Update vom 21. September 2026, 20:26 Uhr
Apple begründet die deutlichen Preissteigerungen bei vielen Produkten mit der anhaltenden Knappheit bei Speicherchips. Die stark gestiegenen Kosten für RAM und SSDs gibt Apple an die Kunden weiter.
Die aktuellen Testberichte bestätigen den bisherigen Befund: Der Mac mini mit M6 und M5 Pro liefert sehr hohe Leistung und eignet sich auch für lokale KI-Anwendungen. In den USA beginnt der Preis bei 899 US-Dollar. Das sind 300 Dollar mehr als beim Vorgängermodell zum Start. In Deutschland kostet das Basismodell 1.049 Euro.
Die Tester sehen den Mac mini deshalb weiterhin als leistungsfähigen und vielseitigen Desktop. Der Preisvorteil gegenüber größeren Macs ist jedoch kleiner geworden. Die neuen Modelle sollen ab Dienstag, dem 22. September, ausgeliefert werden.
Apple nennt für die Aufschläge die anhaltende Knappheit bei Speicherchips. Vor allem RAM und SSD-Speicher seien deutlich teurer geworden. Diese Kosten gibt Apple an die Kunden weiter.
Die neue Einordnung ergänzt den bereits bekannten Testbefund: Der M6 Mac mini ist schnell, kompakt und unter Dauerlast vergleichsweise leise. Bei anspruchsvollen lokalen KI-Modellen kann die Einstiegskonfiguration mit 16 GB Arbeitsspeicher jedoch an Grenzen stoßen. Die aktuellen Tests bestätigen damit die Leistung, ändern aber nichts an der kritischer gewordenen Preisbewertung.
Ursprünglicher Bericht vom 21. September 2026, 17:03 Uhr
Unabhängige Praxistests zeichnen ein klares Bild vom M6 Mac mini: Der kleine Desktop liefert hohe SSD- und Spieleleistung und bleibt unter Dauerlast vergleichsweise leise. Für anspruchsvolle lokale KI-Modelle reichen 16 GB Arbeitsspeicher jedoch nicht aus.
Mehrere Tests bestätigen die starke Rechenleistung. 9to5Mac misst im Geekbench 7 4.074 Punkte im Single-Core-, 22.632 Punkte im Multi-Core- und 92.542 Punkte im Metal-Test. Im Vergleich zum M5 Pro bleibt der M6 allerdings zurück. The Verge misst beim M5 Pro in Multi-Core-CPU- und GPU-Tests bis zu 50 Prozent mehr Leistung.
Auch beim Spielen schlägt sich der kleine Desktop gut. Wired erreicht in Cyberpunk 2077 rund 53 Bilder pro Sekunde. Mit aktiviertem Upscaling steigt der Wert auf etwa 82 Bilder pro Sekunde.
Die Kühlung hält die Leistung unter Dauerlast stabil. Tom's Hardware ließ Cinebench zehnmal hintereinander laufen. Dabei stieg die Lüfterdrehzahl auf bis zu 2.615 Umdrehungen pro Minute. Der Mac mini blieb laut dem Test trotzdem vergleichsweise leise.
Besonders deutlich fällt der Fortschritt bei der SSD aus. The Verge erreichte mit einem Testgerät und 512-GB-SSD 6.760 MB/s beim Lesen sowie 7.537 MB/s beim Schreiben. Diese Werte beziehen sich nicht auf das 256-GB-Basismodell.
Die Tests zeigen aber auch eine klare Grenze der Einstiegskonfiguration. 16 GB Arbeitsspeicher reichen laut Wired für kleinere lokale KI-Modelle. Anspruchsvollere agentische KI bringt das System dagegen schnell an seine Grenzen. Der Ladeversuch mit einem 70B-Modell ließ den 16-GB-Mac mini sogar einfrieren.
Bei einem komplexeren Agenten-Workflow war das 16-GB-System nach einer halben Stunde noch nicht fertig. Ein M4 Pro mit 48 GB Arbeitsspeicher erledigte dieselbe Aufgabe in 9:43 Minuten. Ars Technica kommt bei lokalen Chatbots, Bildgeneratoren und kleineren Modellen zu einem ähnlichen Ergebnis.
Der M6 Mac mini bleibt damit ein leistungsfähiger und kompakter Desktop. Der Preis verändert jedoch die Bewertung. Das Basismodell kostet in Deutschland 1.049 Euro und bietet 16 GB Arbeitsspeicher sowie eine 256-GB-SSD. Zum Vergleich: Der M4 Mac mini startete 2024 in den USA bei 599 Dollar. Der M6 kostet dort nun 899 Dollar.
Apple bietet den aktuellen Mac mini mit M6 oder M5 Pro an. Beide Varianten behalten das kompakte Gehäuse und unterstützen unter anderem Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gigabit-Ethernet.
Quellen:
The Verge
Wired
Tom's Hardware
Ars Technica
9to5Mac