Fenster schliessen
 | RSSImpressum | Datenschutzerklärung | Login logo
logo

Google verlangt sparsamere Android-Apps. Folgte Apple?


Android-Entwickler müssen den Speicherverbrauch ihrer Anwendungen künftig stärker begrenzen und den Code optimieren. Damit reagiert Google auf die RAM-Krise. Offenbar geht Google davon aus, dass diese Krise noch eine Weile dauern wird, und dass man allgemein mit weniger Speicher als bisher auskommen muss. Speicher werden wieder kleiner werden. Wird Apple diesem Vorbild folgen?

Google begründet die Änderungen mit erheblichen Engpässen bei der Hardwareversorgung. Diese veränderten die Verfügbarkeit von Arbeitsspeicher in Geräten und könnten dadurch die Nutzungserfahrung beeinträchtigen. Als einen Faktor nennt Google die steigende Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren mit künstlicher Intelligenz.

Die neuen Vorgaben betreffen mehrere Bereiche der App-Leistung. Dazu zählen Grenzwerte für die dynamische Speichernutzung und für die Verwendung von Bitmaps. Zusätzlich müssen Entwickler ihren Code stärker optimieren. Damit sollen unter anderem Verlangsamungen und Abstürze vermieden werden, die auf eine zu hohe Speicher- oder Systemlast zurückgehen.

Google will Entwickler bei der Umsetzung mit zusätzlichen Werkzeugen unterstützen. Warnungen sollen anzeigen, wenn eine App die neuen Grenzwerte überschreitet. Weitere Diagnosefunktionen sollen im Laufe des Jahres folgen. Dazu gehört der Memory Limiter, der eine übermäßige Nutzung des Gerätespeichers verhindern und detailliertere Hinweise liefern soll.

Die Regeln richten sich an Entwickler von Android-Apps und -Spielen. Besonders für preisgünstige Geräte ist ein sparsamer Umgang mit dem verfügbaren Speicher relevant. Google will damit nach eigener Darstellung auch unter veränderten Bedingungen eine zuverlässige Qualität sicherstellen.

Quellen:
Google Android Developers Blog
Google Play Console-Hilfe
Android Developers