Nvidia erläutert sein gigantisches Rechenzentrum für OpenAI
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Jensen Huang, der CEO von Nvidia, erläutert in einem ausführlichen Posting auf Twitter, wie das riesige Datenzentrum ausgestattet sein soll und warum Nvidia es für OpenAI finanziert. Nvidia will am Technologiecampus PORTS-Pike in Portsmouth im US-Bundesstaat Ohio zunächst 4,25 Gigawatt Kapazität für eine KI-Rechenanlage von OpenAI sichern und unterstützt dafür Teile von Miet- und Stromverpflichtungen über rund 20 Jahre. In der Anlage sollen Millionen von GPUs zum Einsatz kommen.
Am Campus PORTS-Pike in Portsmouth soll OpenAI eine KI-Rechenanlage mit Nvidias Grafikprozessoren, Prozessoren, Netzwerktechnik und Infrastruktur-Software errichten und betreiben. Nvidia bezeichnet die Zusage als Sicherung von Grundstück, Stromversorgung und Gebäudekapazität. Diese Faktoren fasst das Unternehmen mit der Abkürzung LPS für „Land, Power and Shell“ zusammen.
Die Anfangskapazität soll 4,25 Gigawatt betragen. Nvidia unterstützt nach eigener Darstellung für rund vier Gigawatt über 20 Jahre bestimmte Teile der Miet- und Stromzahlungen sowie eine festgelegte Restwertzusage. Die Zusage umfasst demnach weder die vollständigen Kosten des Standorts noch alle Verpflichtungen des Mieters. OpenAI soll die Miete zahlen.
Die Verpflichtungen sollen stufenweise greifen, wenn zwischen 2028 und 2030 einzelne Rechenzentren in Betrieb gehen. Mit den Mietzahlungen von OpenAI und dem Hochfahren der Kapazität werde Nvidias verbleibendes finanzielles Risiko kleiner, erklärte das Unternehmen.
Nvidia sieht die Vereinbarung als Reaktion auf Engpässe beim Aufbau großer KI-Infrastruktur. Neben Chips, Speicher, Gehäusen und Netzwerkkomponenten seien auch verfügbare Flächen, elektrische Leistung und fertige Rechenzentrumsgebäude knapp. Große Cloud-Anbieter und finanzstarke Unternehmen sichern solche Ressourcen laut Nvidia meist selbst. Bei schnell wachsenden KI-Laboren könne der Zugang zu langfristig finanzierter Infrastruktur dagegen den Ausbau begrenzen.
Der Standort soll ausschließlich Nvidia-Rechentechnik aufnehmen und mehrere Hardware-Generationen überdauern. Nvidia schätzt, dass eine einzelne Generation der dort eingesetzten Systeme rund 1,5 Millionen GPUs umfassen könnte. Die genannte mögliche Erlösgröße von 150 bis 200 Milliarden US-Dollar je Generation ist eine Unternehmensprognose.
PORTS-Pike verfügt laut Nvidia über weitere 3,75 Gigawatt potenzielle Kapazität. Nvidia kann die Vereinbarung auf diesen Teil ausweiten, hat dies jedoch nicht verbindlich angekündigt. Bestehende und geplante Verpflichtungen von OpenAI für Nvidia-Infrastruktur summieren sich nach Angaben von Nvidia bis 2030 auf etwa zwölf Gigawatt. Mit einer Erweiterung in Ohio wären bis zu rund 16 Gigawatt möglich. Nvidia beziffert die daraus entstehende Marktchance auf etwa 600 Milliarden US-Dollar bis 2030.
Sollte OpenAI die Kapazität künftig nicht nutzen, hält Nvidia eine Weitervermietung an andere Cloud-Anbieter, Unternehmen, KI-Labore oder Start-ups für möglich. Die breite Nutzung der Nvidia-Plattform soll eine solche Umwidmung erleichtern.
Quelle: Nvidia, Erklärung von Jensen Huang
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