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OpenAI beteiligt sich an PORTS-Pike mit bis zu acht Gigawatt IT-Leistung


OpenAI beteiligt sich am Rechenzentrumsprojekt PORTS-Pike in Ohio, das bis 2032 auf rund acht Gigawatt elektrische IT-Leistung ausgebaut werden soll und KI-Systeme von NVIDIA einsetzen will.

Die erste Ausbaustufe mit 800 Megawatt soll 2028 bereitstehen. SB Energy soll den Standort bauen, besitzen und betreiben. OpenAI plant, die fertiggestellten Kapazitäten jeweils für 20 Jahre zu mieten.

OpenAI will die Rechenkapazität sowohl zum Training neuer großer KI-Modelle als auch für den Betrieb von Diensten wie ChatGPT nutzen. Konkrete Angaben zu GPU-Modellen, Stückzahlen, Serveraufbau oder Netzwerktechnik liegen noch nicht vor.

Das Projekt entsteht auf privatem sowie saniertem Gelände des früheren Portsmouth-Werks zur Urananreicherung. Teile des dort vorhandenen Wassersystems sollen weiterverwendet werden.

Für die erste Bauphase soll weitgehend die bestehende Infrastruktur des Energieversorgers AEP genutzt werden. In späteren Ausbaustufen sollen neue Kraftwerke, ausdrücklich auch Gaskraftwerke, zusätzliche Hochspannungsleitungen und weitere Netzinfrastruktur hinzukommen. Der endgültige Anteil der verschiedenen Stromquellen ist offen.

Die genannte Leistung von acht Gigawatt beschreibt den Bedarf von Servern und Netzwerkgeräten. Der gesamte Strombedarf des Standorts dürfte wegen Kühlung und weiterer Infrastruktur darüber liegen. Angaben zur Energieeffizienz der Gesamtanlage hat OpenAI nicht veröffentlicht.

Für die Kühlung ist ein luftgekühltes, geschlossenes Kreislaufsystem vorgesehen. Das Kühlwasser soll zirkulieren, statt wie bei herkömmlichen Kühltürmen fortlaufend zu verdunsten. Nach der Erstbefüllung soll daher vergleichsweise wenig Frischwasser benötigt werden, unter anderem für Wartung, Reinigung und Gebäudenutzung. Eine belastbare Verbrauchsprognose soll nach Abschluss der Planung folgen.

OpenAI und NVIDIA wollen Entwurf, Tests und Inbetriebnahme gemeinsam begleiten. Vorgesehen sind robuste Infrastruktur, eine strenge Prüfung der Komponenten sowie Software, die Rechenaufgaben innerhalb großer Cluster verteilt. Das soll die Folgen einzelner Störungen begrenzen.

Die veröffentlichten Daten beschreiben überwiegend Planungsziele. Messwerte zum Betrieb, ein endgültiger Wasserbedarf und die detaillierte technische Ausgestaltung stehen noch aus.