KI-Agenten überholen den Menschen bei der Anwendung von KI
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Wie es prophezeit wurde: Nicht mehr Menschen benutzen am häufigsten KI, sondern Agenten. Vorhergesagt wurde es von Jensen Huang, dem CEO von Nvidia. Rechenzentren, die heute noch für den Menschen arbeiten, so sagte er voraus, werden in Zukunft vor allem für Agenten arbeiten. Und so wird es auch bei jeder anderen Software kommen.
Zuerst die Daten: Autonome KI-Agenten verbrauchen auf OpenRouter inzwischen deutlich mehr Tokens als menschliche Nutzer. Seit Februar 2026 ist ihr Verbrauch dort um etwa das 14-fache gestiegen.
OpenRouter ist ein Dienst, bei dem man KI-Anfragen auf unterschiedliche KI-Anbieter lenken (Routen) kann. Es ist wie ein Marktplatz, ähnlich jenen, die die billigsten Flüge suchen.
Auf OpenRouter stieg der Verbrauch durch autonome Systeme seit Februar von 0,51 auf 7,3 Billionen Tokens. Das entspricht ungefähr dem 14-Fachen. Die Nutzung durch Menschen nahm im selben Zeitraum um den Faktor 2,8 zu.
Der Vergleich bezieht sich also nur auf den Tokenverbrauch auf OpenRouter, nicht auf die großen Anbieter wie OpenAI oder Anthropic. OpenRouter bietet vor allem Open-Source-Modelle, oder Modelle, die gegen eine Gebühr von mehreren Providern angeboten werden dürfen. Diese Modelle arbeiten laut der zugrunde liegenden Analyse häufig weniger effizient mit Tokens als Angebote von OpenAI oder Anthropic. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf den gesamten KI-Markt übertragen. Der Trend ist aber eindeutig.
Dies ist ein fundamentaler Umschwung, die nächste Epoche der KI-Revolution. Es geht nicht mehr einfach um das simple Schema »Frage - Antwort«. Sondern KI-Agenten bearbeiten Aufgaben zunehmend über längere Zeiträume selbstständig. Dabei können sie weitere KI-Prozesse starten und zusätzliche Modelle einbinden. Für einen einzelnen Auftrag fallen dadurch mehr Eingaben und Ausgaben an als bei einer kurzen Frage-Antwort-Interaktion.
Ein Teil des starken Wachstums hängt außerdem mit sogenannten Reasoning-Modellen zusammen. Sie erzeugen zusätzliche interne Verarbeitungsschritte, bevor sie eine Antwort ausgeben. Dadurch steigt die Zahl der verwendeten Tokens auch dann, wenn die Aufgabe für Menschen einfach wirkt. Das erklärt auch, warum derzeit so riesige Token-Fabriken entstehen. Für diese autonomen Agenten, die zudem nachdenken und klug handeln sollen, braucht man eine enorme Menge an Tokens.
Quelle: Peter Walker, OpenRouter
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