iPhone Ultra als der ultimative Reisebegleiter?
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Je näher die vermutete Enthüllung des iPhone Ultra rückt, desto öfter stelle ich mir die Frage, ob ich einen ehrlichen Grund habe, es zu kaufen, mal abgesehen von Mac-TV.
Auch wenn der Preis noch unbekannt ist, dürfte er wohl ungefähr tausend Euro über einem herkömmlichen iPhone liegen. Das ist nicht nur eine Menge Geld, sondern es ist möglicherweise mehr, als man für separate Geräte ausgeben würde. Beispielsweise ein iPhone plus ein iPad mini. Das iPad mini ist so schlank, dass man es überall verstauen kann, nur eben nicht in der Hosentasche. Aber um in der Kantine die üblichen News abzuklappern (oder einen feinen Artikel wie diesen zu lesen), oder um in der S-Bahn in einem Buch zu schmökern, ist es sehr gut geeignet.
Zwar hat man mit so einer Kombination am Ende auch kein Geld gespart und muss zudem mit zwei Geräten jonglieren. Insofern ist dann ein einziges Gerät tatsächlich praktischer. Aber: Das iPad mini darf in Würde altern. Mein iPad mini stammt aus dem Jahr 2021 (das erste ohne Home-Button) und funktioniert so gut wie am ersten Tag. Ein wirklich, wirklich, wirklich gutes Gerät! Es kostet mich seitdem keinen Cent. — Hingegen, ein iPhone würde ich vielleicht öfter austauschen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber bei einem Preis von angeblich 2,300 oder gar 2,500 Euro ist das etwas anderes als früher, als die iPhones noch 599 Euro und dann 999 Euro kosteten. Man kauft sich ja auch nicht jedes Jahr ein MacBook Pro, als lustige Routine, ohne einen triftigen Grund dafür zu haben.
Abjesehn vom Jelde
Aber mal abgesehen vom Geld: Wofür wäre ein faltbares iPhone wirklich deutlich besser? Wenn ich meine Gedanken schweifen lasse, dann fallen mir vor allem Beispiele ein, die mit Reisen zu tun haben. Das ist natürlich nicht sonderlich originell, weil sogenannte Konvergenz-Geräte (zwei Geräte in einem) immer gut ins Reisegepäck passen. Aber ich meine es nicht als Kompromiss. Sondern ich meine, dass es wirklich besser ist. Hier sind meine besten Beispiele:
Maps im Auto! Man stelle es sich im Geiste vor: Das iPhone Ultra aufgeklappt an die magnetische Halterung geploppt — und schon entfaltet sich dieses wunderbar große Diplay mit der aktuellen Straßenkarte, butterweich animiert, wie das bei Apple Maps so schön gemacht wird… ach, das wäre toll. Die Buttons und die Texte wären groß und leicht lesbar, und man hätte vielleicht noch genügend Platz für ein paar weitere Anzeigen, etwa für den Musik-Player.
Das ist natürlich kein Argument für die ostdeutschen Bundesländer mit ihren neuen Straßen. Aber denkt doch mal an den Westen! Bei den vielen Schlaglöchern lässt sich kein iPhone mit ausgestrecktem Arm bedienen! Man rumpelt über die Straße und kann froh sein, wenn man überhaupt das iPhone trifft. Aber auch hier muss man ökonomisch denken: Ein iPhone Ultra ist billiger, als erstmal das westdeutsche Straßennetz zu sanieren.
Nächstes Beispiel: Im Zug! Wenn die Straßen unbenutzbar werden, fahren wir eben mit der Bahn. Die Bahn ist ein umweltfreundliches, demokratisches und zuverlässiges Fortbewegungsmittel mit einer effizienten Antriebstechnologie. Die gelegentlich auftretenden Verspätungen von ein paar Stunden überbrückt der kundige Fahrgast mit einer Reisebibliothek in digitaler Form. Durch das große Display kann man die Schrift groß genug stellen und muss nicht dauernd scrollen oder blättern. Ich weiß das von meinem iPad mini: Es ist viel angenehmer, ein iBook auf dem iPad mini zu lesen als auf dem iPhone. Hier ist das große Display wirklich klasse.
Im Zug und in der S-Bahn dürfte so ein großes Falt-Display vermutlich unschlagbar sein. In der ersten Klasse im ICE wird es zum unverzichtbaren Statussymbol, um sich vom Pöbel der zweiten Klasse abzugrenzen. So wird es kommen.
Nächstes Beispiel: Als Video-Player im Hotel! Zwar wird das Video auch nicht größer angezeigt als auf einem herkömmlichen iPhone, sofern man auf einem Seitenverhältnis von 16:9 besteht. Aber niemand bucht ein Hotel, um dort Videos zu schauen. Sondern das Video ist nur der schwer entrinnbaren Langeweile im Hotelzimmer geschuldet und beseitigt diese nur teilweise.
Deswegen liegt der eigentliche Clou darin, zusätzlich zum Video noch einen Chat per iMessage zu unterhalten oder eine Webseite zu lesen. Das Video läuft nur nebenher, damit es nicht so still ist. Habe ich nicht recht? Falls das iPhone Fold tatsächlich mehrere Apps gleichzeitig zeigen kann, wäre das für den unruhigen Intellektuellen in Not eine echte Hilfe.
Trotz all dieser Vorzüge ließe sich das iPhone Ultra weiterhin schlank in der Hosentasche verstauen. Man muss es also nicht im Koffer oder im Handgepäck parken, sondern es bleibt stets zur Hand. Das ist dann eindeutig besser als ein iPad mini.
Vielleicht, werte Freunde, ist es also der ultimative Reisebegleiter.
Abgesehen von der geliebten Ehefrau natürlich.
Irgendwer muss ja das Gepäck tragen.
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