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KI-Nachfrage soll frühe Mac-Ankündigung ausgelöst haben


Apple soll die neuen Generationen von Mac mini und Mac Studio wegen einer überraschend starken Nachfrage nach KI-Hardware ungewöhnlich früh angekündigt haben.

Der Bericht von The Information führt den ungewöhnlichen Termin auf den starken Absatz der Desktop-Macs an Unternehmen und KI-Entwickler zurück. Apple stellt neue Mac-Generationen normalerweise eher im Oktober oder November vor. Die Ankündigung kurz vor dem erwarteten iPhone-Termin fiel deshalb aus dem üblichen Muster.

Besonders gefragt sind die Geräte offenbar für lokale KI-Anwendungen. Mac mini und Mac Studio können mit viel gemeinsamem Arbeitsspeicher ausgestattet werden. Dadurch lassen sich vergleichsweise große Modelle direkt auf dem Gerät ausführen. Für Unternehmen kann das den Bedarf an Cloud-Diensten und laufenden Kosten für einzelne Anfragen verringern.

Apple hat diesen Einsatz inzwischen stärker in den Mittelpunkt gerückt. Beim Mac Studio bewirbt Apple die Möglichkeit, mehrere Geräte über Thunderbolt 5 und RDMA miteinander zu verbinden. Ein solcher Verbund kann als gemeinsame Plattform für anspruchsvolle KI-Aufgaben dienen. Apple nennt dabei auch die lokale Ausführung großer Open-Weight-Modelle.

Die neuen Modelle wurden am 25. August vorgestellt. Der Mac mini ist mit M6 oder M5 Pro erhältlich. Der Mac Studio kommt mit M5 Max oder M5 Ultra. Für den Mac Studio mit M5 Ultra nennt Apple bis zu 512 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher. Ein einzelnes Gerät kostet in dieser Ausstattungsklasse ab 6.599 Euro. Der Mac mini mit M5 Pro startet bei 1.999 Euro.

Nach Angaben von The Information soll OpenAI Zehntausende Mac minis und Mac Studios für die Entwicklung von KI-Agenten gekauft haben. Anthropic soll Mac minis über die Infrastruktur von Amazon Web Services nutzen.

Die Entwicklung traf Apple dem Bericht zufolge selbst unerwartet. Das Unternehmen soll zunächst weder ein eigenes Entwicklungsteam für Unternehmenskunden noch ein Team für die Betreuung von Entwicklern besessen haben. Auch eine umfassende Strategie für Unternehmens-KI habe zunächst gefehlt.

Unternehmen, die Zugang zu Apples Private-Cloud-Compute-Infrastruktur kaufen wollten, soll Apple demnach abgewiesen haben. Stattdessen arbeitet Apple laut dem Bericht mit Partnern wie WebAI und Mount Thor zusammen. Diese bieten KI-Werkzeuge und Ausführungsumgebungen auf Basis von Apple-Hardware an.

Gleichzeitig verschärft ein weltweiter Mangel bei Speicherbausteinen die Lieferprobleme. Viele Konfigurationen von Mac mini und Mac Studio sollen deshalb monatelang nicht verfügbar sein. Einige Unternehmenskunden weichen dem Bericht zufolge auf andere Systeme aus, darunter Nvidias kompakter KI-Computer DGX Spark.

Quelle:
The Information