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Russland verpflichtet Apple zur Speicherung von Kommunikationsdaten


Russland verpflichtet Apple, Kommunikationsdaten lokaler Nutzer zu speichern und auf Anfrage an Sicherheitsbehörden herauszugeben. Auch Microsoft ist betroffen.

Die Kommunikationsbehörde Roskomnadsor nahm beide Unternehmen am 2. Oktober in das Register der „Organisatoren von Informationsverbreitern“ auf. Das berichtet Bloomberg.

Unternehmen auf der Liste müssen Nachrichten sowie Audio- und Videomitteilungen lokaler Nutzer speichern. Auf Anfrage müssen sie diese Daten an russische Sicherheitsbehörden herausgeben. Informationen über Nutzer und die Übermittlung ihrer Kommunikation müssen sie drei Jahre lang in Russland aufbewahren.

Bei Verstößen drohen Geldstrafen und Einschränkungen beim Zugang zu den Diensten. Auf der Liste stehen bereits weitere Anbieter, darunter Google mit Google Meet, WhatsApp und Telegram.

Russland hat den Zugang zu ausländischen Kommunikationsdiensten bereits früher eingeschränkt. FaceTime ist dort seit Dezember 2025 blockiert. Inhalte in FaceTime und iMessage sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Wie Apple mit den neuen Anforderungen umgehen wird, ist bislang nicht öffentlich bekannt.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 hat Apple den Verkauf und Export seiner Produkte nach Russland ausgesetzt. Auch Dienste wie Apple Pay wurden eingeschränkt. Der App Store blieb verfügbar. Seit April können Nutzer ohne vorhandenes Guthaben auf ihrem Apple Account dort keine neuen Käufe tätigen oder Abos verlängern.

Quelle:
Bloomberg