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Editorial

★ iPad mini: Wie es immer teurer wurde


Das neue iPad mini startet bei 699 US-Dollar. Damit steigt der Einstiegspreis gegenüber dem Vorgänger um 40,1 Prozent. Seit dem ersten Modell hat er sich mehr als verdoppelt. Vier Grafiken zeigen, wann Apple die Preise anhob – und wann neue Technik ohne Aufpreis kam.

Von 329 auf 699 Dollar

Das erste iPad mini kostete 2012 ab 329 Dollar. Die achte Generation startet nun bei 699 Dollar. Dazwischen liegen 14 Jahre und drei Preissprünge. Eine stetige Erhöhung mit jedem neuen Modell gab es jedoch nicht.

Schon die zweite Generation hob den Einstiegspreis auf 399 Dollar. Dieses Niveau hielt Apple bis einschließlich Generation 5. Erst mit Generation 6 stieg der Preis auf 499 Dollar. Auch Generation 7 blieb dabei. Nun kommen weitere 200 Dollar hinzu.

Die erste Grafik zeigt diese Entwicklung im direkten Modellvergleich. Auffällig sind die vier gleich hohen Säulen der Generationen 2 bis 5. Ebenso deutlich hebt sich das neue Modell von seinen beiden Vorgängern ab.

Säulengrafik der Einstiegspreise des iPad mini: Generation 1 kostet 329 Dollar, Generationen 2 bis 5 jeweils 399, Generationen 6 und 7 jeweils 499 und Generation 8 699 Dollar. Die letzte Säule ist pink.
Die Einstiegspreise der acht Generationen zeigen drei Preisstufen nach dem ersten Modell: 399, 499 und zuletzt 699 US-Dollar. · KI-Illustration: OpenAI Imagegen

Der größte Sprung kommt mit Generation 8

Wie groß waren die einzelnen Aufschläge? Das zweite Modell verteuerte sich gegenüber dem ersten um 21,3 Prozent. Damals kamen das hochauflösende Retina-Display und der A7-Chip hinzu.

Generation 6 brachte 2021 den nächsten Anstieg: 100 Dollar oder 25,1 Prozent mehr als beim Vorgänger. Gleichzeitig führte Apple das Gehäuse ohne Home-Button, das All-Screen-Design und USB-C ein.

Bei Generation 8 fällt der Aufschlag noch größer aus. Von 499 auf 699 Dollar sind es 40,1 Prozent. Das ist sowohl in Dollar als auch prozentual der stärkste Anstieg zwischen zwei Generationen. Zur neuen Ausstattung gehören ein OLED-Display, der A20 Pro-Chip und ein dünneres Design.

Die zweite Grafik trennt diese Sprünge von den Modellwechseln ohne Aufpreis. Vier Wechsel liegen bei null Prozent. Die pinke Säule zeigt, wie deutlich Generation 8 die früheren Aufschläge übertrifft.

Preisänderungen gegenüber dem jeweiligen Vorgänger: Generation 2 plus 21,3 Prozent, Generation 6 plus 25,1 Prozent und Generation 8 plus 40,1 Prozent. Generationen 3, 4, 5 und 7 bleiben unverändert. Generation 1 hat keinen Vorgänger.
Der Aufschlag bei Generation 8 ist mit 40,1 Prozent der größte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Modellen. · KI-Illustration: OpenAI Imagegen

Seit dem ersten Modell mehr als verdoppelt

Ein anderer Blickwinkel entsteht, wenn stets das erste iPad mini als Vergleich dient. Die Generationen 2 bis 5 lagen jeweils 21,3 Prozent über dessen Einstiegspreis. Bei Generation 6 und 7 waren es bereits 51,7 Prozent.

Mit Generation 8 wächst der Abstand auf 112,5 Prozent. Käufer zahlen damit 370 Dollar mehr als beim Start der Reihe. Das neue Basismodell kostet rund das 2,12-Fache des ersten.

Genau diesen Gesamtanstieg macht die dritte Grafik sichtbar. Ihre Prozentwerte beziehen sich durchgehend auf die ursprünglichen 329 Dollar. Sie dürfen daher nicht mit den Aufschlägen gegenüber dem jeweiligen Vorgänger verwechselt werden.

Verglichen werden nominale US-Startpreise ohne Steuern. Die Inflation ist nicht herausgerechnet. Zudem änderte sich die Ausstattung der Basismodelle. Generation 7 verdoppelte etwa den Basisspeicher auf 128 GB und bereitete das iPad mini auf Apple Intelligence vor. Der reine Preisvergleich misst deshalb nicht das Verhältnis von Preis und Leistung.

Preisänderungen gegenüber Generation 1: Generation 1 null Prozent, Generationen 2 bis 5 plus 21,3 Prozent, Generationen 6 und 7 plus 51,7 Prozent und Generation 8 plus 112,5 Prozent, pink hervorgehoben.
Gemessen an den 329 Dollar des ersten iPad mini kostet Generation 8 nominal 112,5 Prozent mehr. · KI-Illustration: OpenAI Imagegen

Neue Technik kam oft ohne höheren Startpreis

Die Zeitleiste ergänzt einen Aspekt, den gleichmäßig angeordnete Generationen verdecken: Zwischen den Modellen lagen unterschiedlich lange Pausen. Auf die jährlichen Starts von 2012 bis 2015 folgte Generation 5 erst 2019.

Trotz neuer Technik blieb ihr Einstiegspreis bei 399 Dollar. Dazu gehörten der A12-Chip und die Unterstützung für den Apple Pencil. Zuvor hatte Generation 3 Touch ID eingeführt. Generation 4 erhielt ein dünneres Gehäuse und verbesserte Hardware, ebenfalls ohne höheren Startpreis.

Die vierte Grafik zeigt alle Jahre von 2012 bis 2026. In Zwischenjahren wird der Startpreis des zuletzt eingeführten Modells fortgeführt. So werden die langen Preisplateaus und die wenigen Sprünge besonders deutlich. Spätere Preissenkungen älterer Modelle oder Händlerangebote bildet diese Linie nicht ab.

Zeitleiste mit allen Jahren von 2012 bis 2026: 329 Dollar im Jahr 2012, 399 Dollar von 2013 bis 2020, 499 Dollar von 2021 bis 2025 und 699 Dollar 2026. Modellstarts sind markiert, der letzte Anstieg ist pink.
Die Zeitleiste macht die langen Preisplateaus sichtbar. Zwischenjahre übernehmen den Startpreis des zuletzt eingeführten Modells; spätere Preisnachlässe sind nicht erfasst. · KI-Illustration: OpenAI Imagegen

Fazit: Wenige Sprünge, großer Abstand

Das iPad mini wurde über acht Generationen hinweg dreimal beim Einstiegspreis teurer. Dazwischen gab es neue Funktionen und mehr Leistung zum gleichen Startpreis. Mit Generation 8 fällt der bislang größte Aufschlag an. Gegenüber 2012 hat sich der nominale Einstiegspreis damit mehr als verdoppelt.