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Britische Wettbewerbsbehörde will iPhone-NFC für Zahlungsdienste öffnen


Die britische Wettbewerbsbehörde CMA schlägt vor, Apples iPhone-NFC für konkurrierende Zahlungsdienste durch Host Card Emulation und deutlich niedrigere Zugangsgebühren leichter nutzbar zu machen.

Entwickler müssen im Vereinigten Königreich bislang Apples Secure Element verwenden, um entsprechende Zahlungsdienste anzubieten. Dieser geschützte Bereich verarbeitet sensible Daten wie Zahlungsinformationen. Mit Host Card Emulation könnten Apps kontaktloses Bezahlen auch ohne das Secure Element ermöglichen. Apple dürfte nach dem CMA-Vorschlag weiterhin Gebühren verlangen, allerdings in deutlich geringerer Höhe.

Apple hatte den NFC-Zugang für Entwickler im Vereinigten Königreich 2024 geöffnet. Voraussetzung sind eine Vereinbarung mit Apple und Gebühren. Unter den bisherigen Bedingungen ist dort laut CMA noch kein konkurrierendes Wallet-Angebot gestartet. In der EU steht Host Card Emulation Entwicklern bereits kostenlos offen. Dort sind inzwischen konkurrierende Zahlungs-Apps gestartet.

Apple wendet ein, die CMA solle keinen Ansatz mit geringerem Schutz für Privatsphäre und Sicherheit vorschreiben. Nach Einschätzung der Behörde zeigen die von ihr geprüften Belege jedoch nicht, dass eine der beiden technischen Lösungen grundsätzlich unsicher wäre.

Neben Wallets und Zahlungsdiensten nennt die CMA weitere mögliche Einsatzfelder: digitale Ausweise und Altersprüfungen, digitale Schlüssel, Fahrkarten sowie Treue- und Prämienprogramme. Die Konsultation zu den Vorschlägen läuft bis zum 17. November 2026. Nach Auswertung der Stellungnahmen will die Behörde endgültig entscheiden.

Quellen:
Competition and Markets Authority
Reuters