Apple warnt Nutzer in 99 Ländern vor möglicher Spyware
Apple warnt Nutzer in 99 Ländern vor möglichen Angriffen mit Söldner-Spyware. Auch Bundestagsabgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung haben solche Warnungen erhalten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, warnte mehrere Betroffene zusätzlich schriftlich. Es rät ihnen, ihre Geräte vorsorglich als möglicherweise nicht mehr sicher zu betrachten. Die Behörden untersuchen die Umstände. Ob Angriffe erfolgreich waren oder Daten abgeflossen sind, ist bislang nicht bekannt. Auch über die Urheber gibt es keine gesicherten Angaben.
Zu den Empfängern gehört der Filmemacher Radwan Mortada aus Beirut. Er veröffentlichte seine Apple-Warnung auf X. Nach eigenen Angaben war er bereits 2017 und 2021 Ziel der Spionagesoftware Pegasus.
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Gezielt eingesetzte Spionagesoftware
Söldner-Spyware wird häufig im Auftrag staatlicher Stellen gegen einzelne Personen eingesetzt. Zu den möglichen Zielen gehören Politiker, Journalisten, Diplomaten und Menschenrechtsaktivisten. Die Angriffe können Millionen kosten und bislang unbekannte Sicherheitslücken ausnutzen. Bei einem Erfolg kann die Software etwa Nachrichten und Standortdaten auslesen oder Kamera und Mikrofon aktivieren.
Was Betroffene tun können
Apple empfiehlt Empfängern einer solchen Warnung, den Blockierungsmodus einzuschalten und fachkundige Hilfe zu suchen. Als Anlaufstelle nennt Apple die Digital Security Helpline von Access Now. Die Echtheit einer Warnung lässt sich durch direkte Anmeldung bei account.apple.com prüfen. Apple fordert in seinen Warnungen weder zur Installation von Apps oder Profilen noch zur Herausgabe von Passwörtern auf.
Quellen:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Radwan Mortada Apple