So...
Heute Nachmittag habe ich um zwei Uhr meinen iMac zur Werkstatt in Speyer gebracht, weil die Systemfestplatte die Grätsche zu machen drohte. Apple verbaut halt auch Standardbauteile, und die nippeln nun mal ab und zu ab. Und weil ich keine Lust mehr habe, mit einem Schraubenzieher zwischen den Zähnen in meinem geöffneten Rechner herumzukrabbeln, lasse ich inzwischen reparieren, anstatt es selbst zu tun.
Um halb Vier hatte ich ihn mit neuer Platte zurück, dann Taxifahrt nach Neustadt. Rechner aufgebaut, alte Platte mittels Adapter über Firewire angeschlossen (ging ja noch, wenn auch mühsam), irgendeinem Assistenten gesagt, was er machen soll, und machen lassen. Lecker essen gehen, Buch lesen und nach vier Stunden und fünf Minuten war der Assistent fertig. Und zwar ohne einen Eingriff von mir.
Dann noch ein dickes Update laden, installieren und hurra: Der Rechner ist wieder so, wie ich ihn heute Mittag herunter gefahren habe. ALLE Daten an ihrem Platz (und das waren etwa 750GB allein auf der Systemplatte), ALLE Programme installiert, ALLE Benutzereinstellungen, vom Hintergrundbild bis zu den Passwörtern meines Emailaccounts sind wieder da. Sogar die Programmfenster sind wieder so geöffnet und angeordnet, wie ich sie heute Mittag angeordnet hatte, als ich den Rechner ausgeschaltet habe.
Um beim Thema zu bleiben: Im Grunde habe ich eben einen Rechner komplett neu aufgesetzt. Und was ich nicht gesehen habe waren: CDs zur Installation von Betriebssystem und Programmen, Zettel mit Passwörtern oder Registriercodes, mein ängstliches Gesicht im Spiegel meines wegen erneuten Neustarts abgedunkelten Monitors, Bluescreens oder überhaupt irgendwelche Computerbildschirme, denn das System hat sich ja weitgehend selbst repariert während ich ein spannendes Buch zuende gelesen habe.
Ich liebe meinen Rechner.
