Apple wirft OpenAI in einer nun öffentlich gewordenen Gerichtseingabe vor, vor seinem Gerichtsantrag nicht auf eine Bitte um genauere Angaben für die Suche nach vertraulichen Dateien reagiert zu haben.
Nach Apples Darstellung meldete OpenAI die Angelegenheit am 9. Oktober. Apple untersuchte die Vorwürfe und teilte OpenAI am 12. Oktober mit, keine vertraulichen Informationen gefunden zu haben. Für weitere Suchen bat Apple um genauere Dateinamen oder Suchbegriffe. Vor OpenAIs Gerichtsantrag sei darauf keine Antwort eingegangen.
Apple beanstandet zudem die Beschreibung einer möglicherweise vertraulichen Datei. Sie könne sich auf zwei Methoden zur Qualitätskontrolle beziehen, die seit mindestens den 1990er-Jahren verbreitet seien. Nach eigenen Angaben sucht Apple weiter nach dem konkret genannten Dateinamen. Das Unternehmen will mit OpenAI an der Untersuchung arbeiten und Beweise zur Erfüllung seiner rechtlichen Pflichten sichern.
Wie bereits berichtet, wirft OpenAI einem früheren Mitarbeiter vor, mehr als hundert vertrauliche Dateien zu einem unveröffentlichten Gerät auf persönliche Konten übertragen zu haben. Der Mann war von Apple zu OpenAI gewechselt und kehrte später zurück. Laut Apples Eingabe arbeitet er wieder im Fertigungsdesign und beschäftigt sich mit dem iPhone.
Apple sieht keinen Bezug zwischen OpenAIs neuen Vorwürfen und dem laufenden Verfahren. Darin geht es um Apples Vorwurf, OpenAI habe vertrauliche Informationen von Apple unrechtmäßig genutzt.
Quelle:
Apples Gerichtseingabe