31.12.2025
Johny Srouji ist seit dem Jahr 2008 verantwortlich für die Entwicklung von Apples Prozessoren. In diesen 17 Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Manager von Apple und zu einem der bedeutendsten Persönlichkeit der Chip-Industrie.
Das Jahr 2025 war für ihn besonders erfolgreich. Ebenso wie zuvor das Jahr 2024. Und 2023. Und 2022. Und all die Jahre vorher. Flops sucht man vergeblich. Selbst Mittelmaß ist nicht vorhanden. Es ist eine bis jetzt ununterbrochene Strecke an Superlativen.
Selbst das reicht noch nicht: Einige seiner Meilensteine galten als schlichtweg unerreichbar. Der M-Prozessor und seine Nachfolger gehören dazu. Er durchbrach Barrieren, die festgemauert waren, seit es Prozessoren gibt. Johny Srouji ist der wahre Super-Hero von Apple.
Praktisch alle wesentlichen Produkte von Apple sind inzwischen nur möglich, weil Srouji und sein Team so fantastische Arbeit leisten.
Der Glücksfall wird dadurch komplett, dass Johny Srouji versteht, was Apple ausmacht. Es ist die Balance. Hohe Leistung, aber ausgewogen. — Nicht zu verwechseln mit: leider lahm, aber ausgewogen. Sondern pfeilschnell wie ein Rennwagen, aber elegant wie ein Jaguar.
Johny Srouji vereint das Unvereinbare. Seine Arbeit ist »insanely great«, wie Steve Jobs zu sagen pflegte.
Was macht ihn so erfolgreich?
Es gibt zwei Gründe für seinen Erfolg.
Erster Grund: Seine Sachen funktionieren. Bei zahlreichen anderen Apple-Managern und ihren Ressorts ist das gewohnheitsmäßig nicht der Fall. John Giannandrea, verantwortlich für Siri, wurde tränenreich verabschiedet, allerdings waren es Tränen der Freude. Alan Dye, Apples ehemaliger Software-Designer, hat sich vorsorglich selbst verabschiedet. Er hat mehr Probleme geschaffen als gelöst. Das ist auch eine Art von Höchstleistung. Und Craig Federighi, so beliebt er auch ist, verabschiedete jüngst seinen »Stage Manager« von der Bühne. Zugegeben, das sind schwierige Vergleiche.
Zweiter Grund: Seine Ergebnisse sind stets besser als die der Konkurrenz. Das kann man zwar auch von anderen Apple-Ressorts behaupten. Aber Johny Srouji überbietet die Konkurrenz nicht, er deklassiert sie.
2026
Für die Zukunft kommt ihm eine besondere Rolle zu. Künstliche Intelligenz läutet eine neue Epoche ein. Es erfordert eine astronomische Rechenleistung, hochspezialisiert, exakt zugeschnitten. Es ist auch ein Wettbewerb der Rechenzentren. Das könnte eine Chance für Apple sein, auch wenn derzeit alle von Nvidia reden.
Aber mit roher Gewalt kommt man vermutlich nicht endlos weit. Man muss irgendwann Wege finden, die KI aus den gewaltigen Rechenzentren herauszulösen und breiter anwendbar zu machen. Mit einem Wort: Balance.
Ein kurzes Beispiel: Programmierer arbeiten heute mit KI, aber das ist teuer. Ich lese von Entwicklern, die dafür pro Monat tausend Euro oder mehr ausgeben. Gäbe es einen fetten Mac Pro, der eine solche KI lokal berechnen kann, wäre das auch bei einem hohen Preis eine lohnende Investition.
Jedenfalls, gerade als man dachte, dass sich niemand mehr für Performance interessiert, weil wir davon mehr als genug haben, bricht die nächste Revolution los.
Da ist es gut, so jemanden zu haben wie Johny Srouji.
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