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Feature

Apple verbindet erstmals vier Prozessor-Dies mit UltraFusion


Wir hatten bereits in früheren Sendungen berichtet, dass Apple die sehr großen Max-Prozessoren neuerdings in zwei Teilen produziert und dann zusammenfügt. Nun werden zwei dieser Max-Prozessoren verbunden zu einem Ultra-Chip, sodass dieser aus vier Teilen besteht.

Der Vorteil dieser Bauweise besteht normalerweise in einer besseren Konfigurierbarkeit und in einer höheren Ausbeute bei der Produktion, wodurch diese billiger wird.

Interessant ist dabei auch, dass es auf diese Weise, wenn man die Augen etwas zusammenkneift, tatsächlich ein Quad-Design ist. Solche Gerüchte gab es immer wieder, wenn über die Zukunft des Ultra-Prozessors orakelt wurde. Man hatte sich vorgestellt, dass zwei Ultra-Prozessoren verbunden würden. Das ist nun nicht der Fall. Ist das nun vom Tisch? Oder beweist es geradezu, dass Apple die Technologie für solche Designs besitzt?

Es gab auch Gerüchte (für YouTube: die Gewissheit!), dass Apple die Entwicklung der Ultra-Prozessoren eingestellt hat. Das hat sich nun als falsch erwiesen. Der M5 Ultra ist in jeder Hinsicht enorm eindrucksvoll.

UltraFusion erhöht die Bandbreite zwischen diesen Bausteinen auf mehr als 4,4 Terabyte pro Sekunde. Zugleich steigt die Dichte der Verbindungen um mehr als das Sechsfache. Dadurch arbeiten die vier Dies praktisch wie ein einziger Prozessor zusammen.

Die CPU verfügt über bis zu 36 Kerne, darunter zwölf besonders leistungsstarke Super-Cores und 24 Performance-Cores. Gegenüber dem M3 Ultra soll die Leistung bei der Nutzung eines einzelnen Rechenkerns um bis zu 25 Prozent steigen. Bei Aufgaben, die mehrere Kerne gleichzeitig beanspruchen, verspricht Apple eine Verbesserung um bis zu 30 Prozent.

Die Grafikeinheit bietet bis zu 80 Kerne. Erstmals bei einem Ultra-Chip ist in jeden GPU-Kern ein spezieller Neural Accelerator für KI-Berechnungen integriert. Dadurch erreicht der M5 Ultra laut Apple eine bis zu 4,3-mal höhere maximale KI-Rechenleistung als der M3 Ultra. Die Grafikleistung soll gegenüber der vorherigen Chipgeneration um bis zu 80 Prozent zulegen.

Hinzu kommen eine Neural Engine mit 32 Kernen und eine leistungsfähigere Media Engine. Sie besitzt doppelt so viele Einheiten zum Kodieren und Dekodieren von Videos wie der M5 Max. Damit kann der Chip bis zu 33 Videostreams im Format 8K ProRes 422 mit 30 Bildern pro Sekunde gleichzeitig wiedergeben.

Der M5 Ultra unterstützt bis zu 512 Gigabyte gemeinsamen Arbeitsspeicher. Die Speicherbandbreite beträgt bis zu 1,2 Terabyte pro Sekunde und liegt damit 50 Prozent über der des M3 Ultra. Der größere und schnellere Speicher ermöglicht es, umfangreiche Datensätze direkt auf dem Gerät vorzuhalten. Außerdem lassen sich KI-Modelle schneller ausführen und mehr Textbausteine, sogenannte Tokens, pro Sekunde verarbeiten. Nach Angaben von Apple können sogar große Sprachmodelle mit mehreren Hundert Milliarden Parametern vollständig lokal auf dem Gerät laufen.