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Mac Mini mit A18
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Ein Mac im Tower-Gehäuse und mit Steckkarten gab es ab in der guten alten Zeit ab ca. 1,699 oder 1,799 Dollar. Als dann das SSD-Zeitalter die Festplatten obsolet machte, kletterte der Preis für den Mac Pro auf 1,999 Dollar, allerdings mit zwei Grafikkarten. Damit niemand behauptet, dies seien Preise aus dem letzten Jahrhundert: Auch der Mac Studio, nun offiziell der Nachfolger des Mac Pro, startete mit 1,999 Dollar.
Natürlich raucht der Mac Mini diese alten Tower komplett in der Pfeife.
Die Frage ist allerdings, ob er es sollte.
Hier sind drei Fakten, die ich für wichtig halte. Erstens: Mit einem M5 Pro kostet er ab 1,699 Dollar. Dafür bekommt man schmale 24 GB RAM und eine für heutige Verhältnisse wirklich bescheidene SSD mit 512 GB. Immerhin, und das ist definitiv eher eine »Pro«-Kategorie: 15 CPU-Kerne und 16 GPU-Kerne. Einfach gesagt: RAM und SSD sind scheiße, aber der Prozessor ist wirklich sehr gut.
Zweitens: Für nur 200 Dollar Aufpreis legt Apple noch weitere drei CPU-Kerne und weitere vier GPU-Kerne drauf. Da lässt sich Apple nicht lumpen, eigentlich ist das sehr billig. Ingesamt hat man dann eine Art »Mac Pro« für angemessene 1,900 Dollar — nur eben mit für einen Mac Pro lächerlichen 512 GD SSD und inakzeptablen 24 GB RAM. Es ist dann eben doch kein Mac Pro, sondern ein Mac Mini. Aber es ist nicht Apples Schuld.
Drittens: Für 1,300 Dollar bekommt man die gleiche Ausstattung mit M6 anstelle des M5 Pro. Immerhin bietet der M6 selbst in der kleinsten Version verblüffende 12 CPU-Kerne und ebenso viele GPU-Kerne. Vielleicht ist das tatsächlich der bessere Kauf, und nach ein paar Jahren verhökert man das Ding einfach bei eBay.
Weniger ist manchmal weniger
Gerade weil die schiere Rechenkraft selbst des kleinsten Mac Mini so gewaltig ist, stellt sich automatisch die Frage, ob das überhaupt nötig ist? Trifft es die anvisierte Kundschaft? Ich kenne in meinem Bekanntenkreis (abgesehen von den Apple-Nerds) niemanden, der etwas mit zwölf – zwölf! – CPU-Kernen anzufangen wüsste.
Warum probiert man es nicht mit einer echten Mini-Konfiguration? Mit A18, 16 GB RAM, und einer herkömmlichen, austauschbaren SSD auf einem kleinen Modul, wie man es überall für wenig Geld kaufen kann (konnte). Es muss für diese Kunden nicht Apples rasend schneller SSD-Wahnsinn sein.
Denn für manche Kunden sind alle Argumente einerlei, wenn man ihnen eröffnet, dass es bei knapp tausend Dollar oder Euro losgeht.
Apple trägt keine Schuld an der RAM- und SSD-Knappheit. Aber es kann diesen Kunden etwas entgegen kommen mit einem schlankeren Prozessor und einer einfacheren SSD.
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