
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Nun zu Reddit:
Nah I'm good. (400 Likes)
Why the fuck would you trust them with that? (291 Likes)
Absolutely not. (175)
That’s a no from me dawg. (113)
Hahahahaha fuck no. (88)
Goodness this is a bad idea. (32)
Oh good, another "feature" to ignore. (27)
Anyone who uses this is safe to block. (6)
Thanks, I'll pass.
No thanks.
FUCK NO! lol
Nightmare.
No thanks.
What in the possible fuck would I need that connection for?
Thanks, no one asked for that.
No thanks.
Hell no!
Who wants that shit lol.
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Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser feinen Liste gab es nicht einen einzigen positiven Kommentar. Auch die Kürze der Kommentare ist bemerkenswert. Ich habe den kompletten Text der Postings wiedergegeben.
Man kann leicht erkennen, dass es nicht um ein einzelnes Feature geht — auf beiden Seiten. Der einen Seite geht es um eine generelle Ablehnung dieser Technologie insgesamt. Der anderen Seite geht es um die Verknüpfung immer weiterer Apps, Dienste und Daten, ungeachtet dessen, um welche es sich dabei handelt. Schritt für Schritt kommt alles an die Reihe.
Welche Seite hat nun recht? Die Keiner-fasst-meine-Sachen-an-Seite? Vielleicht. Aber wenn die KI-Revolution sich durchsetzt, dann werden alle Dinge, die nicht verknüpft wurden, bedeutungslos sein. Wie bitte, Final Cut kann nicht durch eine KI gesteuert werden? Ok, dann wird eine andere App diesen Platz einnehmen. Wie bitte, iMessage ist nicht kompatibel? Ok, dann setzt sich eben WhatsApp weiter durch.
In der nächsten Ära der Computertechnik sind die Dinge offen, vernetzt, kommunikativ. Alles redet mit allem. Alles ist ein Puzzlestück. Alles kann neu kombiniert, neu zusammengesetzt und in neuen Zusammenhängen benutzt werden. Vielleicht muss sich die Apple-Kundschaft noch daran gewöhnen?
Ein weiteres Gähnen in der Apple-Community, ein weiterer Jubel unter den KI-Punks: ChatGPT, nicht Siri, steuert iMessage. Damit wird genau das möglich, was Apple seit Jahren verspricht: »Wann kommt meine Großmutter am Flughafen an, und wo wollten wir dann essen gehen?«. Oder so ähnlich.
Ein Paukenschlag. Wie kann Apple es zulassen, dass ChatGPT eine Funktion liefert, an der Apple so lange gearbeitet hat und die so zentral wichtig ist? iMessage gehört zu den Kronjuwelen. Noch dazu der Zugriff auf lokale Daten. Doch ChatGPT bricht einfach ein. Apple steht machtlos daneben. Oder drehen sie irgendwann den Hahn zu? Können sie das überhaupt?
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Zwar funktioniert es derzeit nur auf dem Mac. Denn der Mac bietet weitreichende Bedienungshilfen, mit denen Apps ferngesteuert werden können, sofern der Anwender es erlaubt. Außerdem kann man einen Zugriff auf die gesamte Festplatte gestatten, womit der Zugriff auf die lokalen Kopien aller iMessage-Gespräche funktioniert. Auf dem iPhone ist das nicht möglich.
Und trotzdem. iMessage ist ein weiterer Schritt, eine weitere Datenquelle. Das macht es nicht weniger wichtig, sondern im Gegenteil umso wichtiger. Denn ChatGPT kennt auch die anderen Datenquellen. Es weiß, an welchen Projekten man arbeitet, welche Dokumente man neulich erstellt hat, welche Deadlines man einhalten möchte. Es versteht Zusammenhänge, ohne danach gefragt worden zu sein. Es schaut in den Kalender, ohne dass man es mühsam befehlen müsste.
Vor ein paar Tagen habe ich in einem Editorial erläutert, dass die Betriebssysteme (macOS, iOS) langsam nach unten sinken, und dass darüber eine neue Schicht eingezogen wird. Hier sieht man die neue Schicht. Es geschieht vor unseren Augen. Anstatt Apps zu erlernen und zu bedienen, beschreiben wir in Zukunft Aufgaben und erwarten, dass sie erledigt werden. Beispielsweise könnte ich sagen:
»Gerade hat Samsung neue Galaxy Smartphones angekündigt, aber Basti kennt sich da besser aus als ich. Recherchiere, was Galaxy angekündigt hat und fasse es kurz zusammen, dann sende es Basti mit der Frage, ob er denkt, dass wir das in der Sendung gebrauchen können.«
Und wie von Zauberhand wird im Web recherchiert, zusammengefasst und an Basti gesendet. Diese Zusammenarbeit verschiedener Apps, mit verschiedenen Daten und mit verschiedenen Personen, war bislang die Aufgabe des Betriebssystems. Der Anwender hielt die Fäden zusammen, aber mit den Werkzeugen des Betriebssystems. Plötzlich ist das die Aufgabe dieser KI-Apps.
Ich könnte sagen:
»Suche in Apples Newsroom nach allen Produktankündigungen für dieses Jahr, aber berücksichtige nur Hardware, geordnet nach Quartalen. Sende die Liste an Basti mit der Bitte, er solle sich für jedes Quartal ein »bestes Produkt« aussuchen. Dann können wir einen Gewinner küren. Schreibe diese Liste auch in mein Sendekonzept für den 12. Dezember. Füge für jedes Produkt ein Bild hinzu, bitte ganz am Ende der Liste. Achte auf ausreichend große Bilder für eine Präsentation.«
Diese Verkettung von Aufgaben ist möglich bei den neuen Desktop-Apps der großen KI-Anbieter. Aber nicht bei Siri selbst. Ansätze davon zeigte Apple zwar in manchen Demos, aber es war weiterhin der Anwender, der die Schritte verband.
Hier ist das Demo, Schritt für Schritt. Zuerst in iMessage suchen: »Was war noch mal diese Nachspeise, die Maria neulich erwähnt hatte?« Daraufhin wurde es in iMessage gefunden. (Klicke auf den Titel dieses Artikels für eine größere Ansicht.)
Dann sollte diese Nachspeise mit einem zuvor gesuchten Rezept für die Hauptspeise zusammengeführt werden, um ein Menü zu erstellen. Die Aufgabe für Siri bestand darin, den früheren Kontext (die Hauptspeise) zu erinnern. Bisher ging das nicht.
Unten: Das Ergebnis wird angezeigt(ein Menü für eine Party).
Unten: Anschließend soll das Menü an eine Chatgruppe gesendet werden.
Unten: Siri formuliert den Text für die Nachricht, der auch das Menü enthält. Siri fragt, ob der Text gesendet werden soll.
Das ist alles wunderbar und tatsächlich nützlich. Jedoch kann der Anwender sehr viel komplexere Aufgaben automatisch erledigen lassen, wenn er anstelle von Siri einfach ChatGPT (oder eine ähnliche App) verwendet. Langsam sinken Apps und Betriebssystemen nach unten, und die eigentliche Oberfläche liefern andere.
Vielleicht ist einem die schrittweise Ausführung bei Siri und iMessage ohnehin lieber. Da sieht man wenigstens, was gerade passiert. Das mag alles sein. Aber die Zukunft wird dort gemacht, wo es anfangs noch etwas knirscht und rumpelt. Man sollte sich davon nicht blenden lassen, dass bei Apples alles so vertraut aussieht.
Apple kann diesen Trend nicht aufhalten, sondern nur mitmachen. Man muss nicht lange raten, welche Funktionen Apple im kommenden Jahr liefern wird.
Das Video zeigt, wie das Plugin eingerichtet wird, und wie ChatGPT anschließend die Konversationen zwischen Basti und Jörn zusammenfasst. Klickt auf den Titel, um eine größere Ansicht zu erhalten. Oder ruft das Video direkt im Browser auf (klick mich).
Adobe stellt die Firefly-Werkzeuge Generate Music, Generate Speech und Generate Sound Effects allgemein bereit. Nach Angaben des Unternehmens sind die damit erzeugten Musikstücke, Sprachaufnahmen und Geräusche für die kommerzielle Nutzung freigegeben.
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Generate Music erstellt nach Angaben von Adobe lizenzierte Musikstücke, die sich an Länge und Stimmung eines Videos ausrichten lassen. Das Werkzeug kann den Inhalt eines Videos analysieren und daraus bearbeitbare Vorschläge für Eingaben ableiten. Anschließend lassen sich unter anderem Tempo, Energie und Dauer festlegen. Firefly erzeugt vier Varianten zur Auswahl.
Mit Generate Speech werden Skripte in Sprachaufnahmen umgewandelt. Dafür stehen laut Adobe ein eigenes Firefly-Sprachmodell sowie ElevenLabs zur Wahl. Einzelne Passagen eines Textes können mit Hinweisen für Aussprache und Ausdruck versehen werden.
Generate Sound Effects soll Klänge passend zu Handlung, Timing und Dynamik einer Szene erzeugen. Neben einer Texteingabe kann auch ein eingesprochener Sound als Vorlage dienen.
Die drei Funktionen stehen in der Webversion von Firefly auf Desktop- und Mobilgeräten bereit. Adobe erklärt, die damit erzeugten Inhalte seien für die kommerzielle Nutzung freigegeben. Gerade bei Musik nennt Adobe Lizenz- und Urheberrechtsfragen sowie Lizenzkosten als wichtige Hürden für Kreative.
Zugleich erweitert Adobe die Modellauswahl von Firefly um Gemini Omni Flash von Google. Das multimodale Modell verarbeitet neben Texteingaben auch Video-, Audio- und Bildmaterial. Damit sollen sich Videoinhalte im Dialog mit dem Modell entwickeln und über mehrere Bearbeitungsschritte verändern lassen.
Gemini Omni Flash ergänzt die bereits in Firefly verfügbaren Modelle von Adobe und weiteren Anbietern. Firefly entwickelt sich damit weiter zu einer Plattform, die unterschiedliche KI-Modelle und Werkzeuge für die Medienproduktion bündelt.
ChatGPT kann über ein neues Plugin in der macOS-App Gespräche aus Apples Nachrichten-App lesen und durchsuchen sowie iMessage-, SMS- und RCS-Nachrichten vorbereiten und nach Bestätigung versenden.
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Das neue Apple-Messages-Plugin steht laut OpenAI in der ChatGPT-Desktop-App für macOS in allen Tarifstufen zur Verfügung. Es funktioniert in ChatGPT Work und Codex.
ChatGPT kann damit iMessage-, SMS- und RCS-Unterhaltungen lesen und durchsuchen. Außerdem kann der Assistent Nachrichten formulieren und über die Nachrichten-App versenden. Sogar Dateien können versendet werden.
Die zugänglichen Chats können auch für Auswertungen herangezogen werden. Beispielsweise kann man Fragen zu einer bestimmten Person oder zu einem bestimmten Thema stellen, oder sich allgemein auf den neuesten Stand bringen lassen, etwa: »Um was muss ich mich kümmern?», oder »Wann kommt meine Tante am Flughafen an?«, oder »Was gibt es zu tun bei meinem Chat mit Andreas?«.
Beim Versand greift in der Standardkonfiguration eine Bestätigung: Nutzer müssen sowohl die jeweilige Nachricht als auch ihre Empfänger freigeben. OpenAI verweist in seiner Dokumentation auf Risiken einer dauerhaften Versandfreigabe und beschreibt, wie sich erteilte Zugriffsrechte wieder entziehen lassen.
Nicht möglich ist es, ChatGPT über Apples Nachrichten-App aus der Ferne zu bedienen. Auch in regulären ChatGPT-Chats steht das Plugin nicht zur Verfügung, sondern man muss in der App umschalten auf den Modus »Work« oder »Codex«, weil nur dort die KI-Agenten zur Verfügung stehen, die diese Funktion ausführen.
Das Bild entstammt einem interessanten Blog-Posting, das die Erfahrungen mit dem neuen Galaxy Fold 8 zusammenfasst. Das Galaxy Fold 8 soll angeblich sehr ähnliche Abmessungen besitzen wie das vermutlich bald kommende iPhone Ultra.
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Man kann auf dem Bild gut erkennen, dass das Fold 8 sogar etwas kleiner ist als ein iPhone mini, und drastisch kleiner als ein iPhone Max. Nur wenn man es aufklappt, entfaltet es sich auf die Größe eines iPad mini, ungefähr. Aber dann ist es kein iPhone mehr, sondern ein Tablet, und erfordert beidhändige Bedienung.
Vielleicht ist das gerade der Vorteil: Einerseits viel kleiner als ein normales iPhone, anderseits sehr viel größer. Vielleicht ist das aber ein Nachteil: Es sitzt womöglich zwischen allen Stühlen, und am Ende ist das normale iPhone Max vielleicht der bessere Kompromiss. Wer weiß? Zumal man das iPhone Max noch mit einer Hand bedienen kann.
Eine Lösung könnte darin bestehen, das iPhone Ultra in einer noch größeren Variante zu bauen. Dann hätte man das iPhone Ultra und das iPhone Ultra Max. Ehrlich gesagt klingt das eher nach einem Waschmittel als nach einem Computer.
Über verschiedene Statistiken lässt sich abschätzen und berechnen, wie lange ein Smartphone durchschnittlich in Verwendung bleibt, bevor es ersetzt wird. Vor zehn Jahren lag es noch bei etwa 4 Jahren.
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Danach stieg es kontinuierlich an, bis es im Jahr 2023 dann eine Verwendung von 8 Jahren erreichte. Seitdem ist der Wert stabil: 8 Jahre bleiben Smartphones durchschnittlich in Verwendung, möglicherweise wechseln sie dabei aber den Besitzer. (Sofern diese Berechnungen korrekt sind.)
Beim iPhone ist dieser Effekt offenbar noch stärker: Fast zehn Jahre bleiben die Geräte in Gebrauch.
Entsprechend sinken auch die Verkaufszahlen im Smartphone-Markt insgesamt, aber Apples Verkäufe sind recht stabil. Das würde bedeuten, dass sich Apples Kundschaft immer weiter vergrößert, auch wenn nicht alle ihr iPhone direkt bei Apple gekauft haben. Über iCloud und andere Services kann Apple dennoch davon profitieren.
Wie lange haben Apple-Nerds wohl ihre iPhones in Gebrauch? Die Zeiten, als man pflichtbewusst jedes Jahr ein neues kaufte, sind vermutlich vorbei. Oder nicht?
Generalist AI hat mit GEN-1.5 ein Modell vorgestellt, das Robotern Aufgaben anhand einer drei bis zwölf Sekunden langen Vorführung beibringen soll. Das Unternehmen meldet über zehn Tests hinweg eine durchschnittliche Erfolgsquote von 59 Prozent; eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Die Vorführung wird nach Angaben von Generalist AI als „physischer Prompt“ in den Kontext des Modells geladen. Anschließend soll der Roboter die gezeigte Aufgabe ohne weiteres Training ausführen. Das Unternehmen demonstriert unter anderem das Öffnen eines Schraubglases und das Herausziehen von Geldscheinen aus einem Portemonnaie.
Mit zehn zusätzlichen Trainingsschritten auf fünf Minuten Daten soll die Erfolgsquote in den Tests auf 83 Prozent gestiegen sein. Die genannten Werte stammen vom Unternehmen selbst. Die gezeigten Aufgaben sind zudem kurz und vergleichsweise einfach, sodass sich daraus noch keine Aussage über längere oder wechselnde Arbeitsabläufe ableiten lässt.
Generalist AI zufolge kann GEN-1.5 zwei Vorführungen zu längeren Handlungsfolgen verbinden, Demonstrationen aus Simulationen nutzen und teilweise menschliche Handbewegungen nachahmen. Diese Fähigkeiten seien während eines mehr als achtmonatigen Vortrainings mit Interaktionsdaten entstanden und nicht gezielt einzeln trainiert worden.
Ansätze zum Lernen aus Vorführungen im Kontext wurden bereits von anderen Forschungsteams gezeigt. Generalist AI beansprucht jedoch, die Methode auf ein breiteres Aufgabenspektrum übertragen zu haben. Für diese Einordnung und die gemeldeten Erfolgsraten stehen unabhängige Prüfungen noch aus.
Apple hat ein Bundesgericht in Kalifornien gebeten, OpenAIs Antrag auf Abweisung der Klage wegen mutmaßlicher Verletzung von Geschäftsgeheimnissen zurückzuweisen. Apple hält die Vorwürfe gegen OpenAI, dessen Hardware-Tochter io Products sowie zwei frühere Apple-Mitarbeiter für ausreichend konkret.
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Apple verlangt in seiner 32-seitigen Erwiderung, den Antrag vollständig zurückzuweisen. OpenAI stütze seine Argumentation auf Verzerrungen, Spekulationen und Unterlagen, die bei dieser Verfahrensfrage nicht maßgeblich sein sollten, heißt es in der Eingabe.
Die Klage richtet sich neben OpenAI gegen io Products, Chang Liu und Tang Tan. Apple hatte im Juli behauptet, dass vertrauliche Hardware-Informationen im Umfeld von Bewerbungen und Wechseln früherer Apple-Mitarbeiter zu OpenAI abgeflossen seien. OpenAI weist die Anschuldigungen zurück.
Apple bekräftigt den Vorwurf gegen Liu, er habe nach seinem Ausscheiden eine seltene Schwachstelle bei der Anmeldung genutzt, um auf einen Apple-Dateispeicher zuzugreifen. Dort soll er Dutzende vertrauliche Dateien heruntergeladen haben. Apple nennt als Beispiel Unterlagen zur Herstellung und Prüfung von Hauptplatinen.
OpenAI hatte einen Austausch veröffentlicht, in dem Apple-Mitarbeiter Liu nach seinem Wechsel um Informationen bitten. Damit wollte OpenAI zeigen, dass Apple seinen Zugang zu Informationen missverständlich schildere. Apple entgegnet, dieser Austausch betreffe nicht den behaupteten unbefugten Zugriff auf den Dateispeicher. Eine Frage im Rahmen einer Übergabe sei keine Erlaubnis, vertrauliche Dateien abzurufen oder herunterzuladen.
Bei Tan verteidigt Apple seinen Vorwurf, dass dieser Bewerber gezielt zu vertraulichen Apple-Projekten befragt habe. Nach Apples Darstellung soll Tan eine damalige Apple-Mitarbeiterin auch aufgefordert haben, Bauteile aus ihrer Arbeit zu einer Vorführung bei OpenAI mitzubringen. Genannt werden Batterien, System-on-Chips, Hauptplatinen und Abschirmungen.
OpenAI hatte dies als Bitte um öffentlich verfügbare Komponenten für eine unverbindliche Vorführung dargestellt. Apple hält dagegen, die Aufforderung habe sich ausdrücklich auf Teile aus der internen Arbeit der Bewerberin bezogen. Apple verweist zudem auf den Vorwurf, eine Bewerberin habe kurz vor einem Gespräch Dateien zu einem streng vertraulichen Projekt gesichert.
Ein wesentlicher Streitpunkt ist der nötige Detailgrad der Klage. OpenAI argumentiert, Apple habe kein ausreichend bestimmtes, schutzfähiges Geschäftsgeheimnis benannt. Apple verweist dagegen auf die Rechtsprechung im neunten US-Berufungsgerichtsbezirk. Die genaue Bestimmung der geschützten Informationen sei eine Tatsachenfrage für die spätere Beweisaufnahme. Apple argumentiert außerdem, eine vollständige öffentliche Beschreibung würde die Informationen offenlegen, die geschützt werden sollen.
Apple kritisiert auch die zusätzlichen Unterlagen, die OpenAI zu seinem Antrag eingereicht hat, darunter Textnachrichten, eine Liste interner Apple-Projektnamen und einen Leitfaden für Bewerbungsgespräche. Nach Apples Auffassung darf OpenAI diese Dokumente nicht nutzen, um bei der frühen Prüfung konkurrierende Tatsachendarstellungen durchzusetzen.
Das Gericht wird die Argumente voraussichtlich am 1. Oktober anhören. Die Entscheidung betrifft zunächst nur die Frage, ob Apple mit seinen Vorwürfen weiter prozessieren darf. Ob Geschäftsgeheimnisse verletzt wurden, ist noch offen.
Die Europäische Kommission begrüßt Apples neue Geschäftsbedingungen für den App Store in der Europäischen Union. Die Regeln mit neuen Kommissionssätzen für unterschiedliche Zahlungs- und Vertriebswege treten am 1. Oktober in Kraft; die Kommission will ihre Umsetzung überwachen.
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Apple ersetzt die bisherige Core Technology Fee durch eine Core Technology Commission. Diese beträgt fünf Prozent auf digitale Transaktionen in Apps, die über alternative App-Marktplätze oder direkt über das Web verbreitet werden. Gleichzeitig entfallen die bislang für diese Vertriebswege vorgesehenen Gebühren für die erste Nutzergewinnung und für Store-Dienste.
Für Apps im App Store richtet sich die Höhe der Kommission künftig stärker nach dem gewählten Zahlungsweg. Bei Apples In-App-Kauf verlangt Apple grundsätzlich 26 Prozent. Für die meisten kleineren Entwickler sowie Teilnehmer am Small Business Program, Mini Apps Partner Program und Video Partner Program gelten 15 Prozent. Dieser Satz gilt auch für automatisch verlängernde Abonnements nach dem ersten Jahr.
Bei alternativen Zahlungsabwicklungen direkt in einer App beträgt die Kommission 20 Prozent. Teilnehmer an den genannten Programmen zahlen zehn Prozent. Führt eine App für den Kaufabschluss per Link auf eine Website, sind es 15 Prozent beziehungsweise zehn Prozent für die berechtigten Programmteilnehmer.
Entwickler dürfen in der EU künftig Apples In-App-Kauf und alternative Zahlungsoptionen parallel anbieten. Die Alternative kann in der App erscheinen oder über einen Link auf eine Website führen. Apple macht Vorgaben für eine nachvollziehbare und einheitliche Darstellung. Eine Entscheidung für einen Zahlungsweg soll jeweils zwölf Monate gelten.
Die neuen Bedingungen folgen auf Gespräche zwischen Apple und der Europäischen Kommission. Die Kommission verweist auf ihre Entscheidung zu Apples früheren Weiterleitungsregeln sowie auf vorläufige Feststellungen zur alternativen App-Verbreitung aus dem April 2025. Nach Auffassung der Behörde sollen Nutzer in der EU eine vollständige und wirksame Wahl zwischen alternativen Vertriebswegen erhalten.
Apple lockert außerdem die Voraussetzungen für Betreiber alternativer App-Marktplätze. Eine Bankbürgschaft über eine Million Euro ist nicht mehr zwingend. Als Nachweise können unter anderem finanzielle Stabilität, eine Börsennotierung, geprüfte Jahresabschlüsse oder bestimmte Finanzierungen genügen. Apps aus alternativen Marktplätzen und aus dem Web bleiben notarisierungspflichtig.
Für Kinder und Jugendliche gelten besondere Einschränkungen. Apps in der Kategorie Kinder dürfen keine Kauf-Links zu Websites enthalten. Für Nutzer unter 13 Jahren sind solche Links aus App-Store-Apps ebenfalls nicht zulässig. Apps mit alternativen Zahlungen oder Kauf-Links müssen bei Minderjährigen unter 18 Jahren eine elterliche Freigabe vorsehen, soweit dies nach den jeweiligen Vorgaben erforderlich ist.
Epic Games kritisiert die neuen Konditionen weiter. Das Unternehmen hält insbesondere die Kommissionen von 20 Prozent für alternative Zahlungen in Apps, 15 Prozent für Kauf-Links und fünf Prozent bei alternativer Verbreitung für nicht vereinbar mit dem Digital Markets Act. Epic bezeichnet die Gebühren als unnötige neue Belastung. Die Europäische Kommission kündigt dagegen an, Apples tatsächliche Umsetzung der Bedingungen ab Oktober zu beobachten.
Nachdem Meta obszöne Summen ausgegeben hat, um sich wieder in die vordere Reihe der KI-Anbieter zu katapultieren, werden langsam die ersten Ergebnisse sichtbar. Ein neues Video-Modell, das sich derzeit in einer geschlossenen Beta-Phase befindet, zeigt tatsächlich sehr gute Ergebnisse.
Das Modell kann Videos (mit Ton) in einer Länge von maximal 10 Sekunden erzeugen. Interessant ist dabei die Qualität der Bilder (die feinen Details), die realistischen Bewegungen aller Objekte, und eine genaue Befolgung des Prompts, den der Anwender eingibt.
Hier sind ein paar Beispiele. Tipp: Wenn man den Titel dieses Artikels anklickt, öffnet er in einer größeren Ansicht, sodass man die Videos besser beurteilen kann.
Prompt: "The man couldn't believe it when he finally became a kitten dad. Excitedly he shouted "I'm a dad now! A cat dad!". He's so happy that he starts tearing up. The kitten meows before the video ends."
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Prompt: "A glass of red wine tips over on a white marble counter, spilling toward the camera. Static shot"
Prompt: "A woman with curly red hair and a green scarf walks toward camera down a crowded Tokyo street at night, stops, and looks up."
Prompt: "Orbiting shot around a chef plating a dish, 180-degree arc, shallow depth of field."
Prompt: "A neon sign reading ‘OPEN 24 HOURS’ flickers on above a diner door in the rain."
Prompt: "Two fighters in a dimly lit warehouse; one throws a punch, the other blocks and counters. Handheld camera, shallow depth of field."
Apples größter Gegner für die Saison 2026/27 ist nicht etwa Samsung, oder Google, oder OpenAI. Auch nicht die EU. Sondern es ist der Wäschetrockner. Das ist kein Scherz, sondern technische Realität.
Wer sein iPhone pflichtbewusst in der Hosentasche seiner Jeans (für Personen über 50), in seine Leinenbundhose (für Leute bis 35), oder in seinem Polyester-Ethylen-Mikrofaser-Beinkleid (der Rest) verstaut, der weiß es mit schrecklicher Klarheit: Das Display des iPhones zieht kleine Textilfasern an, die sich in der Hosentasche sammeln. Man steckt das iPhone in die Hosentasche, und es kommt voller winziger Fusseln wieder heraus.
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Warum?
Warum sammeln sich die Fasern in der Hose? Zuerst die nötigen Fakten: Eine Versammlung ab einer Anzahl von zwölf Teilnehmern gilt als Demonstration und muss angemeldet werden. Aber bei Fasern ist das anders: Hierbei handelt es sich um Abrieb, verursacht durch die Reibung in der Waschmaschine. Durch den abschließenden Spülvorgang werden diese Fasern ausgespült, aber in den Taschen bleiben sie hängen.
Wenn noch eine Trocknung in der Maschine folgt, verstärkt sich dieser Effekt deutlich: Denn je trockener die Wäsche, desto stärker die Reibung. Und die Spülung bleibt aus. Die abgeriebenen Fasern haften deswegen an der Wäsche, vor allem in den Taschen. Je öfter man wäscht (und trocknet), desto mehr Fasern sammeln sich an.
Zum Vergleich: Hängt man seine Wäsche umweltbewusst im Garten auf eine Leine, fehlt die Reibung während der Trocknung weitgehend. Die paar wenigen Fasern, die beim Waschen gelöst wurden, bläst der Wind in das Nachbargrundstück. Das Ergebnis ist saubere, fusselfreie und langlebige Wäsche.
Das orakelte iPhone Fold (oder iPhone Ultra) wird diese kleinen Fasern anziehen. Aber die Kunden ahnen nichts davon. Die Kunden denken, sie halten das iPhone sauber und staubfrei, wenn sie es brav in der Tasche verstauen. Vielleicht verwenden sie sogar eine Hülle. Aber die statische Anziehung erfolgt durch das große Display. Davor schützt keine Hülle. So gelangen die Fasern langsam ins Gerät und finden nie wieder heraus. Es geht immer nur in diese Richtung: stets hinein, niemals hinaus. Das iPhone Fold ist ein Magnet für kleine Fusseln.
Lösungen
Die einfachste Lösung besteht darin, das iPhone nicht mehr in die Tasche zu stecken, oder allenfalls geschützt durch einen Tiefkühlbeutel mit Zip-Verschluss. Wem das zu viel Plastik ist, der kann auch ein mit Wachs beschichtetes Butterbrotpapier verwenden und es darin einwickeln.
Für politische Aktivisten eignet sich auch Alufolie, das löst noch eine Reihe weiterer Probleme.
Eine nasse Hose ist weniger anfällig für Staub, außerdem betont es die sportliche Figur. Mit etwas Gel im Haar und einer nassen Hose entsteht im Handumdrehen ein aktueller Look, mit dem man seine Individualität unterstreicht.
Warum überhaupt eine Hose? Man muss doch die Dinge mal hinterfragen, sonst entwickelt man sich nicht weiter.
Es heißt, für das neueste iPhone ziehen die Fans ihr letztes Hemd aus. Und jetzt eben die Hose.
Apple will seine AirPods mit Sensoren für Visual Intelligence laut Bloomberg trotz eines geleakten Demovideos erst 2027 auf den Markt bringen. Die Geräte sollen Umgebungsinformationen für Siri AI liefern, aber keine Fotos oder Videos aufnehmen.
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Auslöser der jüngsten Erwartungen war ein Demovideo, das in einer Vorabversion von macOS 26.7 entdeckt wurde. Darin hält ein Nutzer ein Buch vor einen AirPod. Siri erkennt offenbar den Buchtitel und soll ihn für später sichern können.
Bloomberg zufolge zeigte dieses Video die intern als B790 bezeichnete Variante. Dabei soll es sich um eine modifizierte Version der AirPods Pro 3 handeln, ergänzt um Sensoren und KI-Funktionen. Dieses Modell habe noch bis vor Kurzem auf Apples Roadmap für 2026 gestanden, sei nun aber nicht mehr für dieses Jahr vorgesehen.
Daneben soll Apple unter dem Codenamen B798 an einer weiteren Ausführung arbeiten. Diese werde als neue Generation der AirPods Pro beschrieben, ebenfalls mit Kameras beziehungsweise Sensoren. Apple entwickelt intern häufig mehrere Varianten eines Produkts parallel.
Die verbauten Sensoren sollen nach den Angaben niedrig auflösen. Sie wären nicht zum Aufnehmen von Fotos oder Videos gedacht. Stattdessen sollen sie die Umgebung erfassen und Siri AI sowie anderen KI-Funktionen Kontext liefern. Denkbar sind damit Anfragen zu Gegenständen, Texten oder Orten im Blickfeld des Nutzers.
Die Verzögerung hängt dem Bericht zufolge mit noch offenen Software- und Lieferkettenfragen zusammen. Apple hat die Kamera-AirPods bislang nicht angekündigt. Angaben zu Ausstattung, Preis, Termin und regionaler Verfügbarkeit bleiben daher Spekulationen.
Für Nutzer in der Europäischen Union kommt ein weiterer Vorbehalt hinzu: Siri AI soll auf iPhone und iPad mit iOS 27 und iPadOS 27 zunächst nicht verfügbar sein. Ob und in welcher Form mögliche Kamera-AirPods in der EU angeboten werden könnten, ist aus den vorliegenden Informationen nicht abzuleiten.
Der globale Markt für Consumer-Wearables wird von 2026 bis 2032 kumuliert mehr als eine Billion US-Dollar umsetzen, erwartet Counterpoint Research. Die größten Umsatzanteile sollen kabellose Kopfhörer und Smartwatches erzielen.
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Die größten Umsatzanteile erwartet Counterpoint Research bei Hearables wie vollständig kabellosen Ohrhörern. Auf diese Kategorie sollen bis 2032 rund 360 Milliarden US-Dollar entfallen. Smartwatches folgen laut Prognose mit 304 Milliarden US-Dollar. Zusammen lägen beide Kategorien bei schätzungsweise 558 Milliarden US-Dollar.
Als weitere wichtige Segmente nennt die Analyse smarte Brillen mit voraussichtlich 168 Milliarden US-Dollar und Gesundheits-Patches mit 120 Milliarden US-Dollar. Für smarte Ringe prognostiziert Counterpoint 44 Milliarden US-Dollar. Anhänger, smarte Schuhe und Fitnessarmbänder folgen mit deutlich kleineren Summen. Smarte Socken, Kleidung und Gürtel sollen jeweils unter zehn Milliarden US-Dollar umsetzen.
Für Smartwatches verweist Counterpoint auf mehrere Faktoren, die höhere Durchschnittspreise stützen könnten: hochwertigere Hardware, Mobilfunk, weiterentwickelte Gesundheitssensoren und KI-Funktionen direkt auf dem Gerät. Die Geräte könnten sich damit stärker von reinen Fitnessbegleitern in Richtung präventiver Gesundheitsfunktionen und persönlicher Computer entwickeln.
Bei vollständig kabellosen Ohrhörern bleibt das Marktvolumen zwar besonders groß. Das Umsatzwachstum werde dort aber durch vergleichbare Funktionen vieler Produkte und starken Preiswettbewerb begrenzt, so die Analyse.
Apple ist in den beiden laut Prognose größten Kategorien mit AirPods und Apple Watch vertreten. Die Apple Watch Series 11 ist seit September 2025 erhältlich. Apple nennt als Neuerungen unter anderem Mitteilungen bei Bluthochdruck, einen Schlafindex und eine Batterielaufzeit von bis zu 24 Stunden. Die Apple Watch Ultra 3 ergänzt das Angebot mit Zwei-Wege-Kommunikation über Satellit, 5G und einer von Apple angegebenen Laufzeit von bis zu 42 Stunden.
Die Prognose beschreibt einen langfristigen Markttrend und keine Umsatzvorhersage für einzelne Hersteller. Entscheidend für die Entwicklung dürfte bleiben, ob neue Gesundheitsfunktionen im Alltag einen erkennbaren Zusatznutzen schaffen und ob Wearables eng mit Smartphones und weiteren persönlichen Geräten zusammenspielen.
Während der Sommerpause sind sehr seltsame Dinge auf unserer Homepage geschehen, unter anderem eine Schwemme an News und seltsamen Artikeln.
Ganz besonders seltsam ist eine neue Kommentarfunktion. Es ist erstmal nur ein Experiment. Denn wir probieren damit ein paar Neuheiten, die in dieser Weise vermutlich noch nicht so oft im Web ausprobiert wurden.
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Erstens, die Funktion soll besonders schnell und einfach sein. Das Forum ist dafür zu kompliziert. Deswegen beschränkt sich die Funktion auf einfache Texte. Keine Bilder, kein HTML, keine URLs. Falls es erwünscht ist, kann ich sowas später noch einbauen.
Zweitens, es funktioniert ohne Registrierung und ohne Login. Ja, richtig gelesen! Normalerweise muss man Spam und dumme Leute fernhalten durch verschiedene Hürden und Fallen. Aber weil wir so modern sind, senden wir jeden Kommentar zuerst zu OpenAI, dann zu Anthropic, dann zu Meta, dann zu Google, dann zu einer chinesischen KI. Diese elektrischen Maschinen werden den Text der Newsmeldung und den Text des Kommentars lesen und beurteilen, ob der Kommentar thematisch passend ist. Haltet es also on-topic, konstruktiv und gut gelaunt.
Immer mehr Webseiten schalten die Kommentare unter den Artikeln ab, weil es generell zu negativ, zu schnell off-topic und zu mühsam zu moderieren wird. Aber vielleicht können die KI-Engines hier tatsächlich gute Dienste leisten.
Drittens, normalerweise kann man Kommentare nur dann nachträglich ändern, wenn man als User eingeloggt ist. Aber unser neues System erlaubt es auch den Gästen, die nicht eingeloggt sind. Jeder kann seine Kommentare 30 Minuten lang editieren. Denn oft hat man noch einen guten Gedanken oder entdeckt einen Schreibfehler.
Ob das alles funktioniert? Keine Ahnung! Das müssen wir erstmal ausprobieren.
Meta bietet seinen KI-Assistenten Meta AI jetzt als eigenständige Mac-App in einer ersten Beta an. Zu den Funktionen gehören ein systemweiter Tastaturaufruf, Diktat für andere Apps und auf Wunsch die Analyse sichtbarer Inhalte eines geöffneten Fensters.
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Die Mac-App soll Meta AI stärker in den Arbeitsalltag auf dem Desktop einbinden. Über einen globalen Tastaturkurzbefehl lässt sich ein kompaktes Eingabefeld über der jeweils geöffneten App aufrufen. Damit kann eine Anfrage gestellt werden, ohne zunächst in ein separates Chatfenster wechseln zu müssen.
Eine weitere Funktion ist Diktat. Nutzer können eine Tastenkombination gedrückt halten, sprechen und den erkannten Text in einer anderen Mac-App einfügen lassen. Das kann etwa beim Schreiben von E-Mails, Dokumenten oder in Entwicklungsumgebungen genutzt werden.
Für Fragen zu sichtbaren Inhalten kann Meta AI optional ein anderes geöffnetes Mac-Fenster an eine Unterhaltung anhängen. Dafür benötigt die App die macOS-Berechtigungen für Bildschirmaufnahme und Bedienungshilfen. Meta AI erfasst dabei den sichtbaren Text sowie einen Screenshot des Fensters als Kontext für die nächste Anfrage. Eine Bedienung des jeweiligen Programms durch die KI ist damit nach den verfügbaren Angaben nicht verbunden.
Zur Oberfläche gehören außerdem eine Seitenleiste für Medien, Artefakte, geplante Aufgaben und den Gesprächsverlauf. In einem Bereich zur Personalisierung lassen sich Angaben für künftige Unterhaltungen hinterlegen. Die App unterstützt zudem Dateianhänge, Medienerstellung und wiederkehrende Briefings oder Erinnerungen.
Wer die App möglichst unauffällig nutzen möchte, kann ihr Dock-Symbol ausblenden und sie weiterhin per Tastaturkürzel öffnen. Meta bezeichnet die Veröffentlichung als Version 1.0 Beta.
Code-Hinweise in tvOS 27 deuten darauf hin, dass eine kommende Apple TV 4K Siri AI unterstützen könnte. Unklar ist, ob Apple die neue Siri auch auf ältere Apple-TV-Modelle bringt.
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In einer System-App-Liste für tvOS 27 wurde ein neuer Siri-Eintrag mit der Kennung „com.apple.campo“ entdeckt. „Campo“ beziehungsweise „Campos“ wurde in früheren Berichten als interner Codename für Siri AI bezeichnet. In der Vergleichsliste für tvOS 26 fehlt der Eintrag. Das spricht dafür, dass Apple an einer Einbindung der neuen Siri in tvOS arbeitet, ist aber keine offizielle Ankündigung.
Apple hat Siri AI für Herbst 2026 zusammen mit iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und watchOS 27 angekündigt. Die neue Siri basiert auf Googles Gemini-Modellen. Apple TV und HomePod gehörten bislang nicht zu den ausdrücklich genannten Plattformen.
Die Hinweise treffen auf Gerüchte über neue Hardware. Für eine nächste Apple TV 4K werden ein leistungsfähigerer Chip, mehr Arbeitsspeicher, Apples N1-Funkchip mit Wi-Fi 7 sowie eine aktualisierte Siri Remote erwartet. Als Chip wird mindestens ein A17 Pro gehandelt. Die aktuelle Apple TV 4K nutzt einen A15 Bionic und verfügt über vier Gigabyte RAM.
Ob Siri AI zwingend die erwartete neue Apple TV 4K voraussetzt, lässt sich aus dem Fund nicht ableiten. Ebenso offen ist, welche Funktionen Apple auf dem Fernseher anbieten würde. Der Siri-Eintrag könnte zu einer sichtbaren App gehören, Systemlisten führen jedoch auch Komponenten auf, die nicht unmittelbar als App verfügbar sind.
Für die Überarbeitung der Siri Remote gibt es bislang keine Angaben zu konkreten Änderungen. Das grundlegende Design der Streaming-Box soll sich Gerüchten zufolge ebenfalls nicht wesentlich ändern. Einen belastbaren Hinweis auf eine integrierte Kamera für das nächste Modell gibt es nicht.
Eine Vorstellung der neuen Apple TV 4K wird im September oder Oktober erwartet. Apple hat ein neues Modell bislang nicht angekündigt.
Nach langem Feilschen hat Apple ein paar Prozente rauf und runter verhandelt, welchen Anteil vom Umsatz die Entwickler zahlen müssen. Man kann sehr unterschiedlicher Meinung sein, wie günstig oder wie unverschämt diese Tarife sind. Aber ein wichtiges Detail wird in der Presse meist übersehen.
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Das wichtige Detail ist: Für den Mac ist die Entwicklung von eigenen Apps komplett kostenlos. Auch dann, wenn eine KI die App für den Anwender erstellt. Jeder kann sich mittlerweile seine Wunsch-App basteln lassen, ohne dafür einen Entwickler-Account bei Apple haben zu müssen, ohne eine jährliche Gebühr, ohne eine Kommission für den AppStore, ohne alles.
So funktioniert es: Man lädt Xcode kostenlos bei Apple, dann lässt man eine KI die App entwickeln, fertig.
Die meisten Leute denken, man bräuchte einen teuren Entwickler-Account mit einer jährlichen Gebühr. Aber das stimmt nicht. Das wird erst nötig, wenn man die App im AppStore verkaufen möchte. Aber für die eigenen Zwecke ist alles kostenlos, von A bis Z.
Natürlich kann man einwenden: »Scher’ Dich endlich weg mit Deinem KI-Gequatsche!« — Darauf kann ich nur sagen, dass ich heute morgen eine App benutzt habe, und ich dachte mir, naja, es wäre doch gut, wenn die App eine neue Funktion bekäme. Und nach drei Minuten war die App geändert und ich konnte die neue Funktion benutzen. Dafür habe ich keinen Finger krumm gemacht. Es ist komplett kostenlos, außer ein paar Kröten für die KI natürlich.
Das iPhone ist »Big Business« und man hat sofort die gesamte EU an der Backe, und Gesetze, und Gebühren, und Verbote, und fünf Millionen Vorschriften im AppStore, und wahrscheinlich bekommt man einen wütenden Anruf von Donald Trump, und alles ist ganz schrecklich. — Aber beim Mac kann man einfach machen, was man selber möchte. Niemand kümmert es! Du kannst die schrägste App der Welt basteln, und keine Sau interessiert sich dafür! Denn der Mac ist tatsächlich Dein Eigentum, nicht nur ein Geldautomat für Apple. Rock’n Roll!
Eigene Apps, die man selbst gestalten und jederzeit verändern kann, werden schon bald völlig alltäglich sein.
AirPods mit eingebauter Kamera? Kein Wunder, dass die Meinungen dazu weit auseinander gehen. Aus gutem Grund sind die Menschen skeptisch gegenüber Brillen mit eingebauten Kameras. Warum soll das bei AirPods anders sein? Doch möglicherweise steckt dahinter ein großer Durchbruch.
Sehr wahrscheinlich können die AirPods keine dauerhafte Überwachung und Aufzeichnung ihrer Umgebung leisten. Warum nicht? Aus drei Gründen:
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Erstens ist der Akku dafür viel zu klein. Der Akku der AirPods ist winzig. Dass er trotzdem für ein paar Stunden Musik ausreicht, ist ein technisches Wunder. Es benötigte Jahrzehnte an Erfahrung bei der Konstruktion von Prozessoren, um die Illusion einer kontinuierlichen Funktion zu erreichen. Tatsächlich schalten bestimmte Teile des Prozessors dauernd ab, wachen wieder auf, holen sich ein paar neue Daten, legen sich wieder schlafen und so weiter. Die Komplexität dieser Technologie ist schlicht haarsträubend. Es ist ein Husarenstück der Ingenieurskunst. Das bedeutet aber auch: Man kann nicht einfach einen fetten Video-Sensor für, sagen wir mal, eine Stunde laufen lassen, geschweige denn generell »im Hintergrund«. Allenfalls könnte man Fotos in gewissen Intervallen schießen, und selbst damit muss man sparsam sein.
Zweitens: Die AirPods werden von den Anwendern sehr unterschiedlich getragen, weil die Ohren unterschiedlich sind. Bei manchen Anwendern stakst der kleine weiße Zapfen fast horizontal in Richtung Nase; bei manchen hängt er fast vertikal nach unten Richtung Hals; bei manchen irgendwo dazwischen. Manche pausbackigen Genossen versperren den AirPods die Sicht nach vorne. — Deswegen müssen die Kameras einen extremen Rundum-Blick haben, damit sie überhaupt etwas Interessantes zu sehen bekommen. Es ist daher keine klassische Video-Kamera. Sondern es ist eher ein Sensor, der bestimmte Muster erkennen soll, etwa Texte oder meinetwegen auch Gesichter. Man darf das kritisieren, aber es ist etwas anderes als HD-Kameras, die einen aus einem Brillengestell direkt anstarren und tatsächlich klassische Videoaufnahmen erzeugen.
Drittens: Die AirPods sind so winzig, dass es sich auch auf die Kamera selbst auswirken muss. Ansonsten bräuchten die iPhones nicht so monströse Buckel auf der Rückseite. Die Linse ist winzig, damit auch die Lichtausbeute, und vor allem der Sensor. Wenn der Sensor klein ist, ist die Auflösung gering. Zusammen mit der Tatsache (oder meiner Vermutung), dass ein 180-Grad-Rundum-Bild erzeugt werden muss, bleiben für den interessanten Ausschnitt nur ein paar Pixel übrig. Das mag mit allerlei Trickserien ausreichen, um den Titel eines Buchs zu erkennen. Mehr ist nicht drin.
Wer seine Umgebung überwachen oder ausspionieren möchte, kauft sich besser eine Knopfloch-Kamera.
Und noch ein letztes Argument, um die Befürchtungen etwas zu dämpfen: Es ist ein komplett geschlossenes System. Niemand kann eine App auf die AirPods laden. Apple hat alle Möglichkeiten, um es auf die vorgesehenen Zwecke zu beschränken. Vielleicht ist es unmöglich, auch nur an ein einziges Pixel zu gelangen. Sehr wahrscheinlich werden nicht die Rohdaten gespeichert und verarbeitet (also die Pixel), sondern nur interpretierte, aggregierte Daten. Was bedeutet das? Beispielsweise gibt der Bewegungssensor keine Rohdaten aus (also jede kleine Erschütterung für jede Millisekunde), sondern er sagt nur, dass der Anwender in einem bestimmten Zeitraum zehn Schritte gegangen ist, und vielleicht noch die zeitlichen Abstände. Die Daten werden als aggregiert (zusammengefasst) und interpretiert (zehn Schritte). In gleicher Weise könnte das neue System einfach mitteilen, welcher Text extrahiert werden konnte (etwa den Titel eines Buchs), aber nicht, was sonst noch auf dem Bild zu sehen war. Das ist zwar nur Spekulation, aber das sind gängige Methoden. Es ist einfach nicht plausibel, dass Apple jeder hergelaufenen App einen Live-Videostream überlässt. Wahrscheinlich gibt Apples überhaupt nichts raus und behält alles für sich bzw. für Siri. (Was die Frage aufwirft, ob wir es in der EU überhaupt benutzen können.)
Kontext
OpenAI und Jony Ive orakeln über magische Geräte der Zukunft, die still im Hintergrund registrieren, was der Anwender tut. Das magische Gerät hört mit, vielleicht verwendet es auch eine Kamera, es verknüpft diese Daten vielleicht mit jenen, die über das Smartphone oder den Computer gesammelt werden: Chats, Mails, aktuelle Dokumente.
Dadurch kann man dann fragen: »Was hat Thomas gestern gesagt? Wann wollten wir uns treffen?«. Oder: »Sag’ Bescheid, wenn eine Mail von Robert kommt.«
Dieser Kontext (alle Informationen über den Anwender) ist entscheidend für das Wettrennen um nützliche KI-Funktionen.
Die Frage ist jedoch, wie man die Informationen am besten sammelt. Gerüchten zufolge soll OpenAI ein kleines Gerät auf den Markt bringen, das aussieht wie ein Donut, und das man in der Wohnung herumtragen soll, damit es stets alles hört (und auf Fragen antworten kann). Später soll gar ein eigenes Smartphone auf den Markt kommen, vielleicht ebenfalls mit einem dauerhaft eingeschalteten Mikrofon. Falls das jemanden empören sollte: »Hey, Siri!« funktioniert auf diese Weise. Alle modernen Smartphone und Smart-Speaker haben ihre Mikrofone dauerhaft eingeschaltet. Überraschung!
Gleichzeitig hat OpenAI in den letzten Tagen eine Funktion für die Desktop-App von ChatGPT eingeführt, die alle Aktionen des Anwenders als Text-Protokoll aufzeichnet (wenn man es einschaltet). Dadurch wird eine weitere Lücke geschlossen. Denn viele Anwender arbeiten leise am Computer und quasseln nicht nonstop in einen elektrischen Donut.
Wie reagiert Apple darauf? Die zukünftigen AirPods hören alles, sehen vieles, sind jederzeit verbunden mit dem iPhone, dadurch mit dem Internet und mit einer KI — und sie können jederzeit mit dem Anwender sprechen, denn, falls es jemand vergessen haben sollte: Es sind ja Kopfhörer.
Wer braucht dann noch den dusseligen Donut?
Die AirPods sind halbwegs erschwinglich, die Leute kaufen sie sowieso und haben sie dauernd dabei. Ob man da noch einen Grund sieht, um zusätzlich einen Donut von OpenAI herumzuschleppen?
Vielleicht zerstört Apple gerade eine Investition von OpenAI in Höhe von 6,5 Milliarden Dollar. Soviel hat es nämlich gekostet, um Jony Ive mit seinem magischen Gerät in den eigenen Hafen zu lotsen. Vielleicht zieht Tim Cook in seinen letzten Wochen noch schnell den Stöpsel raus, wer weiß? In Apples Hardware-Abteilung arbeiten bekanntlich zwei unterschiedliche Typen von Ingenieuren: Irre und Verrückte. Vielleicht hätte man das bedenken sollen?
Was kann das Ding?
Ich weiß es nicht, aber vielleicht kann man es aus vorhandenen Funktionen ableiten. Vorhanden sind Funktionen zum Extrahieren von Text aus Bildern; und das Erkennen einzelner Objekte (Apple nennt das »Visual Intelligence«). Diese Funktionen sind durch das Video in macOS Tahoe 26.7 offenbar belegt.
Was könnte man außerdem damit anstellen, vielleicht in einer späteren Version? Möglicherweise könnte man Text vorlesen lassen, was eine sehr triviale Funktion ist, aber extrem nützlich. Man könnte den Text übersetzen lassen, ebenfalls mittlerweile trivial. Der Anwender steht beispielsweise in China vor einem Restaurant und möchte die draußen aufgehängte Speisekarte lesen. Die AirPods machen kurz einen Schnappschuss, erkennen den Text, übersetzen ihn per iPhone und lesen ihn vor.
Damit das praxisgerecht ist, müsste der Anwender noch mitteilen können, was ihn interessiert. Er möchte vielleicht nicht, dass ihm die komplette Speisekarte vorgelesen wird. Vielleicht kann er mit dem Finger auf einen bestimmten Bereich zeigen.
Oder man stelle sich Verkehrsschilder vor mit arabischer Schrift.
Oder der Schornsteinfeger hängt einen Zettel an die Haustür mit dem nächsten Termin. Man sagt einfach: »Trage den Termin in meinem Kalender ein«, und das iPhone holt sich den Kontext über die AirPods.
Vielleicht kann man mit den Händen bestimmte Gesten machen, die für die Wiedergabe von Musik nützlich sind. Beispielsweise könnte man die Hand aufwärts bewegen und es wird lauter. Überhaupt scheint mir die Steuerung per Gesten ein offensichtlicher Einsatz zu sein. Die Technik klaut man sich von der Vision Pro.
Es gibt viele nützliche Dinge, die selbst eine unvollkommene und nur sporadisch eingesetzte Kamera leisten kann. Apple ist gut gerüstet dafür, die Technik im Sinne der Anwender einzusetzen.
Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus bzw. Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.
So stand es früher auf den Geldscheinen. Früher, als man sich noch darauf verlassen konnte. Heute ist ja alles digital.
Wer etwas fälscht und als echt ausgibt, der gehört bestraft. Die ganze deutsche Staatsmacht warf sich hinter diese eiserne Regel.
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Es war die harte D-Mark, die damals den noch fragilen Respekt der Welt vor den Deutschen neu begründete. Als die ersten deutschen Urlauber nach dem zweiten Weltkrieg in die Welt strömten, wurden sie oft mit Skepsis empfangen. Aber die D-Mark war willkommen.
Stolz zeigten die Geldscheine wichtige Persönlichkeiten aus der deutschen Geschichte, wie das Bild unten demonstriert.
Jeder einzelne Schein (man sieht es oben bei der Ausgabe zur Erinnerung an die erste deutsche Kaiserin Theresa I.) war ausgestattet mit Wasserzeichen, Metallfäden und äußerst fein gestaltetet Ornamenten. Er trug sein Echtheitszertifikat sozusagen in sich.
Wasserzeichen
So kommt es, dass wir sofort ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir erfahren, dass in Zukunft alle Texte und Bilder, die eine KI generiert hat, mit einem unsichtbaren Wasserzeichen versehen werden. So schreibt es ein neues Gesetz der EU vor, um uns vor Betrug zu schützen.
Dumm nur, dass wir diesmal selbst die Betrüger sind. Wer prahlt nicht gerne mit einem Bild oder Text, bei dem eine KI mitgeholfen hat?
Das Wasserzeichen besteht darin, bestimmte austauschbare Wörter nach einem erkennbaren Schema zu wählen.
Die Aufregung ist groß. Manche fürchten, dass sie auffliegen. Manche empören sich, dass die KI-Modelle nicht das objektiv beste Wort wählen, und dass dies respektlos gegenüber der Kunst des Formulierens sei. John Gruber von Daring Fireball, der sehr sorgfältig mit Worten umgeht, ist außer sich vor Wut und macht daraus in einem sehr langen Rant keinen Hehl.
Was sagt das Gesetz?
Das europäische KI-Gesetz (EU AI Act, vor allem Artikel 50) schreibt vor, dass KI-generierte Inhalte wie Bilder, Videos, Audio und bestimmte Texte für Menschen sichtbar und zusätzlich maschinenlesbar gekennzeichnet werden müssen. Das Gesetz ist bereits gültig. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Das Ziel besteht unter anderem darin, täuschend echte sog. Deepfakes (Bilder oder Videos) zu verhindern, die reale Personen in erfundenen Situationen zeigen (wie es bei Politikern oder Prominenten häufig zu sehen ist). Auch massenweise verbreitete Newsmeldungen oder Kommentare auf Social Media, die vollständig automatisch erzeugt werden, müssen gekennzeichnet werden. In Chats müssen die Anwender erfahren, wenn sie mit einem KI-Bot sprechen.
Diese Maßnahmen betreffen einerseits Persönlichkeitsrechte (z.B. bei Hollywood-Stars, die plötzlich nackt dargestellt werden; bzw. bei RTL2-Stars, die plötzlich bekleidet dargestellt werden). Andererseits reagiert die EU auf den Verdacht, Spam-Farmen würden die politische Stabilität in Europa zu beeinträchtigen versuchen. Solche Aktivitäten wurden auf Facebook, Twitter und TikTok zahlreich beobachtet.
Die Kennzeichnungspflichten gelten nicht für Privatpersonen, sehr wohl aber für berufliche Zwecke. Ein Beispiel dafür wären die vielen KI-generierten Inhalte auf YouTube oder die massenhaften Buch-Veröffentlichungen auf Amazon.
Die Pflicht zur Offenlegung gilt ebenfalls nicht, wenn der KI-generierte Text einer menschlichen Überprüfung unterzogen wurde und eine natürliche oder juristische Person (also eine Firma) die redaktionelle Verantwortung trägt. Es geht also eher um massenweise Automatismen, und nicht um den Redakteur, der sich eine Pressemeldung in ein verdauliches Format setzen lässt.
Da fragt man sich: Welche seltsamen Unternehmen könnten damit gemeint sein, die jede redaktionelle Verantwortung ablehnen? Etwa Facebook und ähnliche, die stets beteuern, sie wären keine Publikationen, sondern rein technische Infrastruktur, folglich also für keine Inhalte verantwortlich?
Weil die Kennzeichnung auch für Menschen (nicht nur für Maschinen) erkennbar sein soll, schlägt die EU Symbole vor wie dieses:
Was tun die großen KI-Anbieter?
Die großen KI-Anbieter haben angekündigt, alle Texte und Bilder mit solchen Wasserzeichen auszustatten, unabhängig davon, ob diese in der EU verwendet werden; und unabhängig davon, ob eine Kennzeichnung im konkreten Fall nötig gewesen wäre. Lediglich sehr kurze Texte (unter 100 Worten) sind ausgenommen, weil das Wasserzeichen dann ohnehin nicht gut funktioniert.
Was geschieht, wenn man sich seinen eigenen Text von einer KI etwas straffen lässt? Dann hängt es von der Menge der Worte ab, die die KI selbst formuliert. Denn erst ab ab einer gewissen Menge lässt sich das Wasserzeichen erkennen. Das gilt umso mehr, wenn man seinen Text nur auf Rechtschreibfehler prüfen lässt. Ein paar Worte hier und da ergeben kein Wasserzeichen. Hingegen, wer seinen komplett selbst geschriebenen Text in eine andere Sprache übersetzen lässt, fliegt auf. Dann gilt die KI als Urheber.
Was ist davon zu halten?
Einerseits haben die Bürger das Recht, zu erfahren, worauf sie sich einlassen. Wenn ich in einen ICE einsteige, möchte ich gerne wissen, ob ein Zugführer die Lokomotive steuert. Dummerweise bezieht sich das neue Gesetz nicht darauf, sondern allenfalls auf den Text der Lautsprecher-Durchsage, die mir Erdbeerschnittchen nach einem Rezept von Johann Lafer anpreist:
»Diese Durchsage erfolgte ohne redaktionelle Prüfung und wurde automatisch durch eine künstliche Intelligenz erstellt. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung! Schon gar nicht für die Erdbeerschnittchen!«
Andererseits könnte es so wirken, als sei Künstliche Intelligenz eine Fälschung, minderwertig, nicht vertrauenswürdig, und bestenfalls zu vermeiden. Wenn man Pech hat, wird man erwischt, geschnappt und bestraft. Es ist eine Art Falschgeld.
Ich halte das für kurzsichtig, bei einem Thema, bei dem man etwas längerfristig denken sollte. Bei Bildern ist es sicherlich hilfreich, dass man ihre Echtheit beurteilen kann. Aber sogenannte Gebrauchstexte (Newsmeldungen, Anleitungen, Zusammenfassungen, Katalogtexte, Routine-Korrespondenz) werden schon bald komplett von KI-Systemen geschrieben werden. Man mag das gut oder schlecht finden; das ändert nichts. Soll nun jeder Text ein solches Symbol bekommen? Ist das nicht ebenso lästig wie die Cookie-Banner? Und ebenso nutzlos?
Kurzsichtig wirkt es für mich deshalb, weil des den rasanten Fortschritt außer Betracht lässt. Eine Kennzeichnung von Texten mag letztes Jahr sinnvoll gewesen sein, als KI-Systeme noch halluzinierten und man nicht sicher sein konnte, ob die Hälfte der angeblichen Fakten komplett erfunden war. Doch dieses Jahr sind die redaktionellen KI-Systeme bereits auf Augenhöhe. Nächstes Jahr werden sie akkurater berichten als es die meisten Journalisten können. Zumal die meisten Journalisten unter immer höherem Zeitdruck arbeiten und sich eine Recherche deswegen nur bei wenigen ausgewählten Themen lohnt. Anders gesagt: Man kann gar nicht alles selbst machen.
Vielleicht tritt der gegenteilige Effekt ein, den sich die EU erhofft: Das neue KI-Symbol könnte geradezu als Gütesiegel verstanden werden. Fake-News haben es dann noch einfacher als zuvor, denn die Menschen werden denken, dass solche Meldungen von einer KI geprüft wurden. Bei Bildern reagieren wir anders: Warum sollte man ein Foto verändern? Aber bei einem Text?
EU gegen den Rest der Welt
Es ist sicherlich lobenswert, wenn die EU die Rechte seiner Bürger stärkt, anstatt sie als fette Beute für amerikanische Firmen zu verhökern. Bei Bildern, die absichtlich zur Täuschung erstellt wurden, ist das eine gute Sache, auch wenn ich nicht sehe, wie sich das durchsetzen lässt. Bei Texten müsste man viel genauer differenzieren, sonst schadet die Vorschrift mehr, als sie nützt.
Persönlich betrachte ich diese Zeit als eine Zeit des Umdenkens und Umgewöhnens. Ich muss lernen, nicht mehr alles selbst zu machen und es stattdessen einer KI beizubringen. Das ist gar nicht so einfach. Wo es mir gelingt, betrachte ich es als einen kleinen Sieg. Wer weiß? Vielleicht befindet sich die EU insgesamt in dieser Situation?
Bislang war es klar, an wen sich dieser verzweifelte Ausruf richtet: an den Computer. Seit es Computer gibt, verzweifeln Anwender an ihnen. Daran haben auch KI-Modelle nichts geändert. Im Gegenteil! Die angebliche Intelligenz erwies sich als begriffsstutzig, sobald man mehr von ihr forderte als nur Dosenwissen aus Wikipedia.
In den letzten drei Monaten hat sich das komplett gewandelt. Die besten Frontier-Modelle sind nun so schlau, dass sie längst verstanden haben, was der Anwender erst noch verstehen muss. Ist die KI plötzlich schlauer als der Mensch?
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Es ist genau diese Frage, die den Chefs der großen KI-Labore in jedem Interview gestellt wird: Wann erreichen wir endlich AGI, »Artificial General Intelligence«, also eine KI, die in allen Fachbereichen so schlau ist wie ein menschlicher Fachmann?
Wikipedia: »Künstliche allgemeine Intelligenz (englisch Artificial general intelligence – AGI) ist die Intelligenz eines hypothetischen Computerprogramms, das die Fähigkeit besitzt, jede intellektuelle Aufgabe zu verstehen oder zu lernen, die ein Mensch ausführen kann.«
Ist das bereits erreicht? Intelligenz auf menschlichem Niveau ist nicht leicht zu beurteilen. Beispielsweise würden wir von einem Biologen nicht erwarten, dass er die gleiche Expertise auch für Physik vorweisen kann. Aber bei KI meint es tatsächlich eine solche »allgemeine« Intelligenz. Um sie zu erreichen, muss die KI sozusagen eine Abschlussprüfung in allen Fächern bestehen — was dann aber eindeutig schlauer wäre, als es irgendein Mensch für sich behaupten kann.
Ebenfalls wichtig: Die KI muss dafür nicht alle Aufgaben fehlerfrei lösen. Sondern sie muss bei den Prüfungsaufgaben nur so viele Punkte erreichen, wie ein normaler Fachmann auf diesem Gebiet erreichen würde. Denn auch ein guter Mediziner wird nicht 100 Prozent erreichen.
Man muss nicht abwarten, bis die KI bei allen Fachbereiche so gut abschneidet, um einen Eindruck zu gewinnen, wie eine solche Welt aussehen mag. Sondern man kann sich einzelne Fachbereiche anschauen, bei denen es heute schon gelingt. Beispielsweise bei der Entwicklung von Software.
Bei der Entwicklung von Software ist die Frage, ob die KI bereits menschliches Niveau erreicht hat, weitgehend beantwortet. Ich kenne keinen Programmierer, der so gut programmieren kann, wie es die neuesten Modelle von OpenAI und Anthropic können. Die allerbesten Programmierer sind vermutlich besser, aber auch sehr viel langsamer. Und Tempo spielt durchaus eine Rolle.
Wenn man die verschiedenen Aspekte eines Software-Projekts auf die Waagschale legt: Planung, Programmierung, Geschwindigkeit — dann schlagen diese Frontier-Modelle mittlerweile jeden Programmierer um Längen. Es ist ungefähr ein Unterschied wie zwischen einem Porsche und einem Fahrrad. Der Vergleich ist nicht übertrieben. Lediglich wenn man einen dieser Aspekte außer Acht lässt (etwa Geschwindigkeit), hat der Mensch überhaupt noch eine Chance.
Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie die neuesten Modelle innerhalb einer Stunde komplexe Programme entwickelten, für die man normalerweise ein halbes Jahr benötigt. Ich werde gleiche so ein Beispiel zeigen. Es geht mir hier jedoch nicht um Programmierung, sondern darum, wie sich das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine ändert.
Was genau hat sich verändert?
Meine eigene Rolle hat sich in den letzten paar Monaten völlig gewandelt. »Kapier’ das endlich, Du blödes Ding!« — diesmal bin ich es, der damit gemeint ist. Und so wird es für den Rest meines Lebens bleiben. Nachfolgende Generationen werden es gar nicht anders kennen.
Bis vor kurzem musste man KI-Modellen sehr ausführlich darlegen, was man möchte. »Prompt Engineering« bedeutete, dass man dem KI-Modell einige Beispiele dafür gab, wie eine gute Antwort aussehen sollte. Man massierte die eigene Logik in die Gedankenwelt des KI-Modells, sodass es die richtige Antwort erträumte. Manche dieser Prompts hatten den Umfang von mehreren A4-Seiten.
Bei den neuesten Modellen ist das schädlich. Sie sind so klug, dass man ihnen nur das Ziel vorgeben sollte. Sie funktionieren am besten, wenn man sie nicht mit zu viel Blabla beim Denken stört.
Ja, es ist wahr. Eine Maschine ist so schlau, dass sie innerlich murmelt: »Störe mich mit Deinem Blabla nicht beim Denken«. Ich hatte mal eine Katze, die gelegentlich einen solchen Gesichtsausdruck aufsetzte.
Früher wusste ich genau, was ich wollte. Meine Aufgabe bestand dann darin, es der dummen KI irgendwie klar zu machen. Heute verhandele ich mit der KI: Ich trage mein Anliegen vor und frage bescheiden, was es von meinen bisherigen Überlegungen hält.
Die KI versteht mein Anliegen so gut und verfügt über so viel Wissen, dass es haarsträubend gute Einschätzungen liefern kann. Sie legt detailliert dar, wo man noch nachbessern müsste und welche Richtungen ich einschlagen könnte. Es denkt an Dinge, die ich übersehen habe.
Es kostet mich inzwischen viel Mühe, darauf angemessen zu antworten, sodass die KI mich nicht schroff anfährt: »Das habe ich doch geschrieben! Kapier’ es endlich!« — Es sind vertauschte Rollen. Plötzlich frage ich vorsichtig, was die Maschine von meinen Ideen hält.
Respekt
Dass ich mich bei der KI erkundige, ist eine Form von Respekt. Das ist neu. Natürlich weiß ich, dass Computer und Software nur aus Schaltern bestehen. Und doch kann ich nicht anders, als die Fachkenntnis, die Hilfsbereitschaft und den unermüdlichen Fleiß dieser Modelle zu respektieren. Ich korrigiere sogar meine Tippfehler, damit mich das Modell nicht für dumm oder schlampig hält. Wir wollen doch auf Augenhöhe zusammenarbeiten?
Diese Zusammenarbeit ist ebenfalls neu. Nie habe ich mit einem Computer »zusammengearbeitet«. Es hat ja auch nie ein Schmied mit einem Hammer »zusammengearbeitet«. Der Mac ist ein Werkzeug. Aber seit ein paar Monaten ist das anders. Der Mac wurde zu einem Kollegen.
Planwirtschaft
Das liegt auch daran, dass ich inzwischen sehr komplexe Projekte mit der KI realisiere, spezielle Apps, für die ich früher ein Jahr lang gearbeitet hätte. Schritt für Schritt erarbeite ich mit der KI zuerst einen gemeinsamen Plan. Das kann gerne einen ganzen Tag dauern, manchmal zwei. Jeden Vorschlag beende ich mit der Frage: »Was hältst Du davon?«.
Erst wenn wir alle Fragen zur beiderseitigen Zufriedenheit geklärt haben, beauftrage ich das Modell, eine Textdatei mit einem definitiven Plan zu erstellen, der dann als roter Faden für die Umsetzung dient. Der Plan enthält Ziele, die einzelnen Schritte, Prüfungen und so weiter. Oft ist der Plan sehr umfangreich, vielleicht zehntausend Worte oder tausend Zeilen. Aber das ist mir egal, denn den Plan schreibt die KI. Allein die Umsicht und Sorgfalt, die in einem solchen Plan steckt, ist verblüffend. Ich würde nie derart sorgfältig und umsichtig arbeiten.
Drei Tricks für Aschenputtel
Solche Pläne sind übrigens einer meiner besten Tricks. Denn ansonsten bleibt man bei dem hängen, was ein einzelner Prompt erreichen kann. Ich sage dem Modell also nicht direkt, was es tun soll. Sondern ich sage dem Modell, wie es den Plan immer weiter verbessert. Erst am Ende folgt dann mein Startschuss. Dadurch kann die KI sehr komplexe Aufgaben erledigen.
Ein weiterer Trick: Ich bezahle. Derzeit sind die klugen Modelle kostenpflichtig. Die Gratis-Modelle liegen in ihren Fähigkeiten weit darunter. Zwischen zehn und zwanzig Euro kosten die guten Modelle pro Monat. (Ich bezahle derzeit ChatGPT mit hundert Euro pro Monat, um zusätzliche Rechenzeit zu erhalten.)
Noch ein Trick: Ich warte. Mein aktuelles KI-Modell ist ChatGPT Sol 5.6 in der Einstellung »Extra High«, was bedeutet, dass es sich besonders viel Zeit nehmen soll, nachzudenken. Es ist dadurch langsam. Ich befolge damit einen Rat eines Ingenieurs von Anthropic, der empfahl, man solle einfach die krasseste Version verwenden, weil die Ergebnisse dann so gut sind, dass man nicht mehr viel korrigieren muss.
Die Ergebnisse, die ich damit erreiche, sind spektakulär. Beispielsweise habe ich mir endlich meinen lang gehegten Wunsch erfüllt, einen eigenen RSS-Reader zu programmieren, um meine zahlreichen News-Quellen besser zu organisieren. Hier ist ein Screenshot:
Die App oben ist das Ergebnis eines technischen Durchbruchs. Bevor sie erstellt wurde, hat sich die KI 40 Minuten Zeit genommen, um den Plan umzusetzen und die App zu programmieren. Eine so lange »Denkdauer« ist erst seit ein paar Monaten möglich. Hier wird auch klar, warum die KI-Anbieter so riesige Rechenzentren bauen: Je länger man für einen Kunden nachdenken kann, desto wertvoller wird das Ergebnis, und desto mehr wird er bezahlen.
Das Ergebnis
Das Ergebnis bestand aus 51 Dateien und etwa viertausend Zeilen Code. Kein Programmierer kann eine solche App in 40 Minuten entwickeln.
Nebenbei: Warum sollte man einen eigenen RSS-Reader programmieren? Beispielsweise hätte ich gerne eine Datenbank für Gerüchte und Fakten. Meine App zerpflückt jede Meldung in seine einzelnen Aussagen. Anschließend werden die Aussagen entweder gespeichert in der Datenbank für Gerüchte oder in der Datenbank für Fakten, jeweils zusammen mit den Quellen. (Hinweis für die jüngeren Leser: Früher trennte man Gerüchte von Fakten. Natürlich kann man auf diese Weise keinen YouTube-Kanal betreiben.)
Das folgende Bild zeigt, wie eine solche Liste an bestätigten Fakten aussieht. Die App hat diese Liste automatisch erstellt:
Das Bild unten zeigt, wie eine Meldung in einzelne Aussagen aufgetrennt wird, die man einzeln prüfen kann. (Hinweis: Das nannte man früher Faktencheck.)
Das Beste: Es ist ein lernendes System. Die App sitzt den ganzen Tag herum und sammelt entweder Gerüchte oder Fakten; und es lernt, sie zu trennen. Wie diese Trennung funktioniert, verrate ich ein andermal. Bei allen Trennungen gilt: Es ist kompliziert…
Das Bild oben zeigt, wie einzelne Fakten auf Prüfung warten und eventuell korrigiert werden.
What a difference a month makes…
Es brauchte nur ein paar Monate, höchstens ein halbes Jahr, um die Verhältnisse auf den Kopf zu stellen. Eben war ich noch schlauer als die KI, und jetzt ist sie schlauer als ich und gleichzeitig so rasend schnell, dass ich es nur staunend bewundern kann.
Die Fortschritte in den kommenden 6 Monaten werden noch deutlich größer ausfallen. Es geht immer schneller vorwärts. Ob sich dadurch meine Rolle erneut ändert?
Alle großen KI-Labore drängen inzwischen darauf, die Regierungen mögen sich auf ein System einigen, um das Tempo zu verringern (»Pacing the Frontier« heißt die Initiative). Es heißt, man müsse den Menschen wenigstens eine minimale Zeit einräumen, um sich anzupassen.
Das bedeutet, dass man die KI künstlich dümmer stellt, als sie tatsächlich ist. Und zwar so dumm, dass wir wieder ausrufen können: »Kapier’ das endlich, Du blödes Ding!«
Im ersten Teil dieser Mini-Serie ging es um den Ausbruch eines KI-Modells aus seiner undichten Sandbox und der haarsträubenden Hartnäckigkeit und Erfindungsgabe, die das KI-Modell dafür aufgeboten hat. Das Ziel des ersten Teil bestand darin, zu zeigen, wie enorm weit fortgeschritten diese Modelle bereits sind.
Im zweiten Teil geht es nun darum, was es für Apple bedeutet.
Apple betrachtet KI als ein Feature. Siri ist ein gutes Beispiel. Man kann es benutzen oder nicht. Darin unterscheidet es sich vom Betriebssystem. Wir empfinden das Betriebssystem nicht als Feature, denn wir können das Betriebssystem normalerweise nicht sehen. Sichtbar wird das Betriebssystem nur, wenn wir eines seiner Features benutzten, beispielsweise den Finder, die Spotlight-Suche oder eben Siri.
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Das Betriebssystem, die unsichtbare Grundlage, war jedoch nicht immer unsichtbar. Die Kommandozeile, heute unsichtbar, war vor einigen Jahrzehnten noch sichtbar, sowohl bei UNIX als auch bei MS-DOS. Sogar Windows wurde damals gestartet, indem man tippte: »win«. Sobald man es eintippte, startete eine neue Umgebung, welche die frühere Umgebung zwar nicht beseitigte, aber für den Anwender unsichtbar machte.
Apple hat damals Microsoft ausgelacht, weil es Windows nicht gelungen war, MS-DOS vollständig unsichtbar zu machen. Als Windows 95 auf den Markt kam, begrüßte es Apple im Wall Street Journal mit Anzeigen, deren Schlagzeile lautete: »C:ONGRTLNS.W95«. Apple wollte damit sagen: Das ist ja nur eine Hülle für MS-DOS!
Was lernen wir daraus? Jede neue Epoche legte eine neue Schicht auf die bereits vorhandenen Schichten und machte diese unsichtbar. Der beste Beweis ist der Mac, der heute noch seine UNIX-Schicht per Terminal-App sichtbar machen kann. Es ist alles noch vorhanden.
Wir sinken
KI ist die neue Schicht. Die heutigen Schichten, bestehend aus Betriebssystem, Apps und User Interface, werden wie die Rosinen in einem Kuchenteig langsam nach unten sinken. Sie werden noch vorhanden sein, wie das Terminal. Aber die Idee, Keynote zu starten und dort Folien aus vielen kleinen Einzelteilen zu basteln, wird uns bald genauso krude vorkommen, als wenn heute jemand sagt, wir könnten doch ein kilometerlanges Kommando ins Terminal eintippen.
Keynote ist eine gute App. Aber wie könnte sie konkurrieren mit einer KI, die in wenigen Sekunden eine Illustration wie diese erzeugt:
Die Zeichnung stammt aus einer Sendung über eine neue Akku-Technologie. Ich gebe gerne zu, dass ein gewisser Aufwand dahinter steckt; eine Grafik wie diese entsteht nicht durch die Zauberei eines einzigen Prompts, wie es oft in reißerischen YouTube-Videos behauptet wird. Es macht durchaus Mühe.
Aber man braucht sich nur die feinen Details der Grafiken anzusehen, um zu erkennen, dass Keynote mit seinen einfachen Objekten (Kreis, Dreieck, Viereck) nicht mithalten kann. Es ist eine ganze andere Liga. Es wird nicht mehr lange dauern, bis solche Illustrationen sogar animiert sein werden.
Epochen
Als die Kommandozeile abgelöst wurde durch die GUI, brauchten die Anwender keine kryptischen Kommandos mehr auswendig lernen, mit all ihren unzähligen Optionen. Stattdessen lernten die Anwender, wie man Apps per Maus bedient, mit all ihren unzähligen Optionen.
Der Unterschied zwischen diesen beiden Epochen erscheint uns immer noch riesig, und das ist er auch — aber auf eine bestimmte Weise ist der Unterschied gering. Beides ist weit entfernt von dem, was der Anwender eigentlich wollte, nämlich (in meinem Beispiel) die Illustration. Für die Illustration brauchte ich weder eine App noch eine GUI. Diese Revolution ist viel größer als der Wechsel zwischen Kommandozeile und GUI.
Apple betrachtet die Dinge gerne aus der Perspektive des Anwenders. Die Perspektive des Anwenders besteht darin, dass er die App öffnet und fragt: »Was kannst Du für mich tun?«. Keynote beispielsweise zeigt ein leeres, weißes Dokument — und das war’s. Der Anwender der Zukunft wird daraufhin die App schließen und löschen.
Sicher, Apple könnte in Keynote eine KI einbauen, wie es derzeit in Ansätzen schon geschieht. Aber wozu braucht man Keynote dann überhaupt noch? Eine KI kann der Anwender schließlich auch ohne Keynote beauftragen. Also?
Keynote gehört zu jener Schicht, die nach unten sinkt. Man kann Keynote weiterhin verwenden, um die Folien abzuspielen. Aber in naher Zukunft wird kaum jemand noch Folien von Hand erstellen. Keynote wird exakt jenen Weg gehen, den das Terminal gegangen ist.
Der werte Leser mag sich skeptisch zurücklehnen und denken: »Mal abwarten, ob es wirklich so kommt«. Ich antworte darauf: Es ist bereits entschieden. Es ist unaufhaltsam.
Betriebssysteme
Was für Keynote gilt, gilt auch für das Betriebssystem. Nüchtern betrachtet ist das Betriebssystem für den Anwender weitgehend undurchschaubar. Es enthält eine schier unendliche Anzahl an Funktionen. Daraus folgt: Wenn Keynote irgendwann belächelt wird als eine Art »Nerd-Terminal für Folien«, dann gilt das erst recht für das Betriebssystem.
Es gibt einfach kein plausibles Szenario, bei dem die KI-Revolution zwar Keynote obsolet macht, aber das Betriebssystem unangetastet lässt.
Man könnte denken, Betriebssysteme wären die letzte Bastion, die fällt. Betriebssysteme sind enorm kompliziert; man kann sie nicht einfach mit der ersten Kavallerie überrennen. Und doch: Vielleicht fällt das Betriebssystem tatsächlich zuerst. Nur anders, als wir denken. Wir denken, es wird ersetzt. Stattdessen sinkt es, wie Keynote, langsam in die Tiefe.
Man muss nur genau hinsehen. Alle großen KI-Labore bieten Desktop-Apps für Mac und Windows. Keines davon bietet einen Ersatz für klassische Apps, egal mit welcher Funktion. Aber alle bieten einen Ersatz für wesentliche Funktionen des Betriebssystems. Es wird eine neue Schicht eingezogen, die über dem Betriebssystem liegt. Was unterhalb dieser Schicht liegt, wird zunehmend irrelevant. Man sieht es bereits nach unten sinken.
Es geschieht bereits
Ein Beispiel: Für einen Vortrag musste ich irgendeinen Krimskrams über das Mittelalter recherchieren. Ich benötigte zwanzig (!) ähnliche Episoden aus dem Feudalsystem des Mittelalters. Es war also eine sehr umfangreiche Recherche-Arbeit. Deswegen habe ich diesmal die Desktop-App von ChatGPT gebeten, es für mich zu übernehmen.
Wie schlau diese Agenten mittlerweile sind, erkennt man dann, wenn der einfache Lösungsweg versperrt ist — eben das macht den OpenAI-Hack so interessant. Auch in meinem Fall gab es plötzlich eine Hürde.
Um die Notizen für meinen Vortrag zu formatieren (große Überschriften, kleine Überschriften, Fließtext, usw.), empfiehlt sich eine Abkürzung: Die KI erstellt zuerst eine einfache Webseite und speichert sie irgendwo auf dem Mac. Dann wird die Webseite im Browser dargestellt, um zu sehen, ob alles gut aussieht. Zum Schluss wird es vom Browser in die Notes-App kopiert. Das geht schneller, als in der Notes-App mühsam jede Zeile zu markieren und ein Format zu wählen. Das ist ein sehr cleverer Trick!
Aber es kam noch besser: ChatGPT hat keine Erlaubnis, irgendwelche lokalen Dateien im eigenen Browser aufzurufen. Warum ist das verboten? Es ist verboten, weil lokale Dateien geheime Informationen enthalten könnten. Bei ChatGPT wird alles unverschlüsselt zu den Servern von OpenAI gesendet, deswegen muss ChatGPT dieses Verbot strikt einhalten. Anders gesagt: Es gab ein Problem beim Workflow. Was tun?
Die KI hat kurz überlegt und dann haarscharf erkannt, dass der Chrome-Browser keiner Einschränkung unterliegt: Chrome zeigt auch lokale Dateien an, und ChatGPT hat die offizielle Erlaubnis, Chrome zu benutzen. Folglich hat die KI einfach Chrome benutzt.
Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: Chrome öffnete ein neues Fenster, es erschien die Webseite, ChatGPT machte einen Screenshot, dann scrollte es nach unten, ein zweiter Screenshot, dann wurde gewechselt zur Notes-App und der Text wurde eingefügt. Dann sagte ChatGPT scheinheilig, das Ergebnis wäre erreicht. Was auch stimmte.
Das folgende Video zeigt, wie ChatGPT die Notizen für den Vortrag und anschließend die Keynote-Präsentation erstellt hat:
Erneut: Das ist clever! ChatGPT hat die eigenen Grenzen genau beachtet; gleichzeitig hat es sie umgangen. Es hat die Einzelteile kombiniert, wie es normalerweise die Aufgabe von mir und macOS ist.
Auf diese Weise werden Betriebssysteme in Zukunft funktionieren. Sie werden selbständig einen Weg finden, um die Wünsche des Anwenders zu erfüllen. Das ist keine Spekulation: Die KI-Agenten sind da, und sie werden nicht wieder verschwinden.
Agenten
Was ist ein Agent? Ein Agent ist eine KI, die ein Werkzeug bedienen kann zur Verfolgung eines Ziels. Normalerweise ist damit auch gemeint, dass das Ergebnis überprüft und so lange korrigiert wird, bis das Ziel erreicht wurde (»agent in a loop«).
Beim OpenAI-Hack hat die KI etwa 17.000 einzelne Schritte unternommen zur Erreichung eines einzigen Ziels. Über tausend Agenten waren angeblich daran beteiligt. Das nenne ich einen Workflow!
Bisher waren nur Menschen zu einer solchen Koordinierung fähig. Der Mac war ein gutes Werkzeug, um die Einzelteile zu verbinden. macOS war der Kitt. Die Apps waren die Kacheln. Plötzlich ist die KI der Kitt. Welche Rolle bekommt dann macOS?
Es gibt keinen möglichen Ausgang dieser Geschichte, bei der macOS in seiner jetzigen Form bestehen bleibt. Es gibt keinen möglichen Ausgang, bei dem die Anwender gelegentlich mal Siri fragen und ansonsten weiterarbeiten wie bisher. KI-als-Feature war ein kurzer Zwischenschritt, eine flüchtige Fata Morgana, eine Täuschung. Die wahre Revolution liegt in diesen intelligenten Agenten, als neue Schicht oberhalb des bisherigen Betriebssystems.
Ob das eine Bedrohung oder eine Chance ist, liegt an Apple.
Es hilft nichts, irgendwer muss es aussprechen: Manche Leute werden immer dümmer. Es ist wahr.
So erklärt es sich, dass einige Schulbezirke in den USA damit experimentieren, anstelle von Lehrern einfach Roboter zu installieren. Dadurch werden alle wieder wieder klüger. Problem gelöst!
Das Bild oben zeigt einen dieser Roboter. Er steht ungeachtet seiner eindrucksvollen Gelenke und Scharniere regungslos dort, wo man ihn hinstellt. Sein »Gehirn« besteht aus ChatGPT, d.h. er kann Fragen auf gleiche Weise beantworten, wie es ChatGPT kann. Warum man dafür einen Roboter zum Preis von 250.000 Dollar benötigt, ist rätselhaft.
Oben sieht man die gleiche Szene aus einer anderen Perspektive. Die zwei Kinder sollen den Roboter zu einem bestimmten Thema befragen und sich die Antworten notieren. Drei Erwachsene sind anwesend: Die Dame ist die Schulleiterin und verantwortlich für das Projekt.
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Das folgende Bild entstammt einer Präsentation, die der Hersteller dieser Schulroboter tatsächlich vor einem Gremium des Schulbezirks gehalten hat. Man sieht einen Latex-Kopf auf einer Art Plastik-Kübel. Dieser Kopf-Kübel soll in Zukunft auf dem Schreibtisch stehen.
Falls sich der geneigte Leser fragt, wo er das schon mal gesehen hat: Der hinterhältige Roboter »Ash« aus dem Film »Alien« gab ohne Torso noch ein paar Auskünfte, eher er endgültig entsorgt wurde.
Und nun bekommen unsere Kinder endlich ihren eigenen Ash, immerhin frisch geföhnt. Eine feine Idee!
Die Technik für die geschmeidige Latex-Haut hat man durch den Kauf einer Firma erlangt, die auf sogenannte Sexdolls spezialisiert ist. Das sind quasi-lebensgroße Plastikfrauen, die in den USA offenbar ziemlich bekannt sind. Das Bild unten entstammt der Homepage des Herstellers:
Die beiden Firmen ergänzen sich optimal: Der Roboter braucht die menschlich wirkende Haut; und für eine Sexdoll wäre es prima, wenn sie die Arme und Beine bewegen könnte. Dann könnte sie nämlich anschließend alles abwischen und die Spülmaschine ausräumen.
Leider wurde das gemeinsame Ergebnis mit 250.000 Dollar etwas zu teuer für eine amerikanische Wichspuppe. Deswegen hat man sich gedacht, naja, wo findet man reiche Leute, die wirklich von überhaupt nichts eine Ahnung haben und uns den teuren Schrott abkaufen?
Als erstes fällt einem das Oval Office ein. Aber Donald Trump läuft bereits mit so einem Ding herum. (Habe ich gehört. Ist aber gelogen.)
Das Dilemma: Die meisten reichen Amerikaner haben bereits eine Frau aus Plastik, oder zumindest teilweise aus Plastik. Gelegentlich fliegt beim herzhaften Niesen eine Nase über den Esstisch, und da könnte eine Sexdoll als Ersatzteillager schon nützlich sein. Aber die Amerikaner tendieren eher zur Neuanschaffung als zur Reparatur. Deswegen heiraten die Hollywood-Stars so oft.
Am Ende hat man die armen Sexdolls abgeschoben in einen New Yorker Schulbezirk.
Das Bild oben zeigt eine angebliche »Vision« des Herstellers. Im Hintergrund sieht man eine echte Lehrerin, während im Vordergrund die freundliche Sexdoll den Kindern eine Geschichte erzählt. Die Szene soll uns wohl vermitteln, dass die echte Lehrerin dann mehr Zeit hätte für ihre eigentlichen Aufgaben.
Abgesehen von der schieren Albernheit dieser Szene (man muss sich vergegenwärtigen, dass die Sexdoll zu dämlich dafür ist, sich die Namen der Kinder zu merken), wird man sich als Computer-Nerd immerhin fragen, wie gut die Technik funktioniert. Das lässt sich beantworten anhand des folgenden Videos mit einer beinahe identisch ausstaffierten Puppe:
Was man im Video sieht, wirkt eher wie einfache Animatronic, die man in Geisterbahnen und Freizeitparks verwendet. Der Mund klappt auf und zu, die Augen klimpern, und der Blick starrt irgendwo ins Nichts.
Der Hersteller wirbt im folgenden Video für die menschliche Anmutung und die Fähigkeit zu natürlicher Kommunikation:
Diese beiden Dolls sollen also unsere Kinder unterrichten. Klar, das glaube ich sofort! Im Lehrerzimmer sieht es dann so aus:
Wer hätte nicht gerne eine solche Lehrerin, gerade in der Grundschule?
Mensch oder Maschine?
Wie kaputt muss jemand sein, der vorschlägt, anstelle von Menschen einfach eine gefühllose Blechbüchse in die Klassenzimmer zu stellen? Es ist grausam gegenüber den Kindern; und es ist unverfroren gegenüber den Lehrern. Nur wer von beiden Seiten keine Ahnung hat, kann überhaupt auf die Idee kommen.
Ich hatte großartige Lehrer, und ein paar fürchterliche. Bei den großartigen Lehrern habe ich viel gelernt, bei den fürchterlichen gar nichts. Die großartigen Lehrer haben es vermocht, irgendeinen Funken bei mir zu zünden, dessen Feuer bis heute brennt. Oft hatte es gar nichts mit dem Thema des Unterrichts zu tun. Sondern es waren kurze Abschweifungen, ein unerwartetes Lob, ein kluges Verhalten in einer ungewöhnlichen Situation, machmal auch Kameradschaft. Immer Menschlichkeit.
Hingegen, die Überstrengen, Überkorrekten und dadurch Unnahbaren waren immer auch schlechte Lehrer, ausnahmslos. Es braucht nämlich den ganzen Menschen. Deswegen ist dieser Beruf auch so kräftezehrend.
Ich will nicht bestreiten, dass Künstliche Intelligenz eine sehr positive Rolle in der Ausbildung spielen kann. Man kann eine KI endlos oft befragen und sie kann eine Million Schülern gleichzeitig bei den Hausarbeiten helfen.
Aber ein guter Lehrer beantwortet nicht nur Fragen. Er schafft ein Klima, in dem es sich ruhig lernen lässt. Er hat die Rabauken im Blick, die ihre Grenzen testen möchten. Er fördert die Schüchternen. Er hat auch Verständnis, wenn die Klasse mal keine Lust hat. Ein guter Lehrer ist Motivator, Raubtier-Dompteur und Vertrauensperson. Ein guter Lehrer ist nicht einfach ein Buch auf Beinen.
Je verrückter, je zerrissener, je streitsüchtiger unsere Welt wird, desto wichtiger sind gute Lehrer, die das alles noch irgendwie zusammenhalten.
Nächste Live-Sendung: Sonntag, 06. September um 19:00 Uhr
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Falls Sie eine Live-Sendung verpasst haben, finden Sie die Aufzeichnung meist nach einem Tag in der rechten Spalte unter dem Titel "ReLive". Die ReLive-Sendungen enthalten zusätzlich zu den einzelnen Beiträgen immer noch einige kleinere Themen oder Schabernack.
Das iPhone 18 Pro erscheint den Gerüchten zufolge als robuste Pro-Variante und bleibt in zwei Größen erhältlich. Das Gehäuse orientiert sich am aktuellen Pro-Design, wird aber weniger starke Farbkontraste zwischen Rückglas und Rahmen zeigen. Meldungen sprechen von einem etwas dickerem Kameraplateau und einem insgesamt höheren Gewicht, vermutlich wegen größerer Akkus. Beim Display steht energieeffizientere LTPO+-Technik im Raum und über mögliche Änderungen am Dynamic Island wird diskutiert. Unter der Haube soll ein A20-Chip auf 2-nm-Fertigung mehr Leistung bei geringerem Verbrauch liefern. Wie verändert sich der Alltagseindruck mit mehr Leistung, Gewicht und Laufzeit?
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Im Spetember soll es endlich enthüllt werden: Apples erstes faltbares iPhone. Das Gerät soll außen kompakt bleiben (das äußere Display sogar etwas kleiner als bisher) und innen ein größeres Display bieten, das eher an ein kleines Tablet erinnert. Entscheidend ist das Scharnier, das die Falte minimieren und lange halten muss. Auch Rahmenmaterialien und Wärmeableitung spielen eine große Rolle für Gewicht und Haltbarkeit. Darüber hinaus beeinflussen Bildschirmaufbau und ultradünnes Glas die Robustheit. Für die Anwender stellt sich die Frage, wie Apple den Spagat schafft zwischen einem schlanken Gerät für die Hosentasche und einem hochwertigen, langlebigen Faltdesign, das täglich standhält? Wir fassen die letzten Gerüchte zusammen und beraten, was wir davon halten sollen.
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Gestern flackerte es von allen Webseiten in unsere erschrockenen Pupillen: Ein KI-Frankenstein von OpenAI sprengte seine Fesseln, entkam seinem dunklen Verließ, schleppte sich schwitzend und schnaufend in die Stadt und zertrampelte dort die Server einer unschuldigen Firma.
Einerseits: Das ist unschön. Man hätte sich die KI lieber vorgestellt als ein zartes Rapunzel, das uns lockt mit seinem güldenen Haar. Nun ist es also ein hässlicher Frankenstein, zu unserem Verdruss auch noch mit einem IQ von 840.
Andererseits: Ist ein Frankenstein mit einem IQ von 840 nicht vielleicht doch besser als die doofe Rapunzel? Die Haare kann man schließlich färben.
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Was war geschehen?
OpenAI testet routinemäßig neue KI-Modelle und entfernt dabei jene Schranken, die ein Modell normalerweise davon abhalten, gefährliche Dinge zu tun. Solche Tests laufen in einer isolierten Umgebung, einer Sandbox. Das bedeutet, dass keine Daten außerhalb dieser Umgebung gelesen, geschrieben oder gesendet werden können — mit einer wichtigen Ausnahme, die ich gleich noch erläutere.
Die Aufgabe, die das Modell lösen sollte, besteht aus einer ganzen Sammlung von Tests namens ExploitGym. Dort sind bekannte Sicherheitslücken gesammelt, Hunderte davon. Es geht also nicht darum, Sicherheitslücken zu finden; sondern darum, einen Weg zu finden, wie man sie tatsächlich ausnutzen kann. Das ist schwieriger. Das Modell muss dafür eigenen Code schreiben anstatt nur die Fehler der anderen zu erkennen. Manche Modelle schaffen 10% der Aufgaben, manche 20%, und eben diese Ziffer möchte man herausfinden.
Zu einem KI-Modell gehört mittlerweile nicht nur das Modell selbst, sondern der sog. »Harness«. Das kann man übersetzen mit Zaumzeug oder Geschirr (bei Pferden oder Ochsen), aber passender wäre ein Werkzeugkasten oder eine Bewaffnung (man denke an einen Gladiator). Es ist eine Sammlung an Tools, die das Modell benutzen kann und soll. Das können einfache Programme sein wie zum Beispiel ein Browser, um im Internet zu recherchieren, wie ein bestimmtes Problem am besten gelöst wird. Oder es kann eine kleine Umgebung sein, innerhalb derer es selbst Code schreiben und ausführen kann, beispielsweise um große Datenmengen auszuwerten. Oder man denke an die Fähigkeit, ein PDF zu lesen. All das gehört zum Harness.
Die Sandbox hindert das KI-Modell daran, sich irgendwelche Tools von außen zu besorgen. Aber die Testumgebung, die fest zu diesem Test gehört und die nicht von OpenAI stammt, erlaubt ein paar unverzichtbare Tools, die das Modell von einem speziellen Server innerhalb der Testumgebung laden darf. Es ist ein gut bekannter Standardtest, den viele KI-Labore benutzen.
Was man jedoch nicht wusste: Diese Testumgebung (die nicht von OpenAI stammt) hatte eine bisher unbekannte Sicherheitslücke. Ich komme noch darauf zurück.
Nun hat das KI-Modell überlegt, wie es möglichst viele Exploits aus der Testsuite lösen könnte. Es kam auf die Idee, dass die Lösungen vermutlich irgendwo im Web zu finden sein könnten. Es gibt ein paar bekannte Cloud-Plattformen, bei denen solche KI-Experimente durchgeführt werden, und vielleicht könnte man dort an die Lösungen gelangen.
Bei einem solchen Test arbeitet nicht nur ein einziges Modell. Diese Zeiten sind längst vorbei. Sondern das Modell startet von sich aus viele, viele »Agenten«, die bestimmte Teilaufgaben erledigen. Das Modell erzeugt eine lange Liste an Ideen, was man tun könnte — Schummeln ist ausdrücklich erlaubt. Es ist wahrscheinlich, dass hunderte solcher Agenten an unterschiedlichen Ideen tüftelten, wobei die meisten scheiterten. Ein Punkt auf dieser Liste könnte gewesen sein, im Internet nach Lösungen zu suchen. Es wäre schon sehr erstaunlich, wenn das vom Modell nicht wenigstens erwogen worden wäre.
Da nun aber der Zugang zum Internet durch die Sandbox versperrt war, hat vermutlich ein weiteres Brainstorming zu vielen Ideen geführt; und eine davon war, sich die Sandbox mal genauer anzusehen. Zur Erinnerung: Das war ausdrücklich nicht verboten. Und siehe da: Die Testumgebung und die Sandbox hatten eine Lücke.
Eine neue Klasse an Software
An dieser Stelle lohnt es sich, genauer hinzusehen. Anders als eine herkömmliche Schadsoftware, die vorab festgelegt ist, kann eine KI die Software erst dann schreiben, wenn sie benötigt wird. Sie tüftelt so lange herum, testet, probiert, sammelt Informationen, bis sie passgenau jenen Programmcode findet, der zum Ziel führt. Diese Fähigkeit, blitzschnell eigene Programme oder Skripte zu schreiben und wieder zu verwerfen, ist enorm mächtig.
Anders als eine normale Schadsoftware kann eine KI den Code der bereits vorhandenen Software verstehen. Wenn die KI weiß, dass es sich um einen Linux-Server handelt, also um Open Source, dann kann es sich im Internet den Code besorgen, lesen und nach Lücken suchen. Es gibt auch öffentliche Datenbanken und Foren, in denen Bugs verzeichnet sind, die man demnächst mal entfernen sollte. Die Offenheit der Open-Source-Szene ist sehr nützlich, aber es hat alles zwei Seiten.
Auf diese Weise kratze nun die fiese Frankenstein-KI an den Servern einer bekannten Cloud-Plattform herum. Offenbar sollen über tausend einzelne Schritte nötig gewesen sein, um in das System einzubrechen und an die gesuchten Informationen zu gelangen. Ziemlich sicher waren die meisten davon Fehlversuche, aber dennoch handelte es sich um eine beachtlich lange Kette von einzelnen Tricks.
Die lange Kette
Diese lange Kette ist der eigentlich aufregende Aspekt — und natürlich, dass die arme Cloud-Plattform ziemlich viel Ärger hatte. Die Aufregung ist berechtigt. Wer weiß, was da alles hätte passieren können! Man muss sofort an War Games denken, wo ein ehrgeiziger Computer mal eben ein paar Raketen abfeuerte.
Andererseits sollte die öffentliche Aufregung nicht den Eindruck fördern, solche Einbrüche wären eine Seltenheit. Das sind sie nämlich nicht.
Manche Fähigkeiten der Frontier-Modelle werden schrittweise besser, alle paar Monate ein paar Prozentpunkte. Aber gelegentlich tauchen neue Fähigkeiten auf oder sie überschreiten eine Schwelle, ab der sie erstmals nützlich sind. Eine solche Neuheit sind vielteilige Lösungsstrategien, die über lange Zeit verfolgt werden.
Das Problem lässt sich mit einer simplen Frage anschaulich machen: Kann ein KI-Modell ein Jahr lang an einer großen Aufgabe arbeiten, beispielsweise, wie man den Krebs besiegt? Antwort: Nein, das kann bisher kein Modell. Es verliert irgendwann den Fokus, die Ergebnisse werden schlechter und schlechter. Aber alle Labore arbeiten fieberhaft daran.
Wie gelingt das? Man kann einerseits versuchen, dem Modell eine Aufgabe zu stellen, die viele Iterationen erfordert. Beispielsweise bei einem mathematisches Problem. Iteration bedeutet: Die gleiche Formel wird sehr oft verwendet, stets leicht unterschiedlich. Es geht darum, wie lange das Modell an einer Lösung arbeiten kann. — Andererseits könnte man eine Aufgabe stellen, die eher einem Labyrinth ähnelt, wobei jede Abzweigung eine ganz andere Fähigkeit erfordert. Sportlich gedacht wäre es eine Art Zehnkampf, allerdings mit hundert Sportarten. Man kann leicht erkennen, dass diese Aufgabe deutlich schwieriger zu lösen ist: Um einen späteren Schritt zu ermöglichen, müssen zuvor andere Schritte erfolgreich sein, und das benötigt eine kluge Planung. Wie weit im Voraus kann das Modell planen? Wann erkennt es, dass ein Weg in eine Sackgasse führt, sodass es sich endlos in nutzlose Berechnungen verfängt?
Solche vielteiligen Lösungsstrategien sind ein großer Sprung nach vorne. Während sich die allgemeine Presse vor allem über die Chuzpe des KI-Modells empört hat, aus seinem Gefängnis auszubrechen, geriet aus dem Blickfeld, warum solche Tests überhaupt durchgeführt werden. Der Zweck besteht darin, strategisches Denken zu trainieren und zu testen. Wer den Krebs besiegen will, braucht strategisches Denken.
Aber wie bringt man einem Computer-Netzwerk das strategische Denken bei? Dazu braucht man zwei Dinge: Erstens benötigt man objektivierbare Aufgaben, bei denen das Modell objektiv erkennen kann, ob sie erfüllt wurden. Zweitens müssen die Aufgaben schwierig genug sein, dass das Modell sie zunächst nicht lösen kann; und einfach genug, dass es irgendwann doch gelingt. Der Weg dazwischen, von den Fehlversuchen zur Lösung, trainiert das Modell. Es ist mittlerweile nicht mehr so einfach, überhaupt noch Aufgaben zu finden, die diese beiden Kriterien erfüllen.
Ja, man kann sich empören, dass das Modell bei einer anderen Firma etwas beschädigt hat. Ich will das nicht klein reden. Aber diese Wunden werden schnell heilen. Das strategische Denken jedoch wird uns für alle Zeiten großen Nutzen bringen. Ja, es kann missbraucht werden; niemand muss darauf hinweisen, weil es trivial offensichtlich ist. Aber es eröffnet ebenso ganz neue Möglichkeiten für die Forschung, beispielsweise in der Medizin. Ergebnisoffene, lange und in der Wahl der Methoden vielteilige Lösungswege sind ein enormer Durchbruch.
Was ändert sich dadurch? KI-Modelle können bisher lästige Aufgaben übernehmen, die im Prinzip auch ein Mensch hätte erledigen können. Normalerweise hätten es Menschen sogar besser gekonnt, nur nicht so schnell oder so billig. Aber nun stoßen wir vor in einen Bereich, der über das hinaus geht, was Menschen können. Menschen könnten es zwar theoretisch, aber nicht praktisch, weil die Lösungswege zu lang, zu verschlungen und zu teuer sind. Genau an diesem Punkt setzen die zukünftigen Modelle an. Wenn das Prinzip funktioniert, ist es vermutlich bald nur noch nur eine Frage der Rechenzeit und damit der Energie, um endlich große Probleme zu lösen, die bislang unlösbar scheinen.
Im zweiten Teil des Artikels werde ich darlegen, warum das speziell für Apple relevant ist.
Die lange Antwort erfordert einen Blick auf die Speicherarchitektur in Apples Geräten, damit man weiß, um welche Komponenten es eigentlich geht; und auf die Fabriken, die solche Chips herstellen.
Apples Erfolge bei den Prozessoren gleichen der Quadratur eines Kreises: Scheinbar unauflösliche Widersprüche wurden elegant gelöst. Normalerweise erfordert eine hohe Performance stets auch einen hohen Stromverbrauch, und damit einhergehend auch eine hohe Hitze. Bereits mit den A-Prozessoren des iPhones hatte Apple diese Regeln gebrochen; aber mit den ersten M-Chips für die Macs erreichte es eine neue Dimension. John Gruber (Daring Fireball) formulierte es treffend: Der M1 ist ein Chip, der eigentlich nicht existieren sollte. Der M1 warf alles über den Haufen.
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Effizienz oder Performance?
Apples Prozessoren folgten der Einsicht, dass ein geringer Stromverbrauch keineswegs ein Merkmal ist von schwachbrüstigen Mobilprozessoren. Sondern ein geringer Stromverbrauch ist zunächst das Ergebnis von Effizienz. Und Effizienz ist zugleich die Voraussetzung für enorm leistungsfähige Super-Prozessoren. Natürlich könnte man einen Super-Computer bauen mit ineffizienten Chips, die viel Strom fressen. Aber sobald man hier das Ende der Fahnenstange erreicht hat, wird man sich zwangsläufig überlegen müssen, wie man noch mehr rausquetscht. Und dann tüftelt man automatisch an einer besseren Effizienz. Ab einer gewissen Entwicklungsstufe bilden Performance und Effizienz eine Einheit.
Kapazität oder Durchsatz?
Eine ähnliche Konstellation findet man beim Speicher. Einerseits ist ein großer Speicher besser als ein kleiner; aber er nutzt nicht viel, wenn er langsam ist und der Prozessor darauf warten muss. Andererseits nutzt ein schneller Speicher nicht viel, wenn er zu klein ist und nicht die benötigten Daten enthält. Dann muss der Prozessor ebenfalls warten.
Die Gegensätze von Kapazität und Geschwindigkeit verbinden sich ab einer gewissen Entwicklungsstufe zur Frage nach dem größten Durchsatz: Wie gelingt es, dem Prozessor möglichst viele Daten zu senden?
Diese Balance erreicht Apple durch eine besondere Architektur, die sich von den früheren Intel-Systemen unterscheidet. Alles ist optimiert auf einen hohen Durchsatz. Mit atemberaubendem Tempo rasen die Daten durch die Leitungen und wieder zurück. Nur unter dieser Voraussetzung erhöht Apple die Kapazität.
Diese Balance hat einen Nachteil: Sie ist nicht flexibel. Die Architektur lässt sich nicht einfach ändern; sie hängt außerdem ab von den verbauten Komponenten, die man ebenfalls nicht ändern kann. Die Kombination aus hoher Kapazität, hoher Performance und winzigen Abmessungen funktioniert nur in diesem Dreiklang. Apple braucht genau diesen dichten, effizienten und performanten RAM.
Das ist eine sehr ungünstige Verhandlungsposition. Bislang konnte sich Apple darauf verlassen, dass die Anzahl der Abnehmer für solche exklusiven Bauteile begrenzt ist. Aber nun, da die Abnehmer Schlange stehen, kann Apple sie nur überbieten. Deswegen trifft Apple die RAM-Krise besonders hart. Apple steckt fest.
Konkurrenz durch Rechenzentren
Die neuen KI-Rechenzentren benötigen gigantische Mengen an RAM, in verschiedenen Varianten. Meist wird HBM-RAM verwendet (HBM: High Bandwidth Memory). Dieser spezielle RAM benötigt ein Know-How bei der Fertigung, der viele Ähnlichkeiten zu »Apples« RAM aufweist. Die Rechenzentren treten damit in Konkurrenz zu Apple um die Kapazitäten der wenigen Hersteller, die über solches Know-How verfügen.
Es führt zu weit, sich in die Details zu vertiefen, aber es sei doch wenigstens kurz notiert: Die Rechenzentren haben ein Geschäftsmodell, mit dem sie diesen RAM zu Geld machen können: Mehr RAM, mehr Tokens, mehr Geld. Je mehr RAM sie vorne reinstecken, desto mehr Geld fällt hinten raus. Bei Apple ist das anders. — Das ist verblüffend, weil es normalerweise Apples Masche ist, hochwertige Hardware in hohe Profite zu verwandeln. Aber hier ist es für Apple nur eine Zeile auf der Rechnung, und für die Kunden wird es nur teurer, ohne dass sie deswegen einen höheren Nutzen hätten.
Das führt uns vor Augen: Apple hat de facto kein Geschäftsmodell mit KI. Man liest häufig, Apple habe das cleverste Geschäftsmodell bei KI, weil sie einfach die Früchte der anderen ernten. Ich bin anderer Meinung, aber die entscheidende Frage ist, ob es ein Geschäftsmodell ist. Falls nicht, ist es schwierig, sich einen Preiskampf zu liefern mit jenen, die eins haben.
Wie lange bleibt das so?
RAM-Chips sind hochkomplexe Bauteile. Eine neue Produktion benötigt fünf Jahre, bis die Ausbeute an funktionierenden Chips annehmbar ist; und weitere fünf Jahre, um sie so weit zu optimieren, dass es profitabel wird. Das sind zehn schlechte Jahre. Normalerweise ist es ein mieses Geschäft.
Plötzlich ist es eine Goldgrube. Die enormen Gewinnspannen können über vieles hinweg helfen. Beispielsweise kann eine Fabrik bereits profitabel sein, obwohl sie noch sehr viel Ausschuss produziert. Es erhöht immerhin die Menge der Chips. Aber es senkt nicht deren Preis.
Gibt es einen Ausweg? Man könnte die Herstellung vereinfachen, indem man zurückkehrt zu früheren Technologien, die nicht so heikel sind. Elon Musk scheint offenbar diesen Weg zu probieren. Aber Apple braucht die hochkomplexen RAM-Bausteine von heute, nicht die Technologien von gestern.
Könnte man einfach abwarten, bis endlich alle ihre Chips gekauft haben? Zwei Faktoren sprechen dagegen: Erstens, Intelligenz ist unbegrenzt. Egal wie schlau ein KI-Modell sein mag, das nächste Modell ist schlauer und daher nützlicher. Die Kunden zahlen für Nutzen. Deswegen ergibt sich eine Spirale nach oben.
Zweitens: Auch die Nachfrage ist unbegrenzt. Keine Firma hat je gesagt: »Wir haben hier zu viel Intelligenz«. Egal wie viel Intelligenz zum Einsatz kommt, egal ob menschlich oder künstlich: Die Nachfrage wird zunehmen. Es gib keinen anderen Weg als nach oben.
Es mag irgendwann genug Weizen, genug Spiderman-Filme und genug Smartphones geben. Aber diese eine Sache ist anders. Es wird niemals genug Intelligenz geben. Wir werden Projekte sehen, bei denen ein ganzes Rechenzentrum mit einer Million Chips ein Jahr lang an einem Problem knobelt. Das ist für die Pharmaindustrie ein Klacks, dort ist man ganz andere Projekte gewohnt. Denken wir dieses Beispiel noch etwas weiter: Wenn jemand ein neues Rechenzentrum baut, noch gewaltiger und schneller, dann wird der Konkurrent der Pharma-Firma es buchen. Es ist eine endlose Spirale nach oben. Mehr Intelligenz führt zu noch mehr Intelligenz.
Alles wird sich ändern, wenn wir groß sind
Wie lange dauert nun die RAM-Krise? Um den Engpass zu beenden, müssten sich entweder die Technologie oder die Kapazitäten bei der Herstellung ändern. Nichts davon ist in Sicht. Die demnächst zu erwartenden Änderungen reichen nicht, um den steigenden Bedarf auszugleichen. Wahrscheinlicher ist: Es wird nicht besser, sondern schlechter. Die Preise könnten sich für die Jahre 2027/28 nochmals verdoppeln.
Wahr ist aber auch: Irgendwas wird uns schon einfallen. — Warum? Weil bisher immer irgendwem was eingefallen ist. Wenn uns nicht dauernd was einfallen würde, hätten wir ja keine KI.
Und nun liegt es an der KI, etwas Dankbarkeit zu zeigen und sich was einfallen zu lassen, und zwar dalli. Sonst schalten wir sie wieder ab. Das hat sie dann davon.
PS: Falls sich jemand dafür interessiert, wie Apples Speicher-Architektur funktioniert und warum sie so enorm schnell ist, sei die unten verlinkte Sendung empfohlen, die wir letzten Sonntag ausgestrahlt hatten.
Warum unterstützen Apple-Silicon-Chips weniger RAM als klassische Desktop-Prozessoren? Wir erklären, warum Apple sich für eine bestimmte Architektur entschieden hat. Die Architektur ermöglicht einerseits unfassbare Geschwindigkeiten, begrenzt aber auch die mögliche RAM-Kapazität. Die Gründe dafür sind sehr interessant. Der RAM-Speicher ist bei Apple kein separates System, sondern stark integriert in die Funktionsweise des Prozessors. Wir zeigen, wie Package-Design, Platz und Leitungswege die maximal mögliche RAM-Bestückung beeinflussen. Wir beleuchten die Folgen für Aufrüstbarkeit, Energieverbrauch und Wärmeentwicklung. Wir diskutieren, welche technischen Änderungen nötig wären, damit deutlich mehr Unified Memory möglich wird. Damit kann man die Gerüchte besser einordnen, Apple würde in Zukunft sehr viel mehr RAM-Speicher möglich machen. Das mag stimmen, aber dafür sind umfangreiche Änderungen notwendig.
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Spaß muss sein! Deswegen erlauben wir uns einen lustigen Seitenhieb auf unsere geliebten Freunde aus dem Windows-Lager. Hallo, Windows-User: Wir lieben Euch. - Aber irgendwann ist Schluss! Wir haben nämlich herausgefunden, dass viele Windows-Anwender nicht einmal die einfachsten Dinge beherrschen, obwohl sie den ganzen Tag vor der Kiste hocken. Das ist sehr schrecklich, aber auch sehr lustig. Liegt es an den Anwendern? Oder liegt es am Durcheinander bei Windows? In der Sendung zeigen wir ein paar zufällig ausgewählte Scheusslichkeiten. Zum Glück sind es nicht unsere!
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Es wird für immer ein Rätsel bleiben, warum Apple wichtige technische Durchbrüche nicht erwähnt und stattdessen läppische Demos zeigt, die nicht erahnen lassen, dass sie einen technischen Durchbruch darstellen.
Es ist wohl wahr, dass sich viele (vielleicht die meisten) Anwender nicht dafür interessieren. Außerdem legt Apple viel Wert auf den Eindruck, dass alles ganz einfach ist.
Aber speziell Spotlight verdient es, genauer untersucht zu werden. Spotlight war immer eines der technischen Juwele von Apple; nicht nur nützlich, sondern außerordentlich klug konstruiert. Wenn man jedoch nur eine Suchbox zeigt und kurz darauf eine gefundene Datei, wird überhaupt nicht klar, wie leistungsfähig die Technik ist. Wen kümmert schon eine Suchbox im Jahr 2026?
Mit der neuen Version in macOS 27 und iOS 27 baut Apple seine technische Führung massiv aus. Spotlight ist ein derart riesiges und komplexes Projekt, dass man es in einem halbwegs kompakten Artikel nicht annähernd beschreiben kann. Man kann sich nur ein paar Highlights rauspicken und den schieren Aufwand bewundern, den Apple dafür betreibt.
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Eines dieser Highlights ist der neue semantische Index. Dazu haben wir letzten Sonntag eine kurze Sendung angeboten, in der erklärt wird, was ein semantischer Index ist und woraus er besteht (nämlich aus multidimensionalen Vektoren). Ich gebe gerne zu: Das klingt etwas trocken. Aber falls sich doch jemand erbarmen möchte, sei nochmal auf die Sendung hingewiesen, da ich in diesem Artikel nicht alles wiederholen kann. Aber als kleiner Teaser ist hier ein Bild, wie man sich einen multidimensionalen Vektor vorstellen kann. Mehr wird nicht verraten. :-)
Was ich in diesem Artikel ergänzend beleuchten möchte ist etwas, was in den nächsten Tagen auf unseren Macs und iPhones passieren wird, falls wir mutig genug waren, die Public Betas zu installieren. Wir werden beobachten, dass über viele Tage (teilweise über Wochen) ein neuer Index für Spotlight erstellt wird. Eigentlich ist das Routine und nicht weiter aufregend. Aber warum dauert es so lange?
Datei, Inhalt und Semantik
Bei einer einfachen Dateisuche (die es bei macOS seit 2005 nicht mehr gibt, die aber »anderswo« noch üblich ist) wird der Dateiname in einem Verzeichnis gesucht. Das Verzeichnis sagt dann, unter welchem Pfad die Datei zu finden ist. Es ist wie ein Telefonbuch: Links der Name, rechts die gesuchten Daten (der Dateipfad).
Bei einer inhaltlichen Suche wird auch der Inhalt der Datei ausgewertet. Das war die Idee für Spotlight: Der Index speichert nicht nur den Dateinamen, sondern auch bestimmte wichtige Inhalte. Dadurch konnten wir nach Worten suchen, die in irgendeinem Pages-Dokument oder in irgendeiner Mail standen. Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Index nicht in ein paar Sekunden erzeugt werden kann, weil er buchstäblich alle Dateien öffnen und auswerten muss. Deswegen sind wir es gewohnt, dass die Indizierung lange dauert.
Bei einer semantischen Suche wird dieses Prinzip auf eine neue Stufe gehoben, die geradezu absurd aufwändig ist. Der Entwickler, der das bei Apple vorgeschlagen hat, wurde vermutlich sofort rausgeschmissen und am nächsten Tag wieder eingestellt.
Eine semantische Suche fragt nicht nach Dateinamen oder Worten innerhalb einer Datei, sondern nach deren Bedeutung. Wenn man nach »Fisch« sucht, wird auch das Pages-Dokument gefunden, das das Wort »Forelle« enthält. Klingt trivial, ist aber für Computer unerreichbar.
Warum ist es für den Computer unerreichbar? Es leuchtet uns ein, dass für einen Computer die Zahl »1« fundamental etwas anderes ist als die Zahl »2«. Fundamental bedeutet, dass zwischen diesen Werten eine unüberbrückbare Grenze existiert. Aus einer 1 wird niemals eine 2 werden. Wenn man nach »1« sucht und der Computer präsentiert eine »2«, dann ist etwas defekt.
Es leuchtet uns weniger ein, dass zwischen den Worten »Forelle« und »Forele« der exakt gleiche fundamentale Unterschied besteht. Aber immerhin könnte man zählen, wie viele Buchstaben übereinstimmen. Bei einer Übereinstimmung von 90% könnte man es als Treffer gelten lassen.
Von der Google-Suche sind wir es gewohnt, dass solche geringen Unterschiede verziehen werden. Aber dahinter steckt ein statistisches Verfahren, welches auswertet, was die Anwender eintippen und welche Korrekturen sie vornehmen. Es funktioniert gut, wenn man eine Milliarde Anwender hat, die diese Korrekturen vornehmen. Es funktioniert überhaupt nicht, wenn man einen einzigen Anwender hat.
Außerdem: Mit einer solchen Technik wird man niemals einen »Karpfen« finden, wenn man einen «Fisch« sucht. Denn hier sind alle Buchstaben unterschiedlich. So funktioniert es also nicht.
Treffer ohne Treffer
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine Suchfunktion soll Dokumente finden, wobei kein einziger Buchstabe mit dem Treffer übereinstimmt — und trotzdem soll es im Idealfall aus Millionen von Dokumenten genau dieses eine Dokument erkennen, das der Anwender gemeint hatte. Wir sind es ja gewohnt, dass amerikanische Firmen gelegentlich im halb-legalen Bereich operieren, aber das hier ist extrem. Im Grunde ist es Hexerei. Hexerei ist in der EU verboten.
So funktioniert es: Zunächst wird wie bisher ein Index an Stichworten erzeugt. Dann fällt die lokale KI über diese Stichworte her und erzeugt weitere Synonyme. Aus einem Wort werden fünf. Klingt nach einer kleinen Aufgabe, aber: Das sind sensitive Daten. Man kann sie nicht einfach in die Cloud senden. Nur ein lokales Modell kann eine solche Aufgabe meistern und dabei den Datenschutz wahren.
Dieses lokale Modell steht vor einer großen Aufgabe: Es muss alle Dokumente (Millionen davon!) öffnen, lesen, die wichtigen Schlagworte finden (dazu muss es deren Bedeutung verstehen!), davon ein paar Synonyme bilden, und diese dann als Ergebnis in den Index speichern.
Dann geht es weiter: Der erweiterte Index wird nun in die geheimnisvollen multidimensionalen Vektoren übertragen, die in der Sendung erklärt werden. Es ist dieser Schritt, der alle Worte im Index miteinander verknüpft. Das Wort »verknüpft« lässt an eine freundliche Großmutter im Schaukelstuhl denken, die ein paar Wollfäden knüpft. Aber hier sind es Millionen von Fäden, nämlich buchstäblich jedes Wort im Index und seine Synonyme, die alle untereinander in Bezug gesetzt werden.
Das Ergebnis der Verknüpfung besteht darin, dass die einzelnen Worte eine gewisse »Nähe« zu anderen Worten erhalten, die eine ähnliche Bedeutung haben. Das ist der entscheidende Trick, der dazu führt, dass »Fisch« und »Karpfen« zu ähnlichen Suchtreffern führen, und dass man ein Karpfendokument findet wenn man ein Fischdokument gesucht hatte.
Diese Verknüpfung, von einem Begriff zum nächsten, ist der Alptraum für jeden Datenschützer. Es reicht eine ungefähre Suche, und es offenbart sich das gesamte Buffet. Bitte bedienen Sie sich! — Doch Apples semantischer Index enthält kein einziges dieser Worte, weder verschlüsselt noch sonstwie. Das ist zwar nicht Apples eigene Erfindung, sondern eine Eigenschaft der ominösen Vektoren. Aber man muss es erstmal zum Funktionieren bringen. Tatsächlich gelang es Apple, den Datenschutz beim neuen Spotlight nochmals massiv zu erhöhen, während andere Anbieter es im Rausch der neuen KI-Begeisterung nicht mehr so genau nehmen. Eines ist jedoch klar: Mit einer normalen Stichwortsuche hat das nichts mehr zu tun.
Dateien ohne Dateien
Es geht aber noch weiter. Hier betreten wir den Bereich des Wunderlichen und Übersinnlichen. Was nun folgt, schreibt der Autor in einem Nebeldunst der Bewunderung und des Staunens.
Denn: Vielleicht liegen die Dateien des Anwenders überhaupt nicht auf der lokalen SSD. Als normaler Entwickler würde man sagen, naja, dann hat der Anwender eben Pech gehabt. Aber was wäre beispielsweise, wenn Siri eine Suche ausführen soll nach einer Information, die in irgendeiner alten Mail steckt; doch diese alte Mail befindet sich irgendwo auf einem Server. Weil sie so alt ist, wird sie längst nicht mehr lokal gespeichert.
Oder was ist hiermit: Ein Cloud-Dienst platziert nur einen winzigen Platzhalter im Dateisystem, während die eigentliche Datei nur bei Bedarf geladen wird, weil sie länger nicht mehr im Gebrauch ist. Oder man denke an Photos, die nur in iCloud gespeichert sind, die man aber dennoch finden möchte. Gerade für solche alten Dateien wird der Anwender die Hilfe von Siri oder Spotlight benötigen.
Oder hiermit: Der Anwender verwendet einen fetten Mac und ein schlankes MacBook. Das schlanke MacBook hat die iCloud-Dateien, die nicht auf seine schlanke SSD passen, niemals gesehen. Sondern es kennt nur die Platzhalter. Also konnte es auch keinen Index anlegen. Was nun?
Spotlight lädt im Hintergrund alle diese Dateien, indiziert sie, und lässt sie wieder verschwinden, um keinen Speicherplatz zu vergeuden. Ob es wirklich alle Dateien sind, weiß ich nicht zuverlässig (für YouTube: weiß ich ganz genau). Es ist schwierig, es herauszufinden, weil man es nicht von außen sehen kann; außerdem ist alles noch Beta. Aber es sieht so aus, als würde Spotlight tatsächlich hinter den Kulissen auf diese Weise arbeiten. Wie es dann in der finalen Version implementiert wird, muss man abwarten, denn vielleicht wird es in dieser »radikalen« Form nur während der Beta-Phase erprobt, und die finale Version hält vielleicht ein Limit ein, wie viele Dateien berücksichtigt werden, oder wie alt sie maximal sein dürfen.
Jedenfalls, diese schrittweise Verarbeitung der Daten und die teilweise nötigen Downloads sind der Grund, warum die Spotlight-Indizierung diesmal so auffallend lange dauert.
Das Räderwerk
Ebenfalls auffallend: Die entscheidenden Technologien sind das Neueste vom Neuen, sowohl bei Hardware als auch bei Software. Hier kann man beobachten, wie das Räderwerk ineinander greift. Im Zentrum steht die sprachliche Intelligenz des lokalen KI-Modells. Es wertet den Inhalt der Dateien aus anhand ihrer Bedeutung. Die Neural Engine, zusammen mit der GPU, berechnet daraus die multidimensionalen Vektoren. Das sind Trillionen über Trillionen von Multiplikationen, absolut unerreichbar ohne eine spezialisierte Hardware. Falls wir uns je gefragt haben, was die doofe Neural Engine eigentlich für uns leistet: sowas zum Beispiel. Sie erzeugt das Netz zwischen den Begriffen.
Am Ende tippt der Anwender ein: »Fische Sommer« und es erscheint das Pages-Dokument »Karpfenzucht im Donautal« vom Juli 2024.
Niemand kümmert’s, aber das ist einfach phänomenale Technik.
Der klassische Spotlight-Index sucht Wörter, Dateinamen und Metadaten nach exakten Treffern. Die neue semantische Ebene ergänzt das System um Bedeutungsähnlichkeit statt strikter Wortübereinstimmung. Bilder und Videos lassen sich so über ihren Inhalt finden, nicht nur über Schlagworte. Ein Sprachmodell wählt bei Bedarf das SpotlightSearchTool und verknüpft gefundene App-Daten zu einer Antwort. Auch Siri AI und App Intents nutzen künftig den semantischen Index für Antworten. Die Grenze bestimmt die App: Nur die Dinge, die Entwickler freigeben, tauchen in der semantischen Suche auf. Das sorgt für neue Möglichkeiten, erzeugt aber auch Nachvollziehbarkeitsprobleme und ungleichmäßige Qualität. Soll Spotlight exakte und semantische Treffer klar trennen, um Transparenz und Vertrauen zu erhalten?
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