Claude Cowork erhält integrierten Browser
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Anthropic integriert einen bedienbaren Browser direkt in die Desktop-App von Claude Cowork. Er kann Webseiten lesen, anklicken und Formulare ausfüllen, bleibt aber vom persönlichen Browser getrennt.
Der Browser öffnet sich in einem Seitenpanel, sobald eine Aufgabe eine Webseite benötigt. Claude kann Seiten laden, Inhalte erfassen und Daten aus Dashboards abrufen. Das funktioniert auch bei Portalen, die keine eigene Programmierschnittstelle anbieten.
Für die Anmeldung gibt es zwei Wege. Nutzer können ihre Zugangsdaten manuell eingeben oder Cookies aus einer bereits angemeldeten Sitzung importieren. Auf dem Mac unterstützt Anthropic dafür Chrome, Edge und Firefox. Safari ist derzeit nicht dabei.
Cookies lassen sich nur für einzelne Webseiten übertragen. Banking- und E-Mail-Seiten sind von dieser Möglichkeit ausgenommen. Für bereits geöffnete und angemeldete Seiten verweist Anthropic weiterhin auf die Chrome-Erweiterung von Claude.
Die neue Funktion bleibt an die Claude-Desktop-App auf dem Mac gebunden. Ist die App geschlossen oder der Mac ausgeschaltet, steht der Browser nicht zur Verfügung. Läuft die App weiter, kann die Sitzung auch über die Claude-App auf dem Mobilgerät oder über das Web gesteuert werden.
Anthropic baut mehrere Schutzmechanismen ein. Vor der ersten Aktion auf einer Webseite fragt Claude nach einer Erlaubnis. Webseiten mit hohem Risiko werden blockiert. Außerdem prüft das System, ob eine geplante Aktion zum Auftrag des Nutzers passt.
Anthropic warnt weiterhin vor Prompt-Injection-Angriffen. Webseiten können dabei Anweisungen enthalten, die ein Browser-Agent von seiner eigentlichen Aufgabe abbringen sollen. Die neuen Schutzmaßnahmen orientieren sich laut Anthropic an den Vorkehrungen der Claude-Chrome-Erweiterung.
Der Browser wird für Claude-Cowork-Nutzer der Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Tarife ausgerollt. Claude Cowork war bereits für Desktop- und Mobilgeräte verfügbar. Die Integration des eigenen Browsers ist die wesentliche Neuerung dieser Version.
Quelle: Anthropic
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